Kein LNG-Terminal

Uniper will statt Fracking-LNG Wasserstoff und Ammoniak importieren

Der Energiekonzern Uniper verabschiedet sich vom LNG-Terminal in Wilhelmshaven. Die Deutsche Umwelthilfe sieht auch die LNG-Pläne in Stade und Brunsbüttel vor dem Aus.

Uniper will unter dem Namen „Green Wilhelmshaven“ einen nationalen Knotenpunkt für Wasserstoff in Wilhelmshaven aufbauen und arbeitet an einer entsprechenden Machbarkeitsstudie. Dagegen hat Uniper die Pläne aufgegeben, am Standort Wilhelmshaven ein schwimmendes Importterminal für verflüssigtes Erdgas (LNG) zu errichten. Ein Markttest zur Bekundung verbindlichen Interesses hatte im Oktober 2020 gezeigt, dass es im LNG-Markt derzeit zu wenig Interesse an der langfristigen Buchung großer LNG Regas-Kapazitäten in Deutschland gäbe.

Import von grünem Ammoniak

Das aus dem E.ON-Konzern hervorgegangene Unternehmen, das heute mehrheitlich dem finnischen Energiekonzern Fortum gehört, plant jetzt ein Import-Terminal für grünes Ammoniak. Das Terminal soll einen so genannten Ammoniak-Cracker zur Herstellung von Wasserstoff erhalten und an das zukünftige Wasserstoff-Netz angeschlossen werden. Darüber hinaus ist eine Elektrolyse-Anlage in der Größenordnung von 410 Megawatt geplant. Importterminal und Elektrolyse gemeinsam würden rund 295.000 Tonnen Wasserstoff produzieren und damit rund zehn Prozent des Bedarfs für ganz Deutschland...

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