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Erster Schnitt im Grünland

Claas: Kitzrettung mit Drohne, Cloud und Helfern

Drohnen mit Wärmebildkameras erlauben ein schnelles und sicheres Absuchen von Grasflächen vor dem Mähen. Claas arbeitet hier mit der DLR-Ausgründung thermal Drones zusammen.

Lesezeit: 3 Minuten

Als effektivstes Verfahren zur Wildtier- bzw. Kitzrettung beim ersten Schnitt im Grünland empfiehlt der Grünlandtechnikhersteller Claas drohnengeführte Wärmebildkameras. Diese Technik habe sich in den vergangenen Jahren als die effektivste Methode erwiesen. Hierzu hat Claas gemeinsam mit dem Unternehmen thermal Drones ein System entwickelt, das bereits seit dem Jahr 2019 auf dem Markt ist.

„Mehrere hundert Nutzer greifen mittlerweile auf unsere Technik zurück“, berichtet Dr. Martin Israel, einer der Gründer von thermal Drones. „Alleine 2022 wurde unsere Drohnen auf mehr als 10.000 Hektar zur Wildrettung eingesetzt. Dazu kommen weitere Flächen, die mit Drohnen gescannt wurden welche unsere Software nutzen.“ Das Ergebnis: 2.500 Wildtiere, davon etwa 90 % Rehkitze, sollen dadurch alleine 2022 lokalisiert, entnommen und gesichert werden sein. Neben Kitzen würden auch kleinere Tiere wie Fasanenküken oder Feldhasen erfolgreich detektiert.

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Kitzrettung auch in den Mittagsstunden möglich

Wie Claas mitteilt, sei mit der speziellen Software POIStudio selbst bei hochstehender Mittagssonne, wenn sich die Temperaturen von Tier und Umgebung nur noch wenig unterscheiden, ein sicherer Einsatz möglich.

Ein weiterer Vorteil sei die einfache Handhabung: Sind die Flächengrenzen einmal auf Satellitenbilder markiert, fliegt die Drohne automatisiert in etwa 50 bis 80 m Höhe mit einer Geschwindigkeit von etwa 30 km/h die Wiese ab. Alternativ sei auch immer eine manuelle Steuerung der Drohne möglich.

Die Flächenleistung geben Claas und thermal Drones mit bis zu 20 oder 30 ha pro Stunde an – unabhängig von der Steuerung.

Software findet Kitze im Gras, Helfer bergen sie

Die Wärmebildkamera speichert dabei im Sekundentakt Fotos mit den dazugehörigen GPS-Koordinaten auf einer SD-Speicherkarte, die im Nachhinein ausgewertet werden. Mit Hilfe von Softwarealgorithmen und Kontrastverstärkung erkenne die Software dabei, wo sich ein Kitz oder ein anderes Wildtier in der Deckung befindet und markiere die Position grafisch mit der genauen GPS-Koordinate.

Per Cloud-Anbindung lassen sich die Daten laut Claas dann auf Smartphones übertragen, sodass Helfer die Ablageorte gezielt ansteuern können. Dort fänden sie mit 95 bis 98 prozentiger Trefferquote auch tatsächlich Wildtiere.

Angepasste Mähstrategie weiterhin sinnvoll

Neben dem Absuchen per Drohne empfiehlt Claas weiterhin eine angepasste Mähstrategie, um weiteren Wildtierarten sichere Fluchtwege zu ermöglichen. Als besonders effektiv habe sich dabei die Teilung von Flächen durch Anschnitt in der Mitte und dem Mähen hin zur Flächengrenze erwiesen. Sollte die Fläche an einer viel befahrenen Flächen liegen, so sollte von der Straße beginnend in die Fläche hinein gemäht werden.

Eine erfolgreiche Wildvergrämung verspreche zudem die Strategie, die Flächen am Vorabend anzumähen. Bereits dadurch werde das Wildhabitat so verändert, dass der Fluchtinstinkt angeregt wird und Ricken ihre Kitze in vielen Fällen aus den Flächen führen. Dafür sollten angrenzend ausreichend geschützte Ablagemöglichkeiten für die Kitze zur Verfügung stehen.

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