Düngeverordnung

Güllezusätze bringen's nicht, sagt Bayerns Landwirtschaftsministerium

Neun Verbände von BBV bis AbL machen sich für Ausnahmen von der Schleppschuhpflicht stark. Jetzt antwortet das Bayerische Landwirtschaftsministerium.

Ein Sprecher des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums reagiert gegenüber top agrar Südplus auf die Forderungen von neun bayerischen Verbänden, Ausnahmen von der Pflicht zur bodennahen Gülleausbringung laut Düngeverordnung zuzulassen. Der Bayerische Bauernverband, die bayerischen Bioverbände, die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, der Fachverband Biogas sowie fünf weitere Verbände pochen darauf, dass der Freistaat "alternative Verfahren" zulässt. Dies ist laut Düngeverordnung möglich, wenn die Verfahren die Ammoniakemissionen bei der Gülleausbringung genauso senken wie die bodennahe Ausbringung.

Am Landwirtschaftsministerium in München hat man offenbar nur bedingt Verständnis für den Vorstoß. "Wir nehmen die Sorgen der Landwirte sehr ernst", sagt ein Sprecher, fügt aber hinzu: "Die Landwirtschaft ist mit 95 Prozent aller Ammoniakemissionen Hauptverursacher." Man stehe im Fokus der Öffentlichkeit und müsse alle Potenziale ausschöpfen, um die ehrgeizigen Ziele der Bundesregierung bezüglich Ammoniakreduktion zu erreichen.

Gülle im Gras? Freistaat untersucht Futterhygiene

Das Ministerium verweist darauf, dass es bereits umfangreich geforscht hat, wie sich die neue Gülleausbringtechnik praxisgerecht nutzen lässt und ob z.B. Güllezusätze in der Lage sind, die Ammoniakverluste gleichwertig zu reduzieren. "Zu Fragen der Optimierung einer emissionsarmen und praxisgerechten Gülleausbringtechnik hat unser Haus bereits umfangreiche Forschungsprojekte in Auftrag gegeben, die in der Übergangsfrist für Grünland bis 2025 zum Abschluss kommen. Dabei werden auch der Einfluss der Gülleapplikationstechnik auf die Futterhygiene und mögliche Zusatzstoffe zur Emissionsminderung weiter untersucht", so der Sprecher.

Güllezusätze überzeugen das Ministerium nicht

Bezüglich der Güllezusätze ist das Fazit des Ministeriums aber ernüchternd. Viele Praktiker haben gute Erfahrungen mit Stoffen wie Effektiven Mikroorganismen, Leonardit oder Gesteinsmehl gemacht. Die Chancen, dass sie als Alternative zur bodennahen Ausbringung zugelassen werden, stehen aber offenbar nicht gut: "Leider konnten die vielen Güllezusätze mit Ausnahme von konzentrierter Schwefelsäure den Nachweis einer gleichwertigen Ammoniakreduzierung bisher nicht erbringen", resümiert das Ministerium seine bisherige Forschungsarbeit.

Das Ministerium hätte sich wohl gewünscht, dass die Branche sich früher auf die neuen Vorschriften einstellt. "Die Vorgaben zur Ausbringtechnik und den Übergangsfristen für bestelltes Ackerland und Grünland sind seit vielen Jahren bekannt", so der Sprecher weiter.

Vorgaben halb so wild?

Die Dringlichkeit des Anliegens der Bauern sieht das Ministerium offenbar nur bedingt. "Für Ackerland ist unbestritten, dass die Technik funktioniert. Das belegt die kontinuierliche Steigerung der Inanspruchnahme unserer KULAP-Maßnahmen zur emissionsarmen Wirtschaftsdüngerausbringung auf über 545.000 Hektar im Jahr 2018. Auch im Grünland wird sie bereits erfolgreich eingesetzt."

Insbesondere für Grünland, wo die Vorgabe erst ab 2025 gilt, hält das Ministerium die Technik aber dem Anschein nach noch nicht für vollständig praxisreif: "Für Grünland muss die Übergangszeit sowohl von den Landwirten, den Landtechnikherstellern als auch durch unsere Verwaltung genutzt werden, sich weiter intensiv mit der Thematik auseinanderzusetzen", sagt der Sprecher.

