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BayWa in Insolvenzgefahr Ernte 2024 GAP-Vereinfachungen

Lavendel verschimmelt

Kräftiger Regen und Gewitter im Anmarsch - Getreideernte muss weiter warten

Herbst statt Sommermärchen: Die Landwirte stehen mit den Mähdreschern in den Startlöchern und würden gerne weitermachen. In Brandenburg ist die halbe Gerstenernte schon drin. So wird das Agrarwetter.

Lesezeit: 6 Minuten

Eher herbstlich denn sommerlich zeigt sich das aktuelle Erntewetter. Wo möglich, haben die Landwirte erste Gerstenschläge geerntet.

Mit gemischten Gefühlen blicken z.B. Brandenburgs Bauern auf die diesjährige Getreideerntesaison. Beim offiziellen Start der Getreideernte in Calau (Oberspreewald-Lausitz) berichtete Bauernpräsident Henrik Wendorff von Erwartungen unter dem Durchschnitt.

Denn die Wintergerste ist in Brandenburg schon zur Hälfte unter Dach. Statt wie sonst durchschnittlich 2,3 Mio. t t Getreide erwartet Wendorff in diesem Jahr 2,1 Mio. t. Damit seien die Landwirte "vielleicht nicht ganz" zufrieden, so der Bauernpräsident laut rbb. Grund ist das teils extreme Wetter der vergangenen Monate. Starkregenereignisse und harte Spätfröste im Frühjahr haben laut dem Bauernverband auch Brandenburgs Getreidekulturen geschädigt.

"Wir hoffen natürlich, dass uns die Hauptanbaukultur der Brandenburger Getreidearten, der Winterweizen, einen guten Ertrag bringt", so Wendorff weiter. Er hoffe auch, dass dieser Qualität bringe. Es sei aber schwierig, eine generelle Prognose für das ganze Land abzugeben, weil es in Brandenburg regional große Unterschiede gebe.

BBV sensibilisiert wegen Verkehrsbehinderungen

Auch in Bayern waren erste Mähdrescher unterwegs. Hier bittet der BBV alle Verkehrsteilnehmer um besondere Umsicht. In der Pflicht seien aber auch die Fahrer auf den Erntemaschinen und Traktoren: „Grundsätzlich gilt: Seien Sie sich der Größe und Geschwindigkeit Ihrer Fahrzeuge bewusst, um Unfälle zu vermeiden“, so BBV-Generalsekretär Carl von Butler.

Zudem könnten herabfallendes Erntegut oder grobe Fahrbahnverschmutzungen die Verkehrssicherheit gefährden. Landwirte sind daher angehalten, unbedingt auf die ordnungsgemäße Ladungssicherung zu achten und beispielsweise Erdbrocken zeitnah von der Fahrbahn zu entfernen.

Lavendel-Ernte in Sachsen-Anhalt droht das Aus

Beinahe komplett ins Wasser scheint dagegen die Lavendel-Ernte in Osterburg (Sachsen-Anhalt) zu fallen. Der MDR war bei einer Landwirtin zu Besuch, die den Großteil der Blüten schon abgeschrieben hat. Es hat einfach zu viel geregnet in den vergangenen Tagen. Durch die Nässe haben die Blüten Schimmel, so dass sie nicht mehr zu Lavendel-Öl gepresst werden können.

Noch tragen die Pflanzen etliche Blüten. Sie müssen in dieser Woche geerntet werden. Wenn etwa die halbe Blüte aufgegangen sei, sei das der beste Zeitpunkt, erfuhr der MDR weiter. Dann befinde sich am meisten Lavendel-Öl darin. Früher oder später zu ernten, würde keinen Sinn ergeben: Vorige Woche seien die Blüten noch nicht so weit gewesen, in der kommenden Woche seien sie schon verblüht. Es bleibe nur ein sehr knappes Zeitfenster von wenigen Tagen für die Ernte.

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Und so wird das Agrarwetter der kommenden Woche

Heute in der Südhälfte bei Zwischenhocheinfluss freundlich, sonst unter Tiefdruckeinfluss wechselhaft. Morgen zieht ein kleiräumiges Tief von England über die Nordsee nach Dänemark, es sorgt verbreitet für starke Gewitter, lokal auch für Unwettergewitter und an der Nordsee für schwere Sturmböen.

In der Nacht zum Samstag in der Nordwesthälfte bei starker Bewölkung schauerartiger Regen. Sonst wolkig oder gering bewölkt, nach Süden zu auch klar, niederschlagsfrei. Tiefstwerte 17 bis 10 Grad. An den Küste Windböen.

Samstag

Am Samstag im Nordwesten stärker bewölkt und schauerartiger, teils gewittriger Regen. Sonst im Tagesverlauf von Westen und Südwesten ausbreitend Schauer und Gewitter. Vereinzelt unwetterartige Gewitter mit Starkregen, Sturmböen und Hagel. Länger heiter und trocken im Osten. Höchstwerte zwischen 20 Grad an der Nordsee und um 31 Grad in der Lausitz und in Südostbayern. Mäßiger, im Westen und Nordwesten auch frischer West- bis Südwestwind mit starken bis stürmischen Böen, an der Nordsee Sturmböen.

In der Nacht zum Sonntag in der Südosthälfte teils schauerartig verstärkter Regen, anfangs gewittrig, gebietsweise Starkregen. Im Nordseeumfeld bei vielen Wolken einzelne Schauer, dazwischen wolkig oder gering bewölkt und weitgehend niederschlagsfrei. Temperaturminima zwischen 16 Grad an der Neiße und bis 6 Grad in der Eifel. Im Küstenumfeld noch teils frischer und stark böiger Wind, exponiert Sturmböen, nachlassend.

Sonntag

Am Sonntag im Südosten dicht bewölkt, zeitweiliger, gebietsweise auch kräftiger Regen. Im Nordwesten im Tagesverlauf Schauer und einzelne Gewitter. Sonst teils sonnig und trocken. Höchsttemperatur zwischen 17 und 23 Grad. Im Süden schwacher, sonst mäßiger, an den Küsten frischer und stark böiger Wind aus Südwest bis West.

In der Nacht zum Montag vor allem südlich der Donau noch zeitweise Regen, anfangs gewittrig, im Nachtverlauf meist abklingend. Dazu auch einzelne Schauer im Norden. Sonst verbreitet größere Wolkenlücken und meist trocken. Tiefstwerte zwischen 14 und 7 Grad.

Montag

Am Montag im Nordwesten häufig stark bewölkt und einzelne Schauer. Auch im Alpenraum im Tagesverlauf örtlich Schauer oder einzelne Gewitter. Sonst meist trocken und heiter bis wolkig. Höchstwerte 18 bis 25, im Osten und Süden bis 27 Grad. Schwacher Wind aus unterschiedlichen Richtungen.

In der Nacht zum Dienstag in der Südosthälfte gering, sonst wechselnd bewölkt, zum Morgen im Norden und Westen erste Schauer. Temperaturrückgang auf 16 bis 11 Grad.

Dienstag

Am Dienstag wechselnd bewölkt, vor allem zunächst in den westlichen Landesteilen etwas Regen. Im Tagesverlauf ostwärts ausbreitend zunehmend Schauer und Gewitter mit Starkregengefahr, örtlich unwetterartig. Am längsten trocken im Osten. Höchsttemperatur meist zwischen 23 und 28 Grad, an der See etwas kühler, im Südosten lokal bis knapp 30 Grad. Abseits von Schauern und Gewitter meist schwacher bis mäßiger Wind aus West bis Südwest.

In der Nacht zum Mittwoch meist abklingende Schauer, anfangs noch Gewitter. Tiefstwerte 18 bis 12 Grad.

Mittwoch

Am Mittwoch wechselnd bewölkt, im Tagesverlauf erneut auflebende Schauer- und Gewittertätigkeit, lokal Starkregen mit Unwettergefahr. Am Nachmittag von Nordwesten her Beruhigung. Erwärmung auf 25 bis 31 Grad, nur an der See sowie im Nordwesten unter 25 Grad. Abseits der Gewitter schwacher bis mäßiger Wind aus West bis Nordwest.

In der Nacht zum Donnerstag im Osten und Südosten anfangs noch Schauer und einzelne Gewitter, langsam abklingend. Sonst größere Auflockerungen, trocken. Abkühlung auf 17 bis 11 Grad.

Donnerstag

Am Donnerstag wolkig bis heiter, im Norden tagsüber vereinzelt leichter Regen, sonst meist niederschlagsfrei. Gegen Abend im Westen und Nordwesten vermehrt Schauer. Höchstwerte von Nordwest nach Südost 21 bis 29 Grad. Dazu meist schwacher Wind aus westlicher Richtung.

In der Nacht zum Freitag vom Westen über den Nordwesten bis in den Nordosten Schauer, mit geringer Wahrscheinlichkeit einzelne Gewitter. Nach Südosten hin niederschlagsfrei. Tiefstwerte 16 bis 11 Grad.

Trendprognose 12. bis 14. Juli

Von Freitag bis Sonntag wechselhaft mit Sonne, Wolken, Schauern und einzelnen Gewittern. Gefahr von Starkregen. Anfangs noch sommerlich warm, im Verlauf zurückgehende Temperatur.

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