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Netzausbau

Netzbetreiber setzen auf Erdkabel mit höherer Leistung

Für die Stromtrasse „Südlink“ verwenden die Übertragungsnetzbetreiber kunststoffisolierte Erdkabel mit 525 Kilovolt Spannung.

Lesezeit: 2 Minuten

Die Übertragungsnetzbetreiber TenneT und TransnetBW haben für das Energiewendeprojekt „Südlink“ kunststoffisolierte Erdkabel in Auftrag gegeben. Für die Lieferung und Verlegung der Erdkabel wurden die Firmen NKT GmbH & Co. KG und Prysmian PowerLink S.r.I. beauftragt. Das Vergabevolumen liegt bei rund zwei Milliarden Euro. „SuedLink wird zukünftig das Rückgrat der Energiewende in Deutschland bilden. Mit den Aufträgen für die Gleichstrom-Erdkabel gehen wir nun von der Planung zur Realisierung dieser wichtigen Stromverbindung über“, sagte Tim Meyerjürgens, Geschäftsführer von TenneT. Für die geplanten vier Gigawatt Übertragungskapazität zwischen Schleswig-Holstein, Bayern und Baden-Württemberg werden rund 2.500 km Kabel benötigt.

Weniger Kabel nötig

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Nach erfolgreichen Präqualifikationstests mehrerer Kabelhersteller werden TenneT und TransnetBW kunststoffisolierte Gleichstromerdkabel mit einer Spannungsebene von 525 Kilovolt einsetzen, da diese durch die hohe Spannung mehr Leistung übertragen können. Zudem halbiert sich im Vergleich zur Spannungsebene mit 320 Kilovolt die Anzahl der benötigten Kabel. Dank geringerer Übertragungsverluste und geringerer Tiefbauarbeiten sollen die Kabel neben wirtschaftlichen Vorteilen die Landschaft mehr schonen.

Die technische Eignung und Betriebssicherheit der 525-Kilovolt-Kabel wurde zuvor in einer langjährigen Testphase mehrerer Kabelhersteller erprobt. Unter praxisnahen Bedingungen wurden die Kabel wiederholt verschiedenen Belastungen ausgesetzt.

Die beiden Kabelhersteller übernehmen sämtliche Arbeiten. Diese umfassen die Auslegung, Herstellung, Logistik, Installation der Erdkabel in die vorbereiteten Gräben und Querungen sowie die Montage der Verbindungsmuffen und der Endverschlüsse und der abschließenden Hochspannungsprüfung des Kabelsystems.

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