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Wie drei Höfe in Bayern erfolgreich Soziale Landwirtschaft betreiben

Bauernhofkindergarten, Auszeithof und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung: Bäuerinnen aus Bayern präsentierten internationalen Experten ihre Höfe mit Sozialer Landwirtschaft.

Lesezeit: 3 Minuten

Im Rahmen eines internationalen Treffens haben Teilnehmer des Erasmus-Projektes Social Farming (SoFar) drei Höfe in Franken besucht, die Landwirtschaft mit Sozialer Arbeit kombinieren.

Beschäftigung von Menschen mit Behinderung

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Der Naturlandhof Derleth in Salz im Landkreis Rhön-Grabfeld beschäftigt beschäftigt Christian, einen Menschen mit geistiger Behinderung, im Rahmen von einem Außenarbeitsplatz der Lebenshilfe. Christian ist bei der Lebenshilfe sozial abgesichert und Familie Derleth bezahlt an die Sozialeinrichtung für die Arbeit von Christian. Der junge Mann ist voll in der Familie integriert. Strahlend und selbstbewusst zeigte er, welche Aufgaben er täglich pflichtbewusst leistet. Er fühlt sich auf seinem Außenarbeitsplatz sichtlich wohl, obwohl er täglich je eine Stunde Busfahrt zur Hin- und Rückfahrt zu seiner Wohnung zurücklegt.

Integrativer Kindergarten auf Bauernhof

Landwirtin und Heilpädagogin Ruth Bayer hat mit ihrem Mann Martin in Buch am Wald, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, einen Integrations-Bauernhofkindergarten eingerichtet. Träger des Kindergartens „Der kleine Hof“ mit 20 Plätzen ist ein gemeinnütziger Verein. Ruth Bayer ist als Leiterin des Kindergartens beim Träger angestellt. Zusätzlich wurden weitere vier Arbeitsplätze für Frauen, z. T. in Teilzeit, geschaffen.

Die Kinder finden u.a. im Bauwagen Platz, der vom Trägerverein für rund 80.000 Euro bezahlt wurde. Auf dem ca. 2.000 m2 befindet sich neben einem großen Matsch- und Sandspielplatz, ein Garten, der von den Kindern ganzjährig betreut und gepflegt wird. Die Kinder versorgen zudem täglich verschiedene Kleintiere, die in einem alten Stall untergebracht sind. Für den Alltag lernen die Kinder sogar mit Werkzeug, wie Hammer, Säge oder Feile umgehen.

Ruth Bayer erzielt Einkünfte aus dem Gehalt als Kindergartenleiterin sowie aus der Miete für die Nutzung der Flächen am Hof und für Dienstleistungen für den Kindergarten. Der Trägerverein übernimmt die gesamte Verwaltung des Bauernhof-Kindergartens.

Erlebnis- und Auszeithof

Kerstin Scherer betreibt einen Erlebnis- und Auszeithof in Oberickelsheim im Landkreis Neustadt/Aisch. Sie lädt Kinder, Erwachsene, Senioren und Demenzkranke auf ihren „Jacobshof“ ein, damit sie die Landwirtschaft näher kennenlernen. Sie zeigt u. a die verschiedenen Feldfrüchte, die sie auf dem Hof anbaut.

Sehr lehrreich ist ihr Programm des „Pfannkuchenwegs“. Station für Station stellt sie die Zutaten des Pfannkuchen vor und erklärt, wie sie diese produziert und verarbeitet. Am Schluss werden dann Pfannkuchen gebacken und gemeinsam verspeist. Wenn Kerstin Scherer Schulklassen führt, erhält sie für ein dreistündiges Erlebnisprogramm 220 € vom bayerischen Landwirtschaftsministerium. Für ein kurzes Programm für Senioren, Demenzkranke und pflegende Angehörige als Auszeithof bekommt sie 160 € vom Verein Soziale Landwirtschaft Bayern e.V., das wiederum vom Bayerischen Demenzfonds gefördert wird.

Teilnehmer aus vier Ländern

Die Teilnehmer des Treffens, die aus Portugal, Slowenien und der Türkei kamen, berichteten auch von der Sozialen Landwirtschaft in ihren Ländern. Aus Slowenien und aus Portugal nahmen Gründer und soziale Unternehmer teil, die Menschen mit Behinderung in ihren Ökobetrieben beschäftigen. Organisiert wurde das Treffen von Dr. Viktoria Lofner-Meir vom Verein Soziale Landwirtschaft Bayern e.V.  

Kompetenzen von Frauen fördern

Ziel des Projekts SoFar ist, die Situation im Bereich der Sozialen Landwirtschaft zu analysieren und notwendige Kompetenzen besonders von Frauen im ländlichen Raum zu fördern. Bäuerinnen und Frauen im ländlichen Raum sollen qualifiziert werden, um in der Sozialen Landwirtschaft unternehmerisch erfolgreich zu sein.

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