Parallel habe Bayern früh vorläufige Ausnahmen aufgrund agrarstruktureller und naturräumlicher Gründe festgelegt, um den Landwirten Planungssicherheit zu geben. Die mit den Vorgaben verbundenen Probleme unterschätze man also gewiss nicht.

Originaltext

Lesen Sie hier unsere Fragen und die Antworten im Original:

Nehmen das Ministerium und die Landesanstalt für Landwirtschaft das Verbändepapier zum Anlass, ihre Bemühungen hinsichtlich der Anerkennung alternativer Verfahren (§6 Abs. 3 Düngeverordnung) zu intensivieren? Wenn ja, wie?

Landwirtschaftsministerium: Unsere Aufgabe ist es, die Rahmenbedingungen zum Vollzug der gesetzlichen Vorgaben zu definieren und Unterstützung bei der Umsetzung der zulässigen Technik für die Landwirte zu leisten. Zu Fragen der Optimierung einer emissionsarmen und praxisgerechten Gülleausbringtechnik hat unser Haus deshalb bereits umfangreiche Forschungsprojekte in Auftrag gegeben, die in der Übergangsfrist für Grünland bis 2025 zum Abschluss kommen.

Dabei werden auch der Einfluss der Gülleapplikationstechnik auf die Futterhygiene und mögliche Zusatzstoffe zur Emissionsminderung weiter untersucht. Nicht nur wir, sondern viele andere Organisationen wie Landtechnikhersteller und Landmaschinenschulen setzen sich seit Jahren mit der Thematik auseinander. (top agrar hat ja immer wieder darüber berichtet). Leider konnten die vielen Güllezusätze mit Ausnahme von konzentrierter Schwefelsäure den Nachweis einer gleichwertigen Ammoniakreduzierung bisher nicht erbringen.

Dass sich hier neun, teils nicht in dieselbe Richtung arbeitende landwirtschaftliche Interessensverbände zu einer gemeinsamen Stellungnahme durchgerungen haben, belegt, wie viel Druck auf die Landwirte die Vorschriften zur bodennahen Gülleausbringung gemäß Düngeverordnung auslösen. Hatte das Ministerium die Sorgen und Probleme der Praktiker bezüglich dieser Vorschrift unterschätzt?

Landwirtschaftsministerium: Die Umsetzung der düngerechtlichen Vorgaben ist insgesamt eine große Herausforderung. Wir nehmen die Sorgen der Landwirte daher dabei sehr ernst. Die Vorgaben zur Ausbringtechnik und den Übergangsfristen für bestelltes Ackerland und Grünland sind seit vielen Jahren bekannt. Für Ackerland ist unbestritten, dass die Technik funktioniert. Das belegt die kontinuierliche Steigerung der Inanspruchnahme unserer KULAP-Maßnahmen zur emissionsarmen Wirtschaftsdüngerausbringung auf über 545.000 Hektar im Jahr 2018.

Auch im Grünland wird sie bereits erfolgreich eingesetzt. Für Grünland muss die Übergangszeit sowohl von den Landwirten, den Landtechnikherstellern als auch durch unsere Verwaltung genutzt werden, sich weiter intensiv mit der Thematik auseinanderzusetzen. Darüber hinaus hat Bayern frühzeitig vorläufige Ausnahmen aufgrund agrarstruktureller und naturräumlicher Gründe festgelegt, um den Landwirten Planungssicherheit zu geben. Gleichzeitig wurden umfangreiche Forschungsvorhaben zu der Thematik auf den Weg gebracht. Die mit den Vorgaben verbundenen Probleme wurden und werden also gewiss nicht unterschätzt.

Man darf nicht verkennen: Die Landwirtschaft ist mit 95 Prozent aller Ammoniakemissionen Hauptverursacher. Wir stehen also im Fokus der Öffentlichkeit und müssen am Ende alle Potenziale ausschöpfen, um die ehrgeizigen Ziele der Bundesregierung zu erreichen.


Mehr zu dem Thema

Die Redaktion empfiehlt

Neue Düngeverordnung

Bayern: Große Bauernallianz gegen Schleppschuh

vor von Claus Mayer

In einem einzigartigen Schulterschluss stellen sich neun bayerische Landwirtschaftsverbände von Bauernverband bis AbL gegen die Pflicht zur bodennahen Gülleausbringung.

