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US-Holzpelletkonzern Enviva mischt deutschen Markt auf

Das Verbrennen von Holzpellets ist laut EU mit der Energieerzeugung aus Wind und Solar gleichgestellt. Das eröffnet neue Geschäftsfelder für Unternehmen wie den US-Konzern Enviva.

Lesezeit: 2 Minuten

Der Konzern Enviva aus den USA ist einer der weltweit größten Pelletproduzenten. Gegenüber top agrar sagte das Unternehmen, man betreibe 10 Fabriken, die 6,2 Mio. t Pellets produzieren. Das Magazin Spiegel spricht in einem aktuellen Artikel sogar von 23 Anlagen mit jährlich 10 Mio. t Pellets.

In den Staaten darf die Holzwirtschaft noch Kahlschlagwirtschaft betreiben. Große Kieferplantagen liefern den Rohstoff, so der Spiegel weiter. Seit 2020 betreibe das Unternehmen auch ein Büro in Berlin und hat offenbar mehrere Verträge und Absichtserklärungen mit deutschen Großkunden abgeschlossen. Es geht um Lieferungen von mehr als 1,2 Mio. t Holzpellets pro Jahr, heißt es.

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Seit die EU-Kommission die Holzverbrennung als so klimafreundlich wie Wind- und Solarenergie eingestuft hat, boome das Geschäft, so der Spiegel weiter. Die aktuelle Nachfrage nach Pelletfeuerungen ist laut Deutschem Pelletinstitut so hoch wie noch nie. Seit 2010 habe sich der Verbrauch hierzulande fast verdreifacht, auf gut 3 Mio. t Pellets.

Wird Deutschland zum Holzpelletimporteur?

Derzeit deckt Deutschland seinen Bedarf aus heimischem Holz, doch das wird sich möglicherweise ändern. Das Angebot könnte kleiner werden, weil die Bundesregierung die Stilllegung von Wäldern vorantreibt, so das Magazin weiter. Und die Nachfrage dürfte steigen, weil Industriebetriebe nach erneuerbaren Wärmequellen suchen, zu denen Pellets nach den derzeitigen Regelungen gehören. Zudem könnten Kraftwerke nach dem Kohleausstieg mit Holzpellets betrieben werden.

Für einen 600-Megawatt-Block wären rund 2 Mio. t Holzpellets pro Jahr nötig, erfuhr der Spiegel von einem Fachmann. Enviva mischt da bereits mit Absichtserklärungen mit einem großen Energieversorger mit. Erste Lieferungen sollen 2024 starten. Kämen solche Mengen tatsächlich hierher, würde Deutschland wohl auf einen Schlag vom Netto-Exporteur zum Netto-Importeur von Holzpellets.

Das hat man auch in den USA zur Kenntnis genommen. Umweltschützer befürchten, dass die Abholzung dort deutlich zunehmen wird. Enviva hingegen sagt, man verwerte Material, das aus qualitativen oder ökonomischen Gründen keinem Markt für höherwertige Anwendungen (z.B. der Bau- oder Möbelindustrie) zugeführt werden kann. Dies kann Durchforstungsholz sein, Kronen und Äste und sehr wohl auch krumme oder verwachsene Bäume, aber eben auch Schadholz aufgrund von Stürmen oder Ungezieferbefall. Das Thema hat also Konfliktpotenzial.

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