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FRANZ-Projekt

Artenvielfalt funktioniert nicht mit der Gießkanne

Seit sechs Jahren testet das FRANZ-Projekt Maßnahmen für Artenvielfalt in der landwirtschaftlichen Praxis. Beim Besuch auf dem Demonstrationsbetrieb in Rheinland-Pfalz gibt es eine Zwischenbilanz.

Lesezeit: 3 Minuten

Seit mehr als sechs Jahren werden verschiedene Naturschutzmaßnahmen gemeinsam von Naturschützern und Landwirten – auch mit Blick auf ihre Wirtschaftlichkeit – im F.R.A.N.Z.-Projekt entwickelt und wissenschaftlich begleitet. Bei einem Besuch auf dem Demonstrationsbetrieb von Tobias Diehl in Heidesheim in Rheinland-Pfalz am Mittwoch hoben die Teilnehmenden den im Projekt gelebten „Dialog auf Augenhöhe“ in den Vordergrund.

Vor Ort zeigte sich die Rheinland-Pfälzische Landwirtschaftsministerin Daniela Schmitt beeindruckt von den bisherigen Ergebnissen. „Das Demonstrationsprojekt zeigt: Die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Naturschutz ist ein zentraler Bestandteil, wenn es darum geht, wertvolle Kulturlandschaft und Ressourcen zu erhalten und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit der Betriebe als auch Ernährungssicherheit zu gewährleisten. Obstbauern wie Herr Diehl sind daher wichtige Partner aus der Praxis und leisten einen wertvollen Beitrag für eine zukunftsfähige Landwirtschaft", sagte Schmitt.

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Kombination von Umweltmaßnahmen muss sinnvoll sein

Umweltmaßnahmen müssen sinnvoll kombiniert und vor allem an die jeweiligen lokalen Bedingungen angepasst werden. „Wenn Artenvielfalt in der Agrarlandschaft wirkungsvoll unterstützt werden soll, kann man nicht einfach mit der Gießkanne beliebig Umweltmaßnahmen darüber ausschütten“, sagte Dr. Johannes Merck, Vorstand der Umweltstiftung Michael Otto. Dies sei eine wichtige Erkenntnis der aktuellen F.R.A.N.Z. Zwischenbilanz.

Wirtschaftlich tragfähige Maßnahmen erzeugen Teilnahmebereitschaft

Der Präsident des Deutschen Bauerverbandes (DBV), Joachim Rukwied, hob hervor, dass die Praxistauglichkeit einer Maßnahme für Landwirte von entscheidender Bedeutung sei. „Dazu gehört die Integration in die Betriebsabläufe ebenso wie der ökonomische Erfolg. Nur wirtschaftlich tragfähige Maßnahmen erzeugen eine hohe Teilnahmebereitschaft bei den Betrieben“, sagte Rukwied.

Der ca. 300 Hektar große Betrieb von Tobias Diehl ist seit 2017 einer von zehn Demonstrationsbetrieben des Dialog- und Demonstrationsprojektes F.R.A.N.Z., das auf zehn Jahre angelegt ist und gemeinsam von der Umweltstiftung Michael Otto und dem Deutschen Bauernverband geleitet wird. Das Vorhaben wird von der Landwirtschaftlichen Rentenbank im Rahmen des Programms „Forschung für Innovation in der Agrarwirtschaft“ gefördert. Der Betrieb widmet sich neben dem Ackerbau den Sonderkulturen Wein und Obst. Die Flächen liegen sowohl in den Rheinauen, auf den Rheinterrassen als auch auf den Plateauflächen der Region. Auf ca. 7,4 % der Betriebsfläche werden im Rahmen des F.R.A.N.Z.-Projektes sechs verschiedene Naturschutzmaßnahmen umgesetzt, unter anderem Blühstreifen, blühende Vorgewende und Extensivgetreide.

Mehr Naturschutz in die Fläche bringen

„Wir müssen mehr Naturschutz in die Fläche bringen - nicht nur in Schutzgebieten, sondern auch in die genutzte Fläche. Das geht nur mit einer konstruktiven und guten Kommunikation zwischen Landwirtschaft und Naturschutz. Dafür ist F.R.A.N.Z. ein wegweisender Ansatz und auch ein sehr erfolgreiches Projekt", sagte die ebenso angereiste Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Sabine Riewenherm.

Die Teilnehmenden halten den im Projekt gelebten engen Austausch zwischen allen beteiligten Akteuren aus Politik, Landwirtschaft und Naturschutz für notwendig. Dies müsse zukünftig weiter gefördert werden, um die erfolgreich erprobten, praxistauglichen und wirtschaftlich tragfähigen Naturschutzmaßnahmen in die Breite zu tragen.

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