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topplus Geflügelhaltung

EU-Agentur empfiehlt Ende der Käfighaltung für Geflügel

Was in Deutschland bereits gilt, fordern Experten nun für die gesamte EU: Die Käfighaltung im Geflügelbereich soll verboten werden. Das neue Gutachten könnte die EU-Tierschutzreform beeinflussen.

Lesezeit: 2 Minuten

Um das Tierwohl von Masthühnern und Legehennen zu verbessern, sollten weder ihre Schnäbel gekürzt noch die Hennen selbst in Käfigen gehalten werden. Das empfehlen Wissenschaftler der Europäischen Agentur für Lebensmittelsicherheit (EFSA) in einem neuen Gutachten.

Für die zweite Hälfte des Jahres 2023 plant die EU-Kommission eine Reform der EU-Tierschutzgesetzgebung. Das EFSA-Gutachten soll darin Einfluss finden.

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In Deutschland ist die Käfighaltung von Legehennen verboten. Die EU lässt noch die Haltung in sogenannten „ausgestalteten“ Käfigen zu. Dabei muss jeder Henne mindestens 0,075 m2 Käfigfläche zur Verfügung stehen.

EFSA zeigt Defizite auf

In ihrem Gutachten beleuchtet die EFSA eine ganze Reihe „tierwohlrelevanter Maßnahmen“ und empfiehlt Änderungen am EU-Tierschutzrecht. Unter anderem bemängelt die EU-Agentur die offenbar häufig auftretenden Kielbeinbrüche bei Legehennen.

Diese gingen vor allem auf den Zuchtprozess der Hybridlegehennen zurück. Um solche Tierwohldefizite besser zu kontrollieren, empfehlen die Autoren schärfere Protokollpflichten für die Tierhalter. Dazu schlägt die EFSA ein „harmonisiertes Bewertungssystem“ vor, dass bspw. anhand eines Punktesystems das Tierwohlniveau in der EU vergleichbar machen könnte.

Zugang zu Außenbereich gefordert

Weiterhin fordern die Wissenschaftler mit Blick auf die Legehennenhaltung, stets brüchige, sandähnliche Einstreu bereitzustellen. Statt des Schnabelkürzens sollten Tierhalter alle anderen vorbeugenden Maßnahmen gegen verletzendes Picken durchführen.

Sowohl für Masthähnchen als auch für Legehennen empfehlen die EFSA-Forscher einen Zugang zu einem Außenbereich. EU-Verbände aus Landwirtschaft und Tierhaltung kritisieren vor allem geplante Abstockungsraten:

Agrarverbände kritisieren Empfehlungen

„Sollten die Empfehlungen der EFSA so angewendet werden, müssten die europäischen Geflügelhalter massiv investieren und wären gleichzeitig gezwungen bis zu 72 % weniger Tiere in ihren Ställen zu halten.“ Das kritisieren die Dachorganisation der EU-Landwirtschafts- und Genossenschaftsverbände Copa Cogeca, die Europäischen Tierzüchter EFFAB und die europäische Geflügelwirtschaft AVEC in einer gemeinsamen Stellungnahe.

Statt „extremer“ Vorschläge zu unterbreiten, sollte die EFSA die bislang erzielten Erfolge beim Tierwohl bewerten und anerkenne, so das Verbändebündnis.

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