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BMEL will Tierhaltungskennzeichnung am Eier-Modell orientieren

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) will die Eierkennzeichnung zum Modell für die gesamte Tierhaltung machen. Bisher würde davon vor allem der Ökolandbau profitieren.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) rückt mit ersten Ideen für die Ausgestaltung der im Koalitionsvertrag versprochenen Tierhaltungskennzeichnung raus. In einer Runde mit landwirtschaftlichen Verbänden hat es in dieser Woche seine Pläne vorgestellt.

Die Überlegungen heben sich erheblich von dem bisher in der Borchert-Kommission verhandelten Konzept ab. Danach beabsichtigt das BMEL die Einführung einer verpflichtenden staatlichen Haltungskennzeichnung nach dem Modell der Eierkennzeichnung. Vorgesehen sind vier Stufen, die sich an der Kennzeichnung für Eier anlehnen sollen:

  • 0 = Bio
  • 1 = Auslauf
  • 2 = Außenklima
  • 3 = Stall

Die höchste Stufe wäre damit allein Biofleisch vorbehalten und würde mit einer 0 gekennzeichnet. Konventionelles Schweinefleisch könnte höchstens die Stufe 1 erreichen. Die niedrigste Stufe wäre die 3, in der alle Formen der reinen Stallhaltung gruppiert wären. Dazu zählen sowohl der gesetzliche Mindeststandard als auch die Tierwohlprogramme in der Stallhaltung. Für einen Sprung auf Stufe 2 würde der Kontakt zu Außenklima benötigt. Die nächsthöhere Stufe 1 erforderte die Möglichkeit zu Auslauf. Neben der staatlichen Kennzeichnung soll es aber noch weitere Kennzeichnungen geben dürfen. Damit blieben Zusatzlabel etwa die Verbandsbiolabel weiter erlaubt.

Kennzeichnung erstmal nur für Schweinefleisch und Mast

Geplant ist die Kennzeichnung nach Informationen aus dem Kreis der Verbände zunächst nur für Schweinefleisch. Dabei soll sich die Kennzeichnung zudem erstmal auch nur auf die Mast konzentrieren. Die Sauenhaltung bleibe ausgeklammert, heißt es.

Auch der Geflügelbereich bleibt zunächst unberücksichtigt. Grund ist, dass es dort bereits EU-Haltungsnormen gibt, die mit der verpflichtenden staatlichen Haltungskennzeichnung in Konflikt geraten könnten.

Transport und Schlachtung bleiben unberücksichtigt

Anders als die bisherigen Entwürfe in der Borchert-Kommission will das BMEL sich allein auf die aktuelle Haltung bei der Kennzeichnung konzentrieren. Die Bereiche Transport und Schlachtung fallen nicht bei der Kennzeichnung ins Gewicht. Sie sollen ordnungsrechtlich über Verordnungen geregelt werden, teilen mehrere Teilnehmer aus der Branche gegenüber top agrar mit.

Zudem ist die Kennzeichnung...

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