E-Mobilität

Elektroautos sollen günstiger als Verbrenner sein

Dank staatlicher Förderung und geringer Unterhaltskosten sollen E-Autos auf fünf Jahre betrachtet schon jetzt günstiger sein als ihre konventionellen Gegenstücke. Die Käufer wollen trotzdem nicht...

Schon heute sollen Elektroautos insgesamt kostengünstiger im Betrieb sein als vergleichbare Verbrenner. Das hat Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft im Auftrag der Grünen in einer Studie herausgefunden.

Im Schnitt soll der Kostenvorteil 12 % betragen, berichten Medien wie z.B. Spiegel Online am Montag. Gründe seien geringere Fix- und Werkstattkosten, Steuervorteile und der erhöhte Umweltbonus in Höhe von 6.000 Euro für ein neues E-Auto, sofern es nicht teurer ist als 40.000 Euro.

Die Fachleute hatten in ihrer Untersuchung sechs reine Elektrowagen aus verschiedenen Segmenten ihren entsprechenden Verbrenner-PKW gegenübergestellt. Nutzt man ein E-Fahrzeug fünf Jahre und fährt jährlich 15.000 km zeigte sich je nach Modell ein absoluter Kostenvorteil zwischen 720 Euro beim BMW i3s und 24.540 Euro beim Tesla Model 3, so das Ergebnis. Käufer eines VW e-Golf könnten 6.360 Euro sparen. Die hohen Unterschiede beim BMW und beim Tesla sollen übrigens durch den hohen Wertverlust der vergleichbaren Verbrenner zustande kommen.

Trotz dieser optimistischen Feststellung sei die mögliche Ersparnis aber noch nicht ausreichend, damit Kunden umsteigen, heißt es weiter. Denn noch wiege die geringe Reichweite und das schlechte Ladenetz samt langer Ladezeiten schwerer.

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Diskussionen zum Artikel

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von Franz Utz

und wenn

jeder sein e-Vehikel an der Steckdose anstöpselt dann gute Nacht.Erst dann geht vielen ein lichtlein auf das der Strom nicht automatisch aus der Steckdose kommt.Desweitern wer viel mit dem Autoanhänger unterwegs ist hat ganz schnell ein Problem das der Ladezustand enorm abnimmt und die Reichweite minimal ist.

von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

Zwickmühle

Die Autoindustrie steckt in einer Zwickmühle: für die nächsten Jahre wird der von der Politik vorgegebene durchschnittliche CO² Ausstoß pro verkauftem Neuwagen immer weiter sinken. Das bedeutet im Umkehrschluss, wenn sich der CO² Ausstoß der Verbrenner nicht entsprechend reduziert, muss der Anteil der verkauften E-Autos steigen, da diese Fahrzeuge offiziell als CO² neutral eingestuft sind. Daher wird von allen Seiten der Verkauf der E-Fahrzeuge propagiert. Dabei sind sie als Neuwagen schlichtweg zu teuer!! - und der Wertverlust in den ersten Jahren ist enorm. Autos wie z.B. Tesla Model S werden nach einer Laufzeit von 5 Jahren und einem Anschaffungspreis bei 80 - 100.000 Euro noch mit ca. 30-40.000 Euro gehandelt. Die durchschnittlichen Kosten pro Kilometer hat jemand bei Youtube mit 25 Cent beziffert. Jetzt kann man sich auch vorstellen warum alle Autohersteller auf die E-Technologie setzen. Am Ende setzen sie aber, nach meiner Meinung, auf das falsche Pferd und sind zum Scheitern verdammt zumal in China die Zahl der neu zugelassenen E-Autos rückläufig ist. Was das bedeutet sollte man sich lieber nicht ausmalen?!.

von Rudolf Rößle

E- Autos

sind wie bei der Einführung des Computers total überteuert. Wer weiß, ob nicht Chinaautos den deutschen Herstellern Preisbeine machen müssen.

von Rudolf Rößle

Schwabenländle

im Privatbereich werden die E-Autos und Speichereinheiten in den nächsten Jahren Standard werden. Standorterzeugter und verbrauchter regenerativer Strom muss auch eine deutlich geringere Stromsteuer bekommen.

von Christian Bothe

E-Mobile?

Was soll denn auch aus dem Hause der Grünen anderes kommen? Die schlechte Umweltbilanz der E-Autos in seiner Gesamtheit wurde mehrfach nachgewiesen, zuletzt sogar bei 3sat...Das ist nichts weiter wie ein momentaner Hype und angebliche Automobilisten fallen darauf rein. Der Verbrenner mit seinem gegenwärtigen Know-how wird auch über 2030 hinaus noch gebaut werden und die LW kann Alternativkraftstoffe produzieren und die Industrie synthetische als Ergänzung.Ich denke die E-mobile werden ein Nischendasein fristen...

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