Premium

Im Interview mit Südplus erklärt Rudolf Rauscher, wie er sich gegen die Auflage wehren möchte, Gülle ab 2025 nur noch bodennah auszubringen. Gemeinsam mit weiteren Allgäuer Bauern hat er eine...

Artikel geschrieben von

Claus Mayer

Redakteur SÜDPLUS

Schreiben Sie Claus Mayer eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Lucia Egner

Reale betriebliche Meßergebnisse statt Berechnungen

Man fragt sich warum Dr. Mantel und co. so stur sind? Bei der Düngeberechnung werden betriebliche Ergebnisse der Gülleuntersuchung verwendet. Warum soll das bei der Ausbringung nicht auch funktionieren??? Wer belegen kann, dass seine Gülle mit Zusatz eine geringe Ausgasung hat, müsste von der bodennahen Ausbringung befreit werden. Leider sind aber die offiziellen Stellen noch nicht so weit. Sie haben die Verringerung der Emissionen nie gemessen, nur berechnet. Zeit wird´s dass mal reale Messergebnisse verwendet werden!

von Sabine Scheurlen-Hamel

Güllezusätze

Güllezusätze bringens wirklich! Warum setzten denn LfL und Regierung erst am Ende der Verfahrenskette an. Durch Fütterungsmanagment und einer Kombination von Güllezusätzen schaffen wir es heute sicher bereits am Anfang der Verfahrenskette nämlich schon im Stall die Ausgasungen von Ammoniak aus der Gülle sicher um 50 % und mehr zu reduzieren. Diese Reduktion setzt sich über die Lagerung und Ausbringung fort. Gefäßversuche zeigen, dass selbst die Nitratauswaschung um über 50% reduziert wird. Davon kann man als Politiker zur Erfüllung der Düngeverordnung und des Trinkwasserschutzes nur Träumen. Also bitte nicht durch drehen an Versuchen alles im Vorhinein zunichte machen, sonder sich selbst überzeugen. Natürliche Güllezusätze bringen es, und schützen darüber hinaus den Boden durch Humusanreicherung. Das schafft in der Summe keine Niederausbringtechnik.

von Thomas Folger

Warum wird die Zugabe von Wasser nicht zugelassen?

LfL und Ministerium verarschen uns mal wieder von hinten bis vorne. Sie selbst waren es, die uns schon vor Jahrzehnten gelehrt haben, dass das Bindungsvermögen durch die Zugabe von genügend Wasser mit Breitverteilung mindestens so gut abschneidet als die streifenförmige Ausbringung. Und das wird wohl das einzigste Verfahren sein, dass man einigermaßen sicher wissenschaftlich belegen kann. Aber da verdient keine Firma daran. Viele Landwirte lassen das Dachrinnenwasser in die Güllegrube zur Ammoniak-Bindung: gleiche Wirkung - aber gefördert wird nur die Industrie und teure Technik die den Boden zerstört, die Entartung unserer Grünlandbestände fördert, die Futterqualität sehr bedenklich werden läßt und mehr Energiebedarf mit sich zieht...

von Jens-Martin Keim

Emissionsminderung Grünland 4% - Armutszeugnis

Wir sollten uns schon darüber alle im Klaren sein, dass eine Emissionsreduktion NH3 mit Ausbringtechnik Schleppschuh gegenüber Breitverteilung bei 5 cm Graslänge bei gerade einmal 4% liegt !!!!! Das sind KTBL Studien - finanziert durch die Bundesrepublik !!! Das ist keine Hinterwaldstudie. NOCHMALS: 4 % !!!!! (in Worten VIER PROZENT) - Das ist der MEGA MEGA HAMMER - das rechtfertigt keinerlei Förderung der Ausbringtechnik - das fördert kein Klimaschutz und das rechtfertigt niemals, dass eine Landesregierung diese Ausbringtechnik finanziell mit EU Geldern noch unterstützt. Wir Bauern WOLLEN unseren Beitrag leisten - und wir werden ihn auch leisten. ABER in Sachen DüV MÜSSEN WIR am Tisch sitzen. BITTE: Fragt auf der Agritechnica JEDEN Fasshersteller, wieviel er belegbar an NH3 Emissionsreduktion nachweisen kann. Nicht einfach abspeisen lassen - ja wir sind die besten ....NEIN - ein ZERTIFIKAT zur EMISSIONSREDUKTION vorzeigen lassen!!! Das braucht jede Holzheizung jeder Verbrennungsmotor - darf gewissen Grenzen nicht übersteigen. Ökologisch nachhaltiges Katzenstreu weiß man auch nicht ob es funktioniert. Kohle wird in der Medizin zur Entgiftung eingesetzt. Aber bei Gülle kann es ja nicht wirken. WO SIND WIRD? FORSCHUNG UND WISSENSCHAFT - der Schlafmodus ist zu ende!

von Michael Lechner

Die Kirche im Dorf lassen

Herr Mantel , natürlich hat jeder seine Sichtweise auf die Dinge und das ist auch gut so. Aber wenn ich mir die von Ihnen vorgeschlagene Technik in der Praxis ansehe, fällt mir die starke Zunahme der Gemeinen Rispe in den Fahrspuren dieser PS-Monster auf die seit Jahren bei den Felderbegehungen verstärkt zu beobachten sind. Dabei ist es noch nicht einmal der Schleppschuh das Schlitzgerät oder der Breitverteiler, es sind die Faßgrößen die dann noch zusätzlich mit 2 Tonnen Ausbringtechnik belastet werden. Ein Einachstanker mit angebautem Schlitzgerät darf in Deutschland nicht einmal leer über die Teerstraße fahren, soll aber bodenschonend auf dem Feld sein? Ich bin froh daß sich einige Wenige noch Gedanken darüber machen ob es Alternativen gibt. Wenn diese noch nicht gefunden worden sind, sollte man umso intensiver daran forschen. Für die Hersteller von Gülletechnik wird die Welt deswegen nicht untergehen.

von Siegfried Mantel

Keiner muss mit Schleppschuh fahren, Güllezusätze bringen nichts sh. Untersuchungen Spitalhof 1999-2004st einschlitzen seit 92 Pflicht, beste Lösung fürs Günland

In den Niederlanden wird Gülle seit 1992 eingeschlitzt, der Schleppschlauch wurde dort 1989 verboten und der Schleppfuss mit Ausnahme von ca. 3 % Moorstandorten auch, seit 3 Jahren ist der Schleppfuss nun dort auch auf diesen Flächen verboten, da es heute selbst für diese Standorte hervoragende Schlitzgeräte wie Duport All Track oder den Samson TE oder das System von Schuitemaker gibt, das bei solchen Geräten auch aufwendigere Fässer not wendig sind ist klar, des wegen werden 70 % der Gülle in Holland von LU`s gefahren, aber Mähdrescher hat ja auch nicht jeder Landwirt. Die holländischen Landwirte produzieren mehr Milch als jemals zu vor und was das das Gülle und Nährstoffmanagement anbelangt viel umweltfreundlicher als Deutschland, die Nitratgehalte im Grundwasser wurden in den Niederlanden seit 1992 um mehr als 80 % reduziert, deswegen werden die Niederlande auch nicht von der EU verklagt, obwohl ihr Nitratgehalt immer noch höher ist als der Deutsche, aber Sie haben in 30 Jahren eine gigantische Reduktion erreicht trotz Steigerung der Milchproduktion um 25%. Diese Technik läuft in Deutschland auf einigen Betrieben schon seit mitte der Neunziger, es sind erfolgreiche Wachstumsbetriebe eilweise in Extremlagen und in Ihrem Umfeld schlitzen mittlerweile fast alle ein, verkauft hat diese Geräte Michael Horsch mit Wolfgang Nürnberger ab 1992, mit seinen Gülletracs. Am Spitalhof in Kempten(Allgei, oder Allgäu für die Ausländer) hatte ich das große Glück 2008 H. Rainer Schröpel, damals bereits 24 Jahre Leiter des Spitalhofes, kennen zu lernen einen absoluten Grünlandprofi und Düngungs- und Güllespezialisten, für einen Unterfranken aus dem Norden von Bayern eher ungewöhnlich oder eine Ehre. Rainer Schröpel hatte bereits zwischen 1999 und 2004 Exactversuche zu Güllezusätzen durchgeführt, das Ergebniss war in der Effizienz ernüchternd( bericht bei LFL zu habne oder bei mir), Gesteinsmehle und der Gleichen haben dann /kg ausgebrachten Stickstoff schlechtere Erträge gebracht wie unbehandelte Gülle, das Ablaufverhalten von der Narbe war nicht besser sonder teilweise schlechter als bei unbehandelt, einzig mit ASL behandelte Gülle zeigte ein besseres Ablaufverhalten und vor allem je Kg ausgebrachten Stickstoff aus Gülle und ASL deutlich höhere TM Erträge(ca. 14%) als bei CATOMIN oder Bioaktiv oder unbehandelt, bitte berücksichtigen Exactversuche mit damals einzigartiger Versuchstechnik, die heute als Standard in Deutschland gilt, sehr interessant das Rauscher (Initiator der Petition)und seine Kollegen, nicht mal die Ergebnisse ihres eigenen Versuchsgutes kennen, das sind Landwirte, da fällt mir nichts mehr dazu ein, doch aufhören. Den z. B. in Isny auch Allgäu, aber nicht mehr Bayern fahren die Betriebe Klaus Halder und C.+G.Maier GbR in Extremlagen mit einem Veenhuis 1-Achser mit Schlitzgerät incl. Nachsaateinrichtung seit 9 Jahren mit Topergebnissen, in diesem Jahr werden die Maiers in Verbindung mit Cultandüngung(12m Bodeninjektion mit Geländeanpassung) die 25-27to TM/ ha knacken(im Grünland). Ich vermute mal die Maiers haben in 10 Jahren auch noch Kühe. In den Versuchen der TUM von 2004-2008(Mehrerträge in der Injektion im Vergleich zur flächigen Ausbringung und sofortigen Einarbeitung bis 15%, nur zur Info Exactversuche die nicht wegen dem Düngesystem gemacht wurden(sondern wegen der Piadin Wirkung) aber auch im in der letzten Diplomarbeit in Triesdorf mit Abschluss 2011 wurde nach gewiesen das selbst unter den Bedingungen das der Landwirt mit dem eigenen Fass abends fährt und es wie dort in einem Fall 2 mm nachts regnet, es mit dem Schlitzgerät am Nächsten Tag früh um 9.30uhr bei Sonnenschein und schlecht eingestellt trotzdem 9 % höhere Weizenerträge mit 14% höheren Rohproteinerträgen gab, die Versuche wurden mit einem Standard Güllefass und Selbstfahrer gemacht. Es war eine Anlage mit 36 Parzellen wo auch KAS, Cultan mit HAS-Lösung, Ahl mit Spritze und Entec als Volldünger dabei war. In Franken, der Oberpfalz, im Allgäu, in Ober- und Niederbayern, Thüringen und Sachsen gibt es große und mittlere Milchviehbetriebe die teilweise auf Grenzstandorten (10-15 cm Boden bzw Steine), oder extrem tonige Standorte, oder anmoorige Standorte Gülle mit mit richtigen Gülleeinschlitzgeräten wie Veenhuis Euroject oder Duport All Track in Ihr Dauergrünland einschlitzen, teilweise seit 27 jahren, teilweise mit ASL in Mischung, auf jeden Fall erfolgreich, ein Landwirt (200Kühe ) sagte auf der Agritechnika 2015, 500 € je Kuh macht er damit gut, 15 % höher TM Erträge, höhere Protein, P und Calcium Gehalte, bessere Gärung weil reduktion Rohasche um 70 % im Verleich zu vor 2011, weniger Clostridien, weniger Keimzahlen in der Milch, weniger Pansenprobleme, niedrigere Tierarztkosten, 10-12 % höhere Milchleistung, der Betrieb kann Futterqualitäten optimal beurteilen, da das Gras in Großpacken gewickelt wird ebenso wie Luzerne. Keiner muß Schleppfüße verwenden, jeder kann einschlitzen und hat optimales Futter, wir nennen gerne Beispiele auch im Allgäu, die Technik ist für den 50 Kuhbetrieb sicher nicht alleine zu Stemmen, aber ich habe an einem Vortrag 2014 an der LMS in Landsberg genauso wie zum Lichtmeßtag (Praktikertag Milchviehaltung) gesagt, da müssen sich 4-5 Landwirte zusammentun(am besten 20Km entfernt wegen Pachtflächen), die solltenmit 250 Kühen das schaffen, 250x500€=125.000,-/Jahr damit läst sich optimal arbeiten, die passende Güllekette(incl. 350PS Traktor, super Einachser Ausbringer ) kostet 600.000€, abzüglich 5x eigenes Fass, üblich 12-15m³ mit Breitverteiler=600000-200000 = 400000 Mehrinvestitionskostenkosten auf 10 Jahre ist mit Nebenkosten ca. 64.000,-€ je Jahr bei 125.000€ mehr bei den Kühen ist 61.000€ mehr, geteilt durch 250 Kühe, ist netto über 240 € je Kuh ist bei 50 Kühe netto 12.500€ je Betrieb, bei mehr Kapitaleinsatz von von 80.000€ sind das netto 15% Rendite(die Kreditzinsen sind in den 16% je Jahr schon abgezogen). Fragen Halle 22 Stand A 30, im Übrigen wir können alle Arten von Fässern von Breitverteiler bis Schlitzgerät liefern, aber die Stoff-Strom Bilanz und die NEC Richtlinie lässt gar keine anderen Chancen, nur zur Info auch die Ammoniak Ausgasungen sind in den letzten 20 Jahren ausführlich abgecheckt worden(auch in Bayern). Halbwissen führt immer in die Sackgasse, der Rauscher und der Aiwanger stehen schon drin ?

