Biokraftstoffe

Biodiesel weiter unter Druck Premium

Die Einfuhren von Biodiesel aus Übersee sind sprunghaft angestiegen. Zudem hat die EU in dier Woche eine Regelung verabschiedet, mit der die Anrechnung konventioneller Kraftstoffe auf die EU-Klimaziele erschwert werden.

Im Kalenderjahr 2018 sind die Einfuhren an Biodiesel inkl. HVO (hydrierte Pflanzenöle) um über 50 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Waren es 2017 rund 790.000 t, überschritt das Volumen 2018 mit 1,2 Mio. t deutlich die Millionen-Grenze. Auslöser war das überreichliche Angebot an subventioniertem und daher preisgünstigem Biodiesel aus Argentinien. Ähnliches befürchtet die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (UFOP) nun auch nach Abschluss des laufenden Antisubventionsverfahrens der EU-Kommission gegen Indonesien.

Niederlande und Belgien sind die wichtigsten Lieferanten

Hauptlieferland für Deutschland bleiben die Niederlande. Von dort stammen 2018 über 620.000 t Biodiesel/HVO und somit mehr als doppelt so viel wie im Jahr zuvor. Als größter Produzent von HVO (1,2 Mio. t in 2018) exportieren die Niederlande den größten Teil, denn nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) beträgt der inländische Verbrauch weniger als 400.000 t Biodiesel/HVO im Jahr.

Zusätzliche Importe aus Übersee kamen über die Drehscheibe der Häfen an der Nordseeküste: Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen (oft abgekürzt als „ARA“) in den deutschen Markt. ...

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Artikel geschrieben von

Hinrich Neumann

Redakteur Energie

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