Agritechnica

CNH-Chef sieht Ende des Trends zu größeren Landmaschinen

Nach Einschätzung des CNH-Chefs sehen wir heute die größte Landtechnik auf den Feldern. In Zukunft werden die Maschinen kleiner, smarter und autonomer.

Der Vorstandsvorsitzende des global agierenden Landmaschinenkonzerns CNH Industrial, Hubertus Mühlhäuser, ist mit Blick auf eine weiter wachsende Weltbevölkerung grundsätzlich optimistisch, was die Aussichten für die Agrarwirtschaft betrifft. Er rechnet allerdings mit gravierenden Änderungen in der Art und Weise, wie in Zukunft Landwirtschaft betrieben wird.

Die Digitalisierung und Vernetzung der Landtechnik würden voranschreiten; dies und eine zunehmende Automatisierung der Technik würden den Trend zu immer größeren Landmaschinen beenden, erklärte Mühlhäuser auf der Agritechnica in Hannover.

Kleinere und zugleich klügere Maschinen werden nach Einschätzung des Unternehmenschefs den Personalbedarf auf den Agrarbetrieben schrumpfen lassen, wobei die fachlichen Anforderungen an die verbleibenden Mitarbeiter steigen dürften. Eine drängende Frage im Agrarsektor ist laut Mühlhäuser auch die nach dem Antrieb künftiger Landmaschinen. Ihm zufolge müssen wegen des CO2-Fußabdrucks herkömmlicher Motoren emissionsarme Alternativen zu den Dieselaggregaten gefunden werden. Großes Potential sieht der Vorstandschef bei Gasmotoren, die mit Biogas aus der Gülle- und Reststoffvergärung angetrieben werden.

Darüber hinaus warnte Mühlhäuser davor, die extensive und die intensive Landwirtschaft gegeneinander auszuspielen. Auch künftig hätten beide Bewirtschaftungsformen ihre Berechtigung. Allerdings müsse den Befürwortern klar sein, dass Produkte aus extensiver Agrarwirtschaft ihren Preis hätten. Notwendig sei dafür eine bessere Kommunikationsarbeit des Agrarsektors, so der Konzernchef. Hier stehe man vor dem Problem einer hochemotionalisierten Debatte, die kaum Fakten zulasse. Dennoch dürfe es hier keinen Wettbewerb der Emotionen geben, „denn diesen verlieren wir“, so Mühlhäusers Warnung.

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