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Fruchtfolge 2025 Afrikanische Schweinepest Hochwasser

topplus Humus-Klima-Tag

Graben Zwischenfrüchte der Hauptkultur das Wasser ab?

Treten Zwischenfrüchte mit der Folgekultur in Wasserkonkurrenz? Nicht, wenn der Bestand richtig geführt wird. Worauf Ackerbauern jetzt achten sollten.

Lesezeit: 2 Minuten

Zwischenfrüchte brauchen Wasser – da ist die Sorge nicht weit, dass dies zulasten der Haupt- und Folgekulturen geht. Doch diese Rechnung ist nicht ganz richtig, sagt Lena Käsbauer vom Beratungsunternehmen farmtasting consulting. Wenn die Bestandsführung stimmt, könnten sogar alle Folgepflanzen von der Zwischenfrucht profitieren.

Erosionsschutz und besseres Wasserhaltevermögen

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Wie Käsbauer beim ersten Humus-Klima-Tag heute in Berlin erläuterte, sorgen Zwischenfrüchte grundsätzlich für ein besseres Wasserhaltevermögen der bewachsenen Fläche. Gleichzeitig werde Erosion gemindert und das Wasser über die Wurzelkanäle besser im Boden verteilt. Der Bewuchs reduziere gleichzeitig die Verdunstung und fördere das Bodenleben.

Hinzu kommen laut Käsbauer:

  • Eine bessere Nährstoffverfügbarkeit für die Hauptfrucht

  • Günstige phytosanitäre Wirkung

  • Bodenbelüftung

  • Humusaufbau

  • Nahrung für Nützlinge

Spätere Vorteile überwiegen

Bleibt die Frage des Wasserverbrauchs und der Versorgungsbilanz auf der Ackerfläche. Laut einer Studie des Deutschen Wetterdienstes (DWD) liegt der Bodenwassergehalt auf Flächen mit Zwischenfrüchten im 8-Jahresmittel bis zu, Abfrieren oder Mulchen der Pflanzen tatsächlich um 8 bis 12 % niedriger als auf Bracheflächen.

Käsbauer wendet allerdings ein, dass die Vorteile dennoch überwiegen. Laut der DWD-Studie liege der Bodenwassergehalt bei Zwischenfrucht-Flächen fast in der gesamten Hauptvegetationszeit auf demselben Niveau wie auf Flächen mit vorheriger Brache. Die nachfolgende Frucht habe damit effektiv nicht weniger Wasser zur Verfügung. Dementsprechend zeige ein mehrjähriger Feldversuch der LFS Hollabrunn bei Körnermais, Sommergerste und Zuckerrübe auch keine signifikanten Ertragsunterschiede zwischen Flächen mit Zwischenfrucht und Brache im Vorlauf.

Zwischenfrüchte nicht vor Winter umbrechen

Dafür müssen laut Käsbauer aber einige Spielregeln eingehalten werden. So dürfe die Zwischenfrucht keinesfalls vor dem Winter umgebrochen werden. Ansonsten könne sie wegen der Zerstörung der Wurzeln/Wasserkanäle nicht zum Auffüllen der Bodenwasservorräte beitragen. Nicht vergessen werden dürfe die Funktion der Zwischenfrüchte als „Schneefänger“, was automatisch mehr Wasser auf die Fläche bringe und in den Boden leite.

Umgekehrt sollten die Bestände zum Frühjahr hin abgefroren sein oder zeitnah mechanisch beseitigt werden, betont Käsbauer. Wachse der Bestand weiter, fange auch die Verdunstung wieder an, was negativ in der Wasserbilanz der Hauptkultur zu Buche schlage. Unterm Strich spreche aber auch aus ackerbaulicher Sicht deutlich mehr für Zwischenfrüchte als dagegen.

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