Freiflächen-Photovoltaikanlagen

Kriterien für Solarparks im Einklang mit Natur und Landwirtschaft

Der Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft hat eine Checkliste zur „guten Planung“ von Solarparks entwickelt. Sie soll dazu beitragen, der aufkeimenden Kritik zu begegnen.

Während neue Windparks in Deutschland aktuell Fehlanzeige sind, erlebt die Photovoltaik starken Aufwind: Vor allem bei Freiflächenanlagen. Denn Solarstrom lässt sich damit zu Preisen von rund 4 ct/kWh erzeugen. Damit sind die Anlagen nicht unbedingt auf eine Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) angewiesen, wie die wachsende Zahl an Stromlieferverträgen (PPA) zwischen Anlagenbetreiber und Abnehmern beweist. „DIe Entwicklung ist atemberaubend und eine große Chance für die Gesellschaft“, erklärte Claus Wattendrup, beim Energieversorger Vattenfall zuständig für Photovoltaik und Speicher. Freiflächenanlagen könnten – neben dem Ausbau auf Dächern - für ein starkes Wachstum bei der Solarstromerzeugung in Deutschland sorgen. Wären ausreichend Speicher vorhanden, könnten Anlagen auf 2 bis 3 % der landwirtschaftlichen Fläche den Strombedarf in ganz Deutschland decken, erklärte Wattendrup in einem Pressegespräch des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft (bne) am Dienstag.

Boom löst Kritik aus

Die Situation hat zu einem neuen Boom beim Bau von Solarparks geführt. Wie schon im Jahr 2012 wächst die Sorge vor einem möglichen Imageschaden der immer größer werdenden Projekte. Kritik kommt auch aus der Landwirtschaft. Während viele Betriebe von Pachteinnahmen profitieren, kritisieren Verbandsvertreter die...


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