Einloggen / Registrieren

Startseite

Schlagzeilen
Newsletter
Messen & Termine
Themen
Wir für Euch
Heftarchiv
Sonstiges

Nässe auf den Feldern Europawahl 2024 DLG-Feldtage 2024

topplus Energiestatistik

Ökostrom in Deutschland und Europa im ersten Quartal 2021 rückläufig

Wenig Sonne und Wind haben die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien reduziert. Trotzdem deckten die Erneuerbaren 40 % des Stromverbrauchs. Der BDEW fordert mehr Speicher.

Lesezeit: 3 Minuten

Im ersten Quartal dieses Jahres gab es kaum Wind und nur wenig Sonne. Trotz dieser ungünstigen Wetterbedingungen deckten erneuerbare Energien 40 % des Stromverbrauchs. Das zeigen vorläufige Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Zum Vergleich: Im Gesamtjahr 2020 hatten die Erneuerbaren Energien einen Anteil von 46 Prozent am Stromverbrauch. Zu Jahresbeginn 2020, der extrem windreich war, stammten sogar rund 52 Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien. Im Jahr 2021 war es hingegen vor allem in den Monaten Januar und Februar in weiten Teilen Deutschlands ungewöhnlich windstill. Der hieraus resultierende Rückgang der Stromerzeugung konnte durch die neu hinzugekommenen Wind- und Photovoltaikanlagen nicht aufgefangen werden.

Rückgang um 24 % gegenüber 2021

Das Wichtigste zum Thema Energie freitags, alle 4 Wochen per Mail!

Mit Eintragung zum Newsletter stimme ich der Nutzung meiner E-Mail-Adresse im Rahmen des gewählten Newsletters und zugehörigen Angeboten gemäß der AGBs und den Datenschutzhinweisen zu.

Im ersten Quartal 2021 ist die Ökostromerzeugung in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr (Q1 2020) um 24 %zurückgegangen. Insbesondere die Stromerzeugung aus Windenergie fällt deutlich schwächer aus als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus einer ersten Auswertung von Daten der europäischen Netzbetreiber (ÜNB) durch das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) hervor (Datenstand: 01.04.2021). Der Rückgang entfällt größtenteils auf eine witterungsbedingt geringere Windstrom-Produktion, da die Monate Januar und Februar 2021 deutlich windschwächer ausgefallen sind als im windstarken Vorjahreszeitraum. Auch die Stromerzeugung aus Biomasse und Wasserkraft geht im ersten Quartal 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich zurück.

Mehr Strom aus Kohle

Bei der konventionellen Stromerzeugung ist laut IWR im ersten Quartal 2021 ein Anstieg um 21 %auf 74,1 Mrd. kWh zu verzeichnen. Während aus Kohle und Gas mehr Strom produziert und eingespeist wurde, bleibt die Stromerzeugung aus Atomenergie im Vergleich zum Vorjahr konstant. In den EU-Staaten fällt die Ökostromproduktion mit etwa 240 Mrd. kWh im ersten Quartal 2021 um 13 % auf niedriger aus als im Vorjahresquartal (Q1 2020: rd. 280 Mrd. kWh). Der Rückgang geht fast ausschließlich auf die Windenergienutzung zurück.

BDEW: "Bessere Förderung von Speichern nötig"

„Die Zahlen führen uns vor Augen, wie wichtig die Entwicklung leistungsstarker Speichertechnologien ist, um Phasen mit ungünstigen Wetterverhältnissen ausgleichen zu können“, erklärt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Notwendig sei daher eine technologieoffene Förderung und eine nachhaltige Perspektive für Investitionen in Energiespeicher. Ein Hemmnis ist zudem die Doppelbelastung des gespeicherten Stroms, der aktuell zum einen bei der Einspeisung in den Speicher und ein zweites Mal bei der späteren Nutzung mit Gebühren belegt werde. Das sei weder nachvollziehbar noch zielführend.

Aber auch beim Ausbau der Erneuerbaren sei mehr Tempo nötig: „Insbesondere der Zubau der Windenergie an Land verläuft aktuell viel zu langsam. In den vergangenen drei Jahren ist er um fast drei Viertel eingebrochen. Um das Ruder herumzureißen, brauchen wir schnellere Genehmigungsverfahren, mehr Flächen für Windräder und eine Vereinfachung des Repowerings an bestehenden Standorten“, fordert Andreae.Dies bekräftigt auch Prof. Dr. Frithjof Staiß, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des ZSW, zumal er davon ausgeht, dass der Stromverbrauch aufgrund einer wachsenden Nachfrage im Bereich der Elektromobilität und der Elektrifizierung von Industrieprozessen sowie durch die Verbreitung von Wärmepumpen in Zukunft deutlich steigen wird. „Umso wichtiger ist es daher, dass die Bundesregierung den bis 2030 geplanten Ausbaupfad für die Erneuerbaren Energien nach oben revidiert und die Voraussetzungen für eine neue Wachstumsdynamik der regenerativen Stromerzeugung schafft. Auch vor dem Hintergrund der zu erwartenden Anhebung des Klimaschutzziels für 2030 auf europäischer Ebene ist hier schnelles Handeln gefragt “, so der ZSW-Vorstand.

top + Willkommensangebot: 3 Monate für je 3,30€

Alle digitalen Inhalte und Vorteile eines top agrar Abos

Wie zufrieden sind Sie mit topagrar.com?

Was können wir noch verbessern?

Weitere Informationen zur Verarbeitung Ihrer Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Vielen Dank für Ihr Feedback!

Wir arbeiten stetig daran, Ihre Erfahrung mit topagrar.com zu verbessern. Dazu ist Ihre Meinung für uns unverzichtbar.