Einloggen / Registrieren

Startseite

Schlagzeilen
Messen & Termine
Themen
Wir für Euch
Sonstiges

Nässe auf den Feldern Stilllegung 2024 Güllesaison

topplus Leserfrage

Flächen nach der Hofübergabe verkaufen: Wie rückwirkende Erbschaftsteuer vermeiden?

Verkaufen Sie Flächen nach einer Hofübergabe, haben Sie verschiedene Möglichkeiten, damit nicht rückwirkend Erbschaftsteuer anfällt.

Lesezeit: 2 Minuten

Frage:

Ich habe den Betrieb meiner Eltern zum 1.1.2021 übernommen (85%ige Verschonung). Die Gemeinde möchte im nächsten Jahr eine Fläche von mir erwerben. Welche Möglichkeit gibt es, damit ich nicht rückwirkend Erbschaftsteuer zahlen muss? Ist vielleicht ein Tausch des Grundstückes sinnvoller?

Antwort:

Haben Sie den landwirtschaftlichen Betrieb lebzeitig übertragen bekommen, so unterliegt die vorweggenommene Erbfolge bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer der Verschonung. In Ihrem Fall bleiben 85 % des Betriebsvermögens steuerfrei, wenn Sie den Betrieb im Ganzen oder teilweise fünf Jahre lang nach der Übertragung nicht verkaufen (Behaltensfrist).

Die Hofübergabe erfolgte bei Ihnen zum 1.1.2021, sodass die Behaltensfrist mit dem 31.12.2025 abläuft. Verkaufen Sie innerhalb dieser Zeit Flächen an die Gemeinde, so steht Ihnen eine Reinvestitionsmöglichkeit innerhalb von sechs Monaten zur Verfügung. Die Reinvestition kann in ein anderes land- und forstwirtschaftliches Vermögen oder auch zur Tilgung betrieblicher Schulden erfolgen. Das Gesetz sieht es aber als schädlich an, wenn begünstigtes landwirtschaftliches Vermögen verkauft wird und die Reinvestition in gewerbliches Vermögen erfolgt.

Flächentausch sinnvoll?

Tauschen Sie nun die Flächen mit der Gemeinde und ist die eingetauschte Fläche land- und forstwirtschaftliches Vermögen, so stellt dies eine zulässige Reinvestition dar. Ist eine Reinvestition nicht möglich, würde beim Verkauf eines Teils der Flächen nur diese Fläche rückwirkend mit dem Bodenrichtwert abzüglich eines Liquidationsanteils von 10 % bewertet und nur insoweit würde die Verschonung wegfallen. D. h. verkaufen Sie Anfang 2024, würden zwei Fünftel der Verschonung für diese Fläche wegfallen.

Unser Experte: Arno Ruffer, Steuerberater, BSB-Steuerberatungsgesellschaft mbH, Münster, NRW

Haben auch Sie eine Leserfrage? Wir helfen Ihnen gerne weiter! Schicken Sie uns Ihre Frage an leserfragen@topagrar.com

Mehr zu dem Thema

Seien Sie der Erste der kommentiert!

Werden Sie top agrar-Abonnent und teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Lesern.
Jetzt abonnieren
Sie haben bereits ein Abonnement?
Jetzt einloggen.
top + Das Abo, das sich rechnet!

3 Monate top agrar Digital + gratis Wintermützen-Set + Gewinnchance für 19,80 €!

Wie zufrieden sind Sie mit topagrar.com?

Was können wir noch verbessern?

Weitere Informationen zur Verarbeitung Ihrer Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Vielen Dank für Ihr Feedback!

Wir arbeiten stetig daran, Ihre Erfahrung mit topagrar.com zu verbessern. Dazu ist Ihre Meinung für uns unverzichtbar.