von Erwin Imschloss

Schleppschuh kein Problem

Ich fahr seit 2 Jahren mit Schleppschuhen auf Äcker und und Wiesen. Ich konnte eine wesentlich bessere N-Wirkung feststellen und dadurch mein Düngerkonto entlasten. Die Wiesen müssen allerdings im Frühjahr abgeeggt werden. Außerdem dürfen die Ausbringmengen nicht zu groß sein, sonst wird die Grasnarbe geschädigt. Aber Wiesen sind sowieso nicht die Mülldeponie für Gülleüberschüsse!

von Matthias Zahn

@Keim

Vielen Dank für eure Arbeit!!!

von Rudolf Rößle

Gülle

für Grünland wird dann auf Dauer separiert werden oder Bodenprallteller werden kommen.

von Jakob Lechner

Güllezusätze bringen nichts???

Der Ansatz gerade bei den Gesteinsmehlen setzt eigentlich schon früher an. Die passenden Produkte mit futtermittelrechtlicher Zulassung und entsprechender Aufbereitung (Mahlfeinheit, Wasserfreiheit) (z. B. ZEOSAN) werden an die Tiere gefüttert und führen so schon zu der Verbesserung der Abläufe in der Verdauung, unterstützen die Darmgesundheit und verbessern die Futterverwertung und reduzieren dadurch schon die Ammoniakgehalte in der Gülle. Die Landesanstalt in Schwarzenau hat hierzu gerade im Ferkelbereich einen eindeutigen Versuch gefahren. Ergebnis wurde im BLW vom 25.01.2019 veröffentlicht

von Jens-Martin Keim

Güllezusätze bedürfen weiterer Forschung

Man möge doch bitte beachten, dass eine der Wiederholungsvarianten bei Gesteinsmehl bei den zitierten Versuchen der LFL bessere Ergebnisse erzielten, als die Schwefelsäure. Angreifbar sind die hohen Temperaturschwankungen während der biologischen Verstoffwechslung, die unrealistisch ist. Daher ist es zwingend notwendig, dass man dieses wichtige Thema nicht aufgrund einer einzigen fragwürdigen Masterarbeit abschließend beantwortet. Es ist festzustellen, dass in den letzen 15 Jahren eben KEINE Versuche und KEINE Wissenschaft in diesem Bereich in Bayern vorgenommen wurde. Es wurde einzig und allein darauf hingearbeitet, dass die technische Lösung im letzten Kettenglied umzusetzen ist. Die Politik und das Ministerium trägt Verantwortung. Daher bedarf es dringend weitere Forschung. Die Emissionsreduktion von NH3 kann bisher kein Fasshersteller schriftlich bestätigen. Wie kann das sein. Jeder Bauer sollte auf der Agritechnica auf die Hersteller zugehen und Sie diese zwei Fragen stellen: 1. Wieviel NH3 kann eure Technik reduzieren? 2. Könnt Ihr mir das bitte schriftlich bestätigen? Spätestens dann kommt die Politik in Erklärungsnot. Wissenschaft muss von der PRAXIS bestätigt werden können. Aktuell ist das nicht der Fall. SCHADE - warum eigentlich? Warum werden wir Bauern nicht mehr gehört?

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen