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Landwirtschaft im Dilaog

Landwirtschaftliche Innovationen – Wir brauchen unverstellten Blick auf die Realität

Auch in Deutschland gehe die Innovation in großen Schritten voran. Prof. Hensels Fazit: "Schwarzmalen ist nicht angesagt. Statt German Angst erleben wir hierzulande oft ein Klagen auf hohem Niveau."

Lesezeit: 3 Minuten

Können wir es uns angesichts der Klima- und Ernährungskrise überhaupt leisten, auf moderne Technologien, wie z.B. CRISPR, zu verzichten? Wir wollen mit prominenten Expertinnen und Experten die Situation skizzieren und darüber diskutieren, wie eine innovative Landwirtschaft aussehen könnte, die das Ziel mehr Nachhaltigkeit und Biodiversität bei gleichzeitig höherer Produktivität erreicht. Zudem soll es darum gehen, welche Rahmenbedingungen für die Umsetzung erforderlich sind. Die Branche braucht jetzt zügig Weichenstellungen. Bei unserer Veranstaltung aus der Reihe „Landwirtschaft im Dialog“ in Berlin wollen wir am 23. November 2022 ab 19.30 Uhr mit prominenten Expertinnen und Experten über das Thema diskutieren. Wir haben vorab mit Prof. Dr. Dr. Andreas Hensel vom Bundesinstitut für Risikobewertung gesprochen.

Prof. Hensel, es erstaunt, wie skeptisch die Deutschen der modernen Landwirtschaft gegenüberstehen und welch hoher Anspruch nach Sicherheitsmaßnahmen an die Politik gerichtet wird. Woher kommt die Angst der Menschen?

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Prof. Hensel: Die Gewährleistung von Sicherheit ist eine der vornehmsten Aufgaben des Staats. Sicherheit ist die Abwesenheit von Risiken. Dort, wo sich Risiken auftürmen wie Gebirge, kann es einem angst und bange werden. Mit Angst kennen wir uns beim Bundesinstitut für Risikobewertung aus. Als einzige Bundesbehörde forschen wir wissenschaftlich zur Wahrnehmung von Gefahren und Risiken durch die Verbraucher – kurz: zu Ihrer aller Angst. Die Grundprinzipien dieser Wahrnehmung sind evolutionär bestimmt. Das Gefühl ist somit universell.

Haben die Deutschen ein besonderes Verhältnis zur Angst – sind wir überängstlich bei dem Wohlstand, den wir genießen?

Prof. Hensel: Es gibt keine deutschlandspezifische German Angst. Irrationale Ängste gibt es weltweit. Landesspezifisch ist hingegen, worauf sich diese Angst richtet. Dies hängt stark davon ab, welche persönlichen Kapazitäten Verbraucher in ihre Angst investieren können.

Worauf richtet sich die Angst in anderen Ländern?

Prof. Hensel: In vielen Partnerländern meines Instituts ist es die Angst um die Ernährungssicherheit: Habe ich morgen überhaupt noch Brot auf dem Tisch? In Deutschland hingegen richten sich wohlstandsbedingt überschüssige Angstkapazitäten auf Themen mit in Wirklichkeit absurd niedrigen Risiken.

Lähmt das unsere Innovationskraft?

Prof. Hensel: Auch in Deutschland geht die Innovation in großen Schritten weiter voran; wir werden in der Podiumsdiskussion mehr dazu hören. Mein Fazit: Schwarzmalen ist nicht angesagt. Statt German Angst erleben wir hierzulande oft ein Klagen und Meckern auf hohem Niveau. Als zuständiger Leiter einer Bundesbehörde sage ich: Die Risiken bewerten wir; für die möglichen Chancen braucht es einen klaren und unverstellten Blick auf die Realität.

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