Biomitmachtagung 2030

Biofuttersoja gesucht, Saatgut knapp

Bei der Biomitmachtagung in Groß Behnitz war auch der Sojaanbau Thema. Welche Sorten sich wofür eignen und wie sich der Anbau gestaltet, schilderten die Redner.

Wenn Bio-Soja anbauen, dann Futterware, so der einhellige Tenor auf der Biomitmachtagung 2030 am 26.2.2020 in Groß Behnitz. So berichtete Louisa von Münchhausen vom Bio-Vermarkter Gut Rosenkrantz von Preisen von rund 70 €/dt. Allerdings ist das Saatgut knapp.

Einblicke in den Soja-Anbau gab Landwirt Christian Eiblmair von der Öko-Agrargesellschaft Wesenberg in Mecklenburg-Vorpommern. Großer Vorteil der Sojabohne sei ihre Unempfindlichkeit gegen Insekten. Ganz wichtig sei, die Sojabohne nicht zu früh zu säen, da sie sehr frostempfindlich sei.

Eiblmaier drillt 000-Sorten (frühreif) in 37,5 cm Reihen mit 60.000 Körnern/ha. "So wächst der Bestand schnell dicht, und ich habe weniger Licht für das Unkrautwachstum im Bestand," berichtet der Landwirt. Beim Drusch könne es durchaus von Vorteil sein, nicht zu warten, bis alle Bohnen trocken genug seien, weil zu diesem Zeitpunkt oft schon viele Schoten geplatzt seien. "Hier lohnt es sich, lieber die Trocknungskosten auf sich zu nehmen." Ertraglich liegen Sojabohnen bei rund 30 dt/ha.

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