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Unbeliebtes Fleisch

Bruderhahnkonzept zündet bei Verbrauchern nicht

Wer auf die Geschlechtsbestimmung im Ei verzichtet, muss die Bruderhähne aufziehen. Dafür gibt es spezialisierte Betriebe. Doch die Tiere fressen viel und bringen wenig Fleisch. Und der Kunde zögert.

Lesezeit: 2 Minuten

Nach dem Verbot des Kükentötens stehen der Geflügelbranche zwei Lösungswege zur Verfügung: Die Geschlechtserkennung im Ei und die Aufzucht der Hähne.

Gerade die sogenannte Bruderhahnaufzucht ist bei ökologischen Anbauverbänden der einzige Weg. Das Problem ist laut NDR nur, dass der Bruderhahn kein Verkaufsschlager ist. Sein Fleisch ist etwas fester und schmeckt intensiver als beim "klassischen" Hähnchen, sagte Ulrike Schreiber, Leiterin der Tierhaltung vom Gut Wulksfelde dem Sender. Hinzu komme, dass die Aufzucht viel Zeit und Geld kostet.

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Auf dem Gut in Tangstedt (Kreis Stormarn) leben derzeit etwa 3.000 Legehennen. Für jede wird ein Bruderhahn aufgezogen. Dem Gut selbst fehlt dafür der Platz, deshalb haben sie die Aufzucht der Tiere an einen Biolandwirt in Fischbek (Kreis Stormarn) abgegeben, so der NDR weiter.

Es sind halt keine Masttiere

Der auf die Hahnaufzucht spezialisierte Landwirt Lorenz Ann berichtet, dass die Masteigenschaften der Männchen schlecht seien. Sie benötigten ein Drittel mehr Futter. Mindestens 14 Wochen mästet er die Bruderhähne. Das ist in etwa viermal so lang, wie bei einem "klassischen" Masthähnchen. Und am Ende haben sie viel weniger Fleisch, sind aber teurer, erklärt er.

Für ihn sei das Geschäft trotzdem lukrativ, er ziehe die Hähne ja auch nur auf. Um die 13 € bekommt er dafür, pro Hahn. Das Platzproblem vieler Höfe lasse sich sicherlich lösen, sagt er, doch wichtiger sei es, dass man die Hähnchen verkaufe. Und das sei derzeit das Schwierigste, denn die Nachfrage sei sehr gering.

Im Hofladen in Wulksfelde kostet der tiefgekühlte Bruderhahn 18,90 €/kg. Viele Hähne lässt der Hof nach der Schlachtung weiterverarbeiten, beispielsweise zu Frikassee oder Bolognese, erzählt Ulrike Schreiber. Dabei gebe es laut ihr eine ganz einfache Rechnung. Jeder, der regelmäßig Eier esse, müsste pro Jahr einen Bruderhahn kaufen, dann würde alles passen.

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