Uni Kiel

Schweinehaltung: Umfrage zur Akzeptanz eines Ausstiegs-Förderprogramms

In den Niederlanden ist es bereits Realität, dass der Staat in viehdichten Regionen Schweineställe aus der Produktion kauft. Ob das auch in Deutschland denkbar ist, erforscht die Uni Kiel.

Inwieweit ein politisches Förderprogramm zum Ausstieg aus der Schweinehaltung auch in Deutschland akzeptiert würde, erforscht die Christian-Albrechts-Universität (CAU) Kiel derzeit mit einer Online-Umfrage unter Landwirten. Darauf hat die Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen in der vergangenen Woche hingewiesen. Im Mittelpunkt stehe die Frage, ob sich Schweinehalter in Deutschland eine Teilnahme an einem solchen Programm vorstellen könnten. Zudem gehe es darum, wie das Programm aussehen müsste, um erfolgreich zu sein. Für die Beantwortung der Fragen, die von der Universität unter https://ww3.unipark.de/uc/Ausstieg_Schweinehaltung/ ins Internet eingestellt wurden, sind laut Kammerangaben insgesamt etwa 25 Minuten aufzuwenden. Die Befragung sei anonym und die Daten würden ausschließlich in der Abteilung für landwirtschaftliche Betriebslehre am CAU-Institut für Agrarökonomie ausgewertet. Sie stünden keinem Dritten zur Verfügung, betonte die Kammer. Auf Wünsch würden die Teilnehmer über die Ergebnisse informiert.

Die niederländische Regierung hatte im vorigen November das Programm „Warme Sanierung“ aufgelegt, in dessen Rahmen für ausstiegswillige Schweinehalter ein Etat von insgesamt 180 Mio € für den Aufkauf von Produktionsrechten und für Ausgleichszahlungen bereitsteht. Laut aktuellen Zahlen wollen an dem Programm insgesamt 407 Betriebe teilnehmen, die zusammen über rund ein Zehntel der Schweineproduktionsrechte in den Niederlanden verfügen.


Diskussionen zum Artikel

von Wolfram Forstpointner

Ausstiegsprämie

wenn eine Sache ( hier herkömmliche Schweinehaltung) nicht mehr erwünscht ist , wäre es sinnvoll, gerade bei kleineren Betrieben, die in einigen Jahren ohnehin aufhören dies mit einer Prämie zu beschleunigen. So könnten Abschreibungen teilweise übernommen werden, da ... mehr anzeigen

von Klaus Goller

Ehrlichkeit

Das wäre auf jeden Fall ehrlicher, als die Bauern mit immer neuen Schickanen und enteignungsgleichen Maßnahmen in den finanziellen Ruin ´zutreiben und damit zur Aufgabe zu zwingen.

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