Klimawandel

LfL stellt digitale Konzepte im Pflanzenbau vor

Im Hinblick auf den Klimawandel muss die Landwirtschaft ihre Landnutzung und -bewirtschaftung anpassen. Die LfL unterstützt hierbei durch digitale Technologien.

Der Klimawandel ist derzeit die größte globale Herausforderung der Menschheit. Weltweit werden bereits heute steigende Temperaturen, veränderte Niederschläge und zunehmende oder bisher unbekannte Wetterextreme beobachtet. In der Landwirtschaft fehlt immer häufiger das Niederschlagswasser für das Wachstum der Kulturpflanzen.

Zusammenarbeit mit LfL-Partnern

„Die Landwirtschaft und insbesondere der Pflanzenbau sind vom Klimawandel direkt und unmittelbar betroffen. Der Pflanzenbau ist zugleich aber auch Teil der Lösung“, so Stephan Sedlmayer, Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL). Vielversprechende Lösungen sind eine klimaschonende Lebensmittelerzeugung mit weniger Treibhausgasemissionen, der Trend zu nachwachsenden Rohstoffen und Bioenergie, die biologischen Senken für CO2 in Mooren oder Wäldern und eine regionale Erzeugung mit kurzen Transportwegen. Daran arbeitet die LfL gemeinsam mit ihren Partnern, der Arbeitsgemeinschaft Landtechnik und Landwirtschaftliches Bauwesen in Bayern e.V. (ALB), dem Kuratorium der Bayerischen Maschinen- und Betriebshilfsringe e.V. sowie dem Landeskuratorium für pflanzliche Erzeugung.

Präzise Wetterdaten für die Landwirtschaft

Ergänzend zum Deutschen Wetterdienst hat die LfL das Agrarmeteorologische Messnetz mit 140 Stationen in ganz Bayern etabliert. Die regionalen Wetterdaten bilden eine wertvolle Basis für Managemententscheidungen im Pflanzenbau, und sie sind rund um die Uhr abrufbar. Sie helfen, zum richtigen Zeitpunkt und mit der optimalen Wassermenge die Kartoffeln zu bewässern, oder die Entwicklung von Pilzkrankheiten in den Getreidebeständen vorherzusagen. Getreide wird nur dann mit Pflanzenschutzmitteln behandelt, wenn es bedroht ist. Die Wetterdaten der LfL sind die wichtigste Basis für Prognosemodelle im Pflanzenschutz.

So zeigten auch die Getreideversuche mit den Modellen, dass in der Wintergerste und im Winterweizen eine einzige Fungizidbehandlung ausreichte, um die Bestände gesund zu erhalten. Auch beim Hopfen haben Prognosemodelle eine wichtige Funktion nach dem Leitsatz „weniger ist oft mehr“. Wir müssen Wasser, Nährstoffe und Pflanzenschutzmittel sparsam einsetzen, zum Schutz für Pflanzen, Umwelt und Natur.


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