Einloggen / Registrieren

Startseite

Schlagzeilen
Messen & Termine
Themen
Wir für Euch
Sonstiges

Nässe auf den Feldern Stilllegung 2024 Güllesaison

Forschung

Hinweise auf verändertes Brutverhalten von Bienen unter Neonikotinoid-Einfluss

Neonikotinoide wirken auf das Nervensystem der Bienen, haben Forscher jetzt erneut gezeigt. Bereits geringe Dosen führten dazu, dass die Ammenbienen die Larven kürzer fütterten.

Lesezeit: 2 Minuten

Einen negativen Effekt von Neonikotinoiden auf das Brutverhalten von Honigbienen haben Forscher am Institut für Bienenkunde der Polytechnischen Gesellschaft Oberursel nachgewiesen.

Wie die der Universität Frankfurt berichtete, stellten die Wissenschaftler fest, dass Ammenbienen unter dem Einfluss solcher Wirkstoffe die Larven seltener fütterten, was bei den Larven zu einer verlangsamten Entwicklung führte. Eine längere Entwicklungszeit im Stock könne jedoch den Befall mit Bienenschädlingen wie der Varroa-Milbe begünstigen, erklärten die Forscher.

Newsletter bestellen

Das Wichtigste zum Thema Ackerbau dienstags per Mail!

Mit Eintragung zum Newsletter stimme ich der Nutzung meiner E-Mail-Adresse im Rahmen des gewählten Newsletters und zugehörigen Angeboten gemäß der AGBs und den Datenschutzhinweisen zu.

Nach den Ergebnissen ihrer computergestützten Videoanalyse führen bereits geringe Dosen der Neonikotinoide Thiacloprid oder Clothianidin dazu, dass die Ammenbienen an einigen Tagen der sechstägigen Larvenentwicklung weniger häufig und somit kürzer fütterten. Manche der so aufgezogenen Bienenlarven hätten bis zu zehn Stunden länger bis zum Verschluss ihrer Zelle mit einem Wachsdeckel benötigt; dieser Vorgang markiert den Beginn der Verpuppung.

„Neonikotinoide wirken auf das Nervensystem der Bienen, indem sie den Rezeptor für den Nerven-Botenstoff Acetylcholin blockieren“, erläuterte Dr. Paul Siefert vom Institut für Bienenkunde Oberursel. Es sei allerdings noch zu klären, ob die Verzögerung der Larvenentwicklung auch auf eine Verhaltensstörung der brutpflegenden Bienen zurückzuführen sei oder ob sich die Larven durch veränderten Futtersaft langsamer entwickelten.

„Wir wissen aus anderen Studien aus unserer Arbeitsgruppe“, so Siefert, „dass sich durch Neonikotinoide die Konzentration von Acetylcholin im Futtersaft verringert“. Andererseits habe man beobachtet, dass sich bei höheren Dosierungen auch die frühe Embryonalentwicklung im Ei verlängert, in einem Zeitraum also, in dem noch nicht gefüttert werde. Weitere Studien müssten klären, welche Faktoren hier zusammenwirkten.

18

Bereits 18 Leser haben kommentiert!

Werden Sie top agrar-Abonnent und teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Lesern.
Jetzt abonnieren
Sie haben bereits ein Abonnement?
Jetzt einloggen.
top + Das Abo, das sich rechnet!

3 Monate top agrar Digital + gratis Wintermützen-Set + Gewinnchance für 19,80 €!

Wie zufrieden sind Sie mit topagrar.com?

Was können wir noch verbessern?

Weitere Informationen zur Verarbeitung Ihrer Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Vielen Dank für Ihr Feedback!

Wir arbeiten stetig daran, Ihre Erfahrung mit topagrar.com zu verbessern. Dazu ist Ihre Meinung für uns unverzichtbar.