Wildpflanzen

Preis für Artenschutzinitiative: 120 ha Blühpflanzen für die Biogasanlage

Die BiogasBlühfelder Rhön-Grabfeld gehören zu den Gewinnern des Bundeswettbewerbs für insektenfreundliche Landwirtschaft.

Energie erzeugen und gleichzeitig Biodiversität fördern? Dass das geht, zeigen die BiogasBlühfelder im bayerischen Landkreis Rhön-Grabfeld. Landwirte bauen dort auf 120 ha Blühpflanzen für die Biogaserzeugung an. So setzen sie beispielsweise als Alternative zu Mais die Energiepflanzenmischung „Veitshöchheimer Hanfmix“ ein, die aus 30 mehrjährigen Wild- und Kulturpflanzen besteht. Artenvielfalt und der Blütenreichtum, die dabei entstehen, kommen vor allem Insekten zugute. An der Kooperation beteiligen sich der BUND Naturschutz und der Bayerische Bauernverband, das Unternehmen Agrokraft GmbH koordiniert das Vorhaben. Wissenschaftliche Begleituntersuchungen zeigen, dass das Projekt eine große Wirkung entfaltet. „Es ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie konventionelle Landwirtschaft und Naturschutz in Einklang gebracht werden können“, teilt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mit.

Gewinner beim Wettbewerb Land.Vielfalt.Leben.

Aus diesem Grund gehört das Projekt zu den Gewinnern des Wettbewerbs „Land.Vielfalt.Leben.“ des BMEL. Mit dem Bundeswettbewerb für insektenfreundliche Landwirtschaft zeichnet das Ministerium Betriebe und Initiativen aus, die sich aktiv für die Erhaltung und Stärkung der biologischen Vielfalt in der Landwirtschaft einsetzen. „Es freut uns ganz besonders, dass unsere Kooperation aus über 150 Bewerbern ausgewählt wurde“, sagt Projektleiterin Michaela Stäblein.

Die mit 5000 € dotierte Auszeichnung wurde bei der digitalen Preisverleihung am 22.06.2021 von Bundesministerin Julia Klöckner überreicht. Stellvertretend für alle teilnehmenden Landwirte und Projektpartner haben Margit Ziegler, Lena Ziegler und Michaela Stäblein die Urkunde virtuell entgegengenommen.

Weitere Informationen zu dem Preis und den anderen Gewinnern erhalten Sie hier.


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