Coronakrise

Viehhandel: 5 € Strafe für Panikverkäufer Plus

Der Viehvermarkter RVG Werne bestraft vorübergehend die Anlieferung zu leichter Schweine. Grund sind Panikverkäufe seitens der Mäster.

Das Viehvermarktungs-Unternehmen RVG Werne (NRW) zieht ab Montag 5 € pro Schwein ab, wenn das durchschnittliche Schlachtgewicht der Lieferpartie unter 96 kg liegt. Das hat die Genossenschaft jetzt in einem Rundschreiben an ihre Geschäftspartner mitgeteilt. Viele Bauern sind über das Verhalten des Vermarkters erbost.

Dirk Schulze...

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Diskussionen zum Artikel

von Albert Merckelbach

Super. Gemeinschaftsgedanken im Vordergrund

In der aktuellen Corona Situation und dem Markt (Überangebot, Werksschließung Coesfeld etc.) ist diese Maßnahme doch vollkommen nachvollziehbar. Es ist doch wie in der Anfangszeit von Corona und der Klopapier-Panik. Wenn jeder nur das gekauft hätte was er benötigt, dann wäre das ... mehr anzeigen

von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

Doppelt bestraft?

wenn ein Landwirt Schweine abliefert, die aus der Maske fallen, dann wird er doch schon genügend bestraft!. Jetzt noch eine Bestrafung durch einen Händler kann man hier nicht mehr nachvollziehen. Als einzigen Grund könnte ich die Probleme bei der Vermarktung der leichten Schweine ... mehr anzeigen

von Gregor Grosse-Kock

Schlachtgewicht

Solange Landwirte das Wort Abliefern in den Mund nehmen und am Hacken nur ca 90, 92 kg erreichen und das unsortiert, sind wir doch keine ordentlichen Handelspartner! Ich geb der RVG nicht recht, aber die 5€ resultieren aus den Sortierverlusten pro Schwein. Aber macht ja nichts, ... mehr anzeigen

von Christoph1088315 Wiegmann

Aber macht ja nichts, gibt's eben ein Fendt weniger! Da sitzt einer auf nem ziemlich hohen Ross...

von Markus Everwand

Artikel unvollständig.

Bin nur Ferkelerzeuger und ein auch nicht immer zufriedener Kunde der RVG, aber die Meldung bzw der Artikel ist nicht vollständig. In dem Schreiben stand auch das einige Kunden Lieferpartien mit Schweinen bei denen das durchschnittliche Schlachtgewicht bei 90 bis 92kg lag abgegeben ... mehr anzeigen

von Stefan Gruss

RVG NEIN DANKE

Da muss man schon echt blöde sein wenn man mit dieser Genossenschaft noch Geschäfte macht . Die aus dem Leid anderer noch Kapital schlagen will. Steht es so schlecht um die RVG? Es gibt noch viele andere und bessere Vermarkter, ich habe ihnen auch gekündigt.

von Karlheinz Gruber

Ich bin ganz beruhigt

ich bin heute mal die Werbung durchgegangen und im Fleischsektor ist noch kein Preisverfall zu sehen. Auch beim Metzger ums Eck sind die Preise nach wie vor nicht runtergegangen. Die haben ja auch dafür z. T. Coronahilfen bezogen.... Und eine Partie mit 96 Kg im Durchschnitt na ja. Wenn ... mehr anzeigen

von Erhard Dörmann

Druckfehler?

Warum ist der Verkauf einer Partie mit einem ø SG von 96 kg ein Panikverkauf. Das Schlachtgewicht ist doch das in vielen Fällen angestrebte Durchschnittsgewicht, um möglichst viele Tiere in den optimalen Maskenbereich zu bekommen. Falls die 96 kein Druckfehler ist, sollte man kein ... mehr anzeigen

von Volker Bartels

Panikverkäufer ?????

Verstehe die Aufmachung nicht. Die Wochennotierung von 1,60 € /kg Schlachtgewicht ist weit entfernt von kostendeckenden Erlösen. Wenn jetzt die Schlachter noch mit Strafzahlungen um die Ecke kommen, für Tiere die in der Gewichtsmaske liegen, dann sprechen wir wohl eher von Willkür. ... mehr anzeigen

von Norbert Post

tolle Genossenschaft

Lasst uns kein Schwein mehr abliefern. Es ist doch eklig mit welchen Tricks hier versucht wird den Schweinepreis kaputt zu machen. Man sollte einfach gar nichts mehr machen, das ist für alle das beste. Dann können wir bald endlich auch die Schweine aus China fressen... ist ja billiger. ... mehr anzeigen

von Bernhard ter Veen

DA haben Sie Recht

...weil Wir auch NICHTS verändern wollen. Von "freiwilligen Produktionskürzungen" kann man auch nicht verlangen das sich überhaupt jemand damit auseinandersetzt. Die grossen Betriebe haben ja auch nichts besseres zu tun als die Mengen hochzufahren sobald auch nur 1cent weniger bezahlt ... mehr anzeigen

von Andreas Gerner

Die Schattenseite der übertriebenen Konzentration im Schlachtsektor.

Früher, als noch jeder Metzger selbst geschlachtet hat, wäre kaum Kapazität weggefallen und wäre leicht von den umliegenden zu kompensieren gewesen. Da hätte es auch keine Panikverkäufe gegeben.

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