Diffamierung

Versteckte Kameras: Neuer Angriff von Tierrechtlern auf Familienbetriebe

Der Verein Tierretter.de hat heimlich in Schweineställen in Rheine und Emsdetten gefilmt. Die Tierhaltungsgegner sind überzeugt, dass auch Familienbetriebe die Tiere "quälen".

Mit heimlich gedrehten Videos versucht derzeit der Verein Tierretter in den Medien Aufmerksamkeit zu erlangen. So habe man angeblich in vier Schweineställen im Kreis Steinfurt gefilmt. In einer Pressemitteilung ist die Rede von „blutigen Verletzungen“, „sterbenden Schweinen in Buchtengängen“ sowie „verwesenden Kadavern“ und „untragbaren hygienischen Zuständen“.

Der Kreis Steinfurt weise eine der höchsten Schweinedichten in NRW mit fast einer Million Tiere auf. Besonders vertreten seien hier mittelständische, familiär betriebene Schweinemastbetrieben. „Familienbetriebe also, die Bauernverbände oft als komplett gegensätzliches Konzept zur Massentierhaltung nennen, mit dem sie eine besondere Bindung zu ihren Tieren suggerieren wollen und bei dem die Tiere richtig umsorgt werden“, kritisieren die Tierrechtler.

Die Veterinärbehörden hätten die Höfe geprüft. Die Aktivisten prangern jedoch an, dass „Tierquälerei“ mit Kontrollen nicht beizukommen sei. „Immer dort, wo mit Tieren Geld verdient wird, konkurrieren Profit und Tierwohl miteinander - vermeintliches Tierwohl spielt nur dann eine Rolle, wenn damit auch Profit erwirtschaftet werden kann“, sagt der Verein Tierretter und verweisen darauf, dass ein Betrieb auch am Projekt "Einsichten in die Tierhaltung" teilnehme. D.h. hier ist eine Stufe am Stallfenster angebracht, um interessierten Besuchern einen Blick in den Stall zu ermöglichen.

Ostendorff: „Skandale längst keine Einzelfälle mehr“

gruene-kv-soest.de (Bildquelle: Archiv)

Grünen-Agrarsprecher Friedrich Ostendorff hält die aktuellen Vorwürfe für ein weiteres Anzeichen dafür, dass sich „die Skandale in der Schweinehaltung schon lange nicht mehr durch Einzelfälle begründen lassen“.

„Die Zeit der Ausflüchte und Beschwichtigungen ist vorbei. Erst am vergangenen Mittwoch berichtete das ARD-Magazin REPORT Mainz über die gesetzeswidrige Haltung von Sauen. Und die am Sonntag in WDR-Westpol ausgestrahlten Bilder zeigen einmal mehr fühlende, hochintelligente Tiere, denen ein Mindestmaß an Fürsorge und Schutz verwehrt wird. Wenn schwer verletzte Schweine zum Sterben zurückgelassen werden, weil eine Behandlung und Schmerzlinderung nicht rentabel ist, dann muss von grausamer Tierquälerei gesprochen werden. Das System der industriellen Tierhaltung nimmt Tierleid billigend in Kauf und ist in der hier gezeigten Ausprägung pervers und widerwärtig“, sagte Ostendorff.

Er fordert Bundesagrarministerin Julia Klöckner auf, zu handeln und innerhalb von vier Wochen einen Aktionsplan für die Tierhaltung vorzulegen. Die landwirtschaftlichen Betriebe müssten seiner Meinung nach regelmäßig und unangekündigt kontrolliert werden und Verstöße gegen das Tierschutzgesetz konsequent bestraft werden. „Doch als erste und dringlichste Maßnahme müssen die Haltungsvorgaben für Tiere in der Landwirtschaft massiv verbessert werden. Es ist erbärmlich, dass einem 100 kg schweren Schwein weniger als ein Quadratmeter Platz zugestanden werden. Tiere brauchen Platz, Zugang nach draußen und Beschäftigung“, so der Grünen-Politiker.

Leserfrage: Grünes Kennzeichen auf einer Demo?

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

Schreiben Sie Alfons Deter eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Peter Schmid

Grünes Geschwafel

Wielange will dieser Hampelmann Ostendorf seinen Schwachsinn noch verbreiten,dieser Mann war nich fähig einen Betrieb ordentlich zu führen,ohne Ausgleichszahlung würde es diese Heuschrecke längst nicht mehr geben,aber große Töne spucken ohne Fachwissen,welches Gesindel heute alles mitredet ,aber null Ahnung hat, ers ist langsam zum Kotzen.

von Gerhard Steffek

Erbärmlich -

ist Ostendorffs Polemik!! Die Grünen waren unter Künast und Co. lange genug auch in der Regierungsverantwortung und haben da auch nicht viel auf die Reihe gebracht. Rumlamentieren kann jeder, aber etwas auf die Reihe bringen, da scheiden sich dann die Geister.

von Matthias Zahn

Wenns bezahlt wird....

...kann ich alles machen. Da übernachte ich sogar einmal in der Woche bei meinen Kühen. Das Problem dabei? Es bezahlt niemand! Dass soll keine Entschuldigung für Tierquälerei sein! Doch bei allem Willen, setzen wirtschaftliche Gegebenheiten uns Bauern grenzen! Erzeugt wird, was gekauft wird! Es IST also ein Problem der ganzen Gesellschaft und nicht nur der Bauern. Die alternative dazu wäre, dass Lebensmittel wieder einen Wert bekommen und nicht mehr als Ramschware behandelt werden! Oder die Tierhaltung in Deutschland abzuschaffen. Aber unter welchen Bedingungen wird dann das importierte Fleisch erzeugt? Fragen, auf die die Grünen meistens auch keine Antworten haben.................

von Fritz Ritterbusch

Erbärmlich ist

wenn man sich als grüner Politiker auf so populistische Art und Weise in der Gesellschaft als Steigbügelhalter der Tierrechtler bekannt machen muß. Aber wenn man sonst nichts auf die Reihe bekommt sein Einkommen holt er sich ja an anderer Stelle ab.

von Peter Schmid

Genau wie oft in der Politik,die am wenigsten aufm Kasten haben, schreien am lautesten.

Dieser Möchtegern von Ostendorf ,Dummschwätzer,der wäre schon längst verkracht mit seinem Betrieb,wenn die Biobetriebe nicht überproportional gefördert würden,der Mann hat so viel Ahnung von Landwirtschaft,wie eine Schwalbe von Grönland. Man sollte das Ganze Biogeschwafel mal genau durchläuchten,Biobrot ist zum Teil so mit Pilzgiften verseucht,dass es als Sondermüll verbrannt werden müßte,bei Biokartoffeln und Bioobst wird unmengen an Kupfer gespritzt ,(Kupfer Schwermetall) und das soll gesund sein,ich denke ein guter Mittelweg wäre ein guter Ansatz.

von Heinrich Albo

Dann müsste die Bio Schweinehaltung

ja abgeschafft werden ..schließlich ist bei diesen Schweinen der Anteil der Tiere,mit ehemals gebrochen Rippen am Schlachthof ,ja doppelt so hoch wie bei Tieren aus konventioneller Haltung ! Es Ferkel wurden doppelt so viele Ferkel halb erdrückt !! Diese Bio Ferkel haben mit sehr viel Schmerzen überlebt.... Man muss den Leuten klar machen das in der Natur bei Tieren und bei Pflanzen nichts 100 %ig richtig funktioniert. Was soll das Herr Ostendorf ????

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen