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Digitalisierung: Megathema bei den Maschinenringen

Das 60jährige Jubiläum des Bundesverbandes der Maschinenringe (BMR), das diese Woche in Oberschleißheim bei München stattfand, stand ganz unter dem Motto „Digitalisierung in der Landwirtschaft“.

Lesezeit: 3 Minuten

Das 60jährige Jubiläum des Bundesverbandes der Maschinenringe (BMR), das diese Woche in Oberschleißheim bei München stattfand, stand ganz unter dem Motto „Digitalisierung in der Landwirtschaft“.


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Der wiedergewählte BMR-Präsident Leonhard Ost sieht darin eine riesige Chance für die Selbsthilfeorganisation: „Die Maschineringe stehen vor einem Punkt wie vor 60 Jahren, und sie werden durch die Digitalisierung eine Renaissance wie vor 60 Jahren erleben.“


Das Ziel der Ringe sei, dass jeder Landwirt am Fortschritt der Digitalisierung teilhaben könne, und dass der Landwirt jederzeit selbst bestimmen könne, mit wem er digital zusammenarbeitet.


BMR-Geschäftsführer Erwin Ballis erläuterte, wie die Maschinenringe an das Thema herangehen: „Wir wollen das bestehende Geschäft in den Maschinenringen wie die Maschinenvermittlung, Abrechnung und Betriebshilfe digitalisieren und zugleich digitale Geschäftsfelder entwickeln.“ Dazu gehöre, den Einsatz von Drohnen und Robotern zu fördern und zusammen mit IT-Unternehmen einfache digitale Anwendungen für die Landwirte entwickeln.


„Wir erarbeiten einfache, sichere und unabhängige Anwendungen für Problemstellungen, die aus der Praxis von den MR-Mitgliedern, den Betriebshelfern und den MR-Mitarbeitern kommen“, so Ballis.


Aus den Anregungen aus der Praxis werden in Arbeitsgruppen mit Landwirten Lösungsansätze entwickelt und aufgrund dieser Ergebnisse dann digitale Anwendungen (Apps) entwickelt. Das Besondere dabei sei, dass dieses Anwendungen miteinander verknüpft werden können und alle Daten daraus in eine Datenbank des Betriebes einfließen. Die MR Deutschland GmbH arbeitet mit SAP zusammen, die u. a. eine Cloud für die Daten zur Verfügung stellt. Dabei sollen die Daten nur den Landwirten selbst zur Verfügung stehen.


Beispiele für solche Anwendungen für Landwirte seien z. B. Nährstoff-Apps und die Dokumenten-Management-App. Viele Einzel-Apps können zu einem Ganzen zusammengefasst werden.


Anwendungen für die Maschinenringe vor Ort seien die Betriebshilfe-App, die Winterdienst-App, die Diesel-App oder eine App für die überbetriebliche Abrechnung.


In der abschließenden Podiumsdiskussion erläuterte der Amtschef des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums Hubert Bittlmayer, dass das Ministerium nicht Datenhalter werden wolle. „Wir verstehen uns vielmehr als Moderator, der solche Prozesse vorantreibt“, ergänzte der Spitzenbeamte.

Die Datensicherheit liegt ihm dabei besonders am Herzen. „Wir wollen die Landwirte so in die Zukunft führen, dass sie selbst entscheiden können, wie und wem sie ihre Daten zur Verfügung stellen. Die Politik muss aufpassen, wer auf die Daten zugreift. Es dürfen keine Unbefugte zugreifen und es dürfen keine Daten manipuliert werden.“

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