Photovoltaik

Module schützen Beeren vor Hitze und Hagel

In der Nähe von Paderborn ist eine neuartige Photovoltaikanlage über Früchten zum Selbstpflücken in Betrieb gegangen.

Beerenfrüchte wie Heidel-, Him- oder Brombeeren sind bei Verbrauchern sehr beliebt, gerade zum Selbstpflücken. Doch nicht überall ist die Witterung geeignet, die Früchte unter freiem Himmel anzubauen. So auch im Betrieb Karthaus in der Nähe von Paderborn: Er hat einen Teil seiner Anbaufläche mit einem besonderen Gewächshaus überbaut. Zum einen kann die offene Anlage wie jedes normale Gewächhaus im Frühjahr mit Folie geschlossen werden, um Nachtfröste auszuschließen und Wärme zu speichern.

Zum anderen ist auf dem Dach mit 4200 m² eine Photovotaikanlage mit 750 kW installiert. Die lichtdurchlässigen Module wurden extra für diesen Zweck entwickelt. Die Anlage auf 3,5 m Höhe erzeugt nicht nur Strom, sondern spendet auch Schatten oder schützt die Pflanzen vor Hagel oder Starkregen.

Spezielle Kühlung installiert

Gleichzeitig soll der Schatten den Boden vor dem Austrocknen bei starker Trockenheit bewahren. Für den Sommer ist zudem eine Kühlung installiert. Sie erfolgt durch die Verdunstung von Wasser. Das ist an diesem Standort gespeichertes Regenwasser. Das ganze System soll jedoch später vor allem an Küsten und in Gegenden mit versalzenem Grundwasser eingesetzt werden und kann dann auch salzfreie kalte und feuchte Luft mit Hilfe von Salzwasser herstellen. Mithilfe der Wasserverdunstung wird die Luft bis zu 15°C abgekühlt und hat dann eine relative Luftfeuchtigkeit von 99%.

Ein kalter feuchter Luftstrom auf der Rückseite der Module soll dafür sorgen, dass sie auch bei starker Sonneneinstrahlung im Sommer im optimalen Temperaturbereich arbeiten. Dank der Kühlung können die Solarmodule bis zu 20% mehr Strom für den Verkauf erzeugen. Außerdem würde sich die Lebenserwartung der Module deutlich erhöhen, verspricht der Entwickler, die ewind Betreiber- und Vertriebs- GmbH (http://irrigationnets.com/).

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