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Europäischer Emissionshandel: Weniger Emissionen aus deutschen Anlagen

Nach einem Bericht der Deutschen Emissionshandelsstelle ist der Rückgang der Emissionen maßgeblich auf Minderungen in der Energiewirtschaft zurückzuführen.

Lesezeit: 2 Minuten

2020 emittierten die 1.817 im Europäischen Emissionshandelssystem (EU-ETS) erfassten stationären Anlagen in Deutschland rund 320 Mio. t Kohlendioxid-Äquivalente (CO₂-Äq). Dies entspricht einem Rückgang um 12 % gegenüber 2019 und einem Rückgang um 33 % gegenüber 2013, dem ersten Jahr der dritten Handelsperiode. Das berichtet die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt (UBA) ausführlich in ihrem aktuellen Bericht über die Treibhausgasemissionen der emissionshandelspflichtigen stationären Anlagen und im Luftverkehr für Deutschland im Jahr 2020 (VET-Bericht 2020). Der Rückgang der Emissionen geht maßgeblich auf Minderungen in der Energiewirtschaft zurück. Aufgrund der konjunkturellen Lage durch die COVID-19-Pandemie gingen auch die Emissionen der energieintensiven Industrie das zweite Mal im Verlauf der dritten Handelsperiode zurück.

Kohleausstieg macht sich bemerkbar

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„In diesem besonderen Jahr macht sich der Pandemie-Effekt bemerkbar und insbesondere im Bereich der Industrieanlagen dürfte der Emissionsrückgang nicht nachhaltig sein. Hier brauchen wir dringend weitere Anstrengungen und eine anspruchsvolle Dekarbonisierungsstrategie“, sagt Dirk Messner, Präsident des UBA. Dass Klimapolitik bereits wirke, zeige sich vor allem im Energiesektor, wo der Kohleausstieg sehr gut vorankomme. „Hier macht sich auch die Reform des Europäischen Emissionshandels aus dem Jahr 2018 bemerkbar, die zu deutlich höheren CO₂-Preisen geführt hat. Dieser Erfolg macht Mut für die große Aufgabe, den Emissionshandel an dem neuen europäischen Klimaschutzziel für 2030 auszurichten“, so Messner.

Die Rückgänge im Energiesektor

Im Jahr 2020 gingen die Emissionen der deutschen Energieanlagen im Vergleich zum Vorjahr um etwa 15 % auf 207 Mio. t Kohlendioxid zurück. Damit beschleunigte sich der relativ starke Rückgang der Emissionen in der Energiewirtschaft aus dem Vorjahr weiter. Maßgeblich für den Rückgang waren die in 2020 abnehmenden Stein- und Braunkohleemissionen. Die Anteile von Braunkohle und Erdgas an der Bruttostromerzeugung Deutschlands lagen gemäß Daten der AG Energiebilanzen 2020 erstmals gleichauf bei 16 %, während Steinkohle nur noch einen Anteil von etwa 7 % hatte.

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