Einloggen / Registrieren

Startseite

Schlagzeilen
Messen & Termine
Themen
Wir für Euch
Sonstiges

Nässe auf den Feldern Stilllegung 2024 Güllesaison

topplus Borkenkäfer

Schadholzabfuhr stockt durch Corona

Im Schwarzwald stockt die Holzabfuhr, weil der Export nach Frankreich komplett zum Erliegen gekommen ist. Doch die Zeit drängt, denn die Borkenkäfergefahr steigt.

Lesezeit: 2 Minuten

Die Waldbesitzer im Südwesten plagt im dritten Jahr in Folge die Sorge massiver Holzschäden durch den Borkenkäfer. Auslöser ist diesmal aber die Corona-Krise. Denn durch die umfangreichen Grenzschließungen stockt derzeit die Abfuhr des Holzes aus dem Schwarzwald nach Frankreich. "Der Export ist komplett zum Erliegen gekommen, so dass die Sägewerke mangels Lagerkapazitäten ihren Betrieb reihenweise eingestellt haben", berichtet Bernhard Bolkart, Waldbesitzer und Vizepräsident des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes, BLHV, aus Schonach im Schwarzwald.

Es sei bisher zwar gelungen, Käfer- und Sturmholz im Privatwald gut aufzuschaffen. Aber noch immer liege je nach Region einiges an Schadholz in den Wäldern, so dass sich das Risiko eines großflächigen Borkenkäferbefalls jetzt mit jedem warmen Frühlingstag stärker zuspitzt. "Ich bin froh, um jeden kalt-nassen Tag, der uns wenigstens noch Zeit für die Aufarbeitung des Sturmholzes verschafft", sagt Bolkart auf Anfrage von top agrar-Südplus.

Newsletter bestellen

Das Wichtigste zum Thema Süd extra freitags per Mail!

Mit Eintragung zum Newsletter stimme ich der Nutzung meiner E-Mail-Adresse im Rahmen des gewählten Newsletters und zugehörigen Angeboten gemäß der AGBs und den Datenschutzhinweisen zu.

Anfang einer Spirale

Gerade für Privatwaldbesitzer sei es im Gegensatz zu Staatswald oder zu Kommunen schwierig, kurzfristig ein Nasslager zu organisieren. "Dafür eine Genehmigung zu bekommen, ist sehr schwer", so Bolkart. Eine deutliche Entlastung bringe derzeit nur die Öffnung des französischen Marktes. Die große Frage sei zudem, wie sich der Hausbau künftig entwickele, bei dem bisher viel Holz gefragt war: "Wir stehen am Anfang einer Spirale."

Erschwernisse durch Bürokratie

Umso dringender sei daher die Forderung an die Politik, dass auch Biobetriebe oder Betriebe mit der FAKT-Maßnahme "Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel" jetzt ausnahmsweise und einmalig ihre Holzpolter gegen den Nutzholzkäfer Lineatus spritzen dürften. "Für die Holzlagerung würde uns das eventuell bis zu den Sommerferien eine Entlastung bringen." schätzt Bolkart.

"Außerdem sollte diese Polterfläche dafür nicht extra aus dem Gemeinsamen Antrag herausgerechnet werden müssen, denn dieser Verwaltungsaufwand steht in keinem Verhältnis zur möglichen Einsparung an öffentlichen Mitteln", so Bolkart. Diese Forderung habe der BLHV bereits mehrfach beim MLR in Stuttgart vorgetragen, bisher jedoch ohne Erfolg.

Seien Sie der Erste der kommentiert!

Werden Sie top agrar-Abonnent und teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Lesern.
Jetzt abonnieren
Sie haben bereits ein Abonnement?
Jetzt einloggen.
top + top informiert ins Frühjahr

3 Monate top agrar Digital + gratis Wintermützen-Set + Gewinnchance für 19,80 €

Wie zufrieden sind Sie mit topagrar.com?

Was können wir noch verbessern?

Weitere Informationen zur Verarbeitung Ihrer Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Vielen Dank für Ihr Feedback!

Wir arbeiten stetig daran, Ihre Erfahrung mit topagrar.com zu verbessern. Dazu ist Ihre Meinung für uns unverzichtbar.