Power-to-Gas

Bundeswirtschaftsministerium will Erdgas durch Wasserstoff ersetzen Premium

Bundeswirtschaftsminister Altmaier will bis Ende August ein Konzept vorlegen, um mit „grünen“ Gasen Erdgas im Verkehr, in der Industrie und in Gebäuden zu ersetzen.

Die Bundesregierung will Wasserstoff bei der Energiewende stärker in den Fokus rücken. Das berichtet das Handelsblatt, dem dazu ein Papier aus dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) vorliegt. Das BMWi hatte mit der Energiewirtschaft und der Industrie einen Dialogprozess geführt und die Bedeutung gasförmiger Energieträger in den Sektoren Verkehr, Industrie, Gebäude und Stromerzeugung erörtert. Laut Handelsblatt sieht das BMWi gasförmige Energieträger als festen und langfristigen Bestandteil der Energiewende. Strombasierte Gase könnten Erdgas kontinuierlich ersetzen, insbesondere nach 2030.

Bis Ende August will das Ministerium hierzu ein Konzept vorlegen und die Pläne im Oktober präsentieren, heißt es in dem Bericht. Die Bedeutung von fossilem Erdgas würde zwar ab 2030 kontinuierlich abnehmen. Allerdings könnte die Beimischung von Wasserstoff oder klimaneutralem Methan die CO₂-Bilanz von Erdgas verbessern.

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Artikel geschrieben von

Hinrich Neumann

Redakteur Energie

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Diskussionen zum Artikel

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von Jens Geveke

Wasserstoff als Energieträger uns Vorstufe zu Methan hat Zukunft (so wie oben beschrieben)

Jede Energieform hat bestimmte Energieverluste. Auch Benzin muss mit ordentlich Strom erst raffiniert werden, damit es aus Rohöl nutzbar ist. Zur Wasserstoffproduktion sollen jedoch Strommengen verwendet werden, die zwangsläufig in wind-oder sonnenstarken Stunden produziert werden. Dann kann man die Netze "normaler" auslegen und den überschüssigen Strom dadurch speichern. Somit kann man die Energieverluste auch akzeptieren. Wasserstoff greift alle bekannten Materialien an, bzw. geht hindurch. Daher ist die Menge auf 8% oder etwas mehr Anteile Wasserstoff im Methannetz begrenzt. Wenn man allerdings Wasserstoff und CO2 aus der Luft (Biomassekraftwerke) zusammenbringt, dann kann man Methan CH4 daraus produzieren (PowertoX) und sogar zu 100% in das Erdgasnetz einspeisen. Sicherlich kostet das auch wieder Energie, jedoch kann man dann zu 100% die vorhandenen Netze nutzen. Mit einer Gasleistung kann man 10x soviel Energie nach Süddeutschland transportieren, wie mit einer Stromleitung und hat das Verfügungsproblem auch gelöst. Wenn man das betrachtet, dann darf man ruhig etwas mehr Energie in die Produkton stecken.

von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

Wasserstoff hat keine Zukunft!!

es wurde mittlerweile von vielen Wissenschaftlern festgestellt, dass Wasserstoff keine Zukunft hat. Strom in Wasserstoff umzuwandeln bedeutet einen Energieverlust von mehr als 50%. Außerdem greift Wasserstoff alle bislang bekannten Materialien an und kann somit nicht gelagert werden.

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