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Pflanzensensor Isaria: Mehr Ertrag durch teilflächenspezifische Bewirtschaftung

Werden u. a. Dünger, Wachstumsregler und Pflanzenschutzmittel in Abhängigkeit von Biomasse und Stickstoffversorgung sensorgestützt ausgebracht, ergeben sich eindeutige Ertragsvorteile.

Lesezeit: 3 Minuten

Die teilflächenspezifische Bewirtschaftung mit dem Isaria-System soll gegenüber der schlageinheitlichen Bewirtschaftung bis zu 10 % höhere Erträge ermöglichen. Das bestätigen laut Fritzmeier Umwelttechnik praxisorientierte Feldversuche, in denen abhängig von Biomasse und Stickstoffaufnahme Ressourcen wie Stickstoff und Wachstumsregler appliziert wurden.

Applikationsmittel präzise ausbringen

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Pflanzen in unterschiedlichen Teilflächen eines Ackers haben einen unterschiedlichen Nährstoffbedarf, der sich mit dem bloßen Auge nicht erkennen lässt. Durch die Düngeverordnung und die jüngst wieder ausgeweiteten roten und gelben Gebiete werden die erlaubten Düngermengen und Düngezeiten zudem stark eingeschränkt. Genau hier setzt das Isaria-System an, mit Hilfe dessen Applikationsmittel präzise an der Stelle im Schlag ausgebracht werden können, wo sie von den Pflanzen benötigt werden.

Ziel der durchgeführten Feldversuche ist es, repräsentativ und unter praktischen Bedingungen den genauen Mehrertrag zu ermitteln, den die sensorbasierte Verteilung von Stickstoff und Wachstumsregler bringt. Isaria von Fritzmeier Umwelttechnik arbeitet dabei je nach Projekt mit Landwirten und Forschungsinstitutionen zusammen.

Ausschöpfung der Ertragspotentiale: Beispiel Kartoffel

2021 wurde ein Kartoffeldüngungs-Versuch in Norddeutschland circa 30 km südlich von Hamburg durchgeführt, 2022 im Landkreis München. Kernfragestellung war, wie viel Mehrertrag eine sensorgestützte Düngung abhängig von der aktuellen Stickstoffversorgung in Kartoffel bringt.

Bei der ersten Gabe wurde einheitlich 65 % des Gesamtdüngers ausgebracht, dieser Anteil fließt hauptsächlich in das Krautwachstum. Kurz vor Reihenschluss wurde die zweite Gabe mit circa 35 % der Stickstoffmenge teilflächenspezifisch verteilt. Diese Gabe bestimmt maßgeblich den Knollenertrag und den Stärkegehalt.

Das Ergebnis: Der Mehrertrag lag durch eine variable zweite Düngergabe in der Kartoffel beim Versuch von 2021 bei 27 dt/ha und beim Versuch 2022 bei 15 dt/ha. Der Stärkegehalt wurde nur unbedeutend beeinflusst.

Die sensorbasierte Düngung ist aber "nur" eines von mehreren Einsatzgebieten des Isaria-Systems im Kartoffelbau. Beispielsweise kann die Kraut- und Knollenfäule zu enormen Ertragseinbußen führen. Die Krankheit kann sich in Kartoffelbeständen vor allem bei feuchtwarmer Witterung sehr schnell ausbreiten. Zudem ist (aufgrund der günstigeren Bedingungen für das Pilzwachstum) der Krankheitsdruck in dichten Beständen höher als in dünnen Beständen. Weiterhin muss in dichten Beständen mehr Blattfläche geschützt werden als in dünnen.

Genau hier setzt die teilflächenspezifische Applikation an: in dünnen Beständen wird weniger appliziert - in dichten Beständen dagegen mehr. Eben genau so wie es der Krankheitsdruck erfordert.

Die Versuche wurden mit dem Pflanzensensor Isaria Pro Compact in Kombination mit dem Datenmanagement Isaria Connect durchgeführt.

Präzise Anwendung von Wachstumsregler: Beispiel Getreide

Im niedersächsischen Marxen wurde 2021 ein Schlag mit Winter-Triticale sowohl sensorbasiert als auch einheitlich mit Wachstumsregler behandelt. Ein ähnlicher Versuch folgte 2022 auf einem Winterweizen-Schlag im bayerischen Pliening. Bei beiden Versuchen ergab sich ein eindeutiger Ertragsvorteil , wenn Wachstumsregler abhängig von Biomasse und Stickstoffaufnahme sensorgestützt appliziert wurde: +4,4 dt/ha (Versuch 2022) bzw. +1,5 dt/ha (Versuch 2021) .

"Precision Farming ist eine Schlüsseltechnologie, um den aktuellen Herausforderungen im Pflanzenbau zu begegnen, da sie Ressourcen schont und Erträge erhöht. Landwirtschaftliche Betriebe jeder Größe können davon profitieren", sagt Bernhard Limbrunner, Leitung Produkt und Vertrieb für Isaria bei der Fritzmeier Umwelttechnik.

"Einige Tausend Euro können da allein innerhalb eines Jahres als finanzieller Vorteil zusammen kommen. Natürlich hängen die genauen Ertragsvorteile immer vom Einzelfall ab. Aber wie die Feldversuche zeigen, lässt sich sowohl im Norden als auch im Süden, auf homogenen wie auch stark heterogenen Schlägen ein deutlicher Mehrwert gegenüber der einheitlichen Applikation erwirtschaften."

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