EU-Agrarrat

Das sind die Eckpunkte aus Klöckners GAP-Kompromiss Plus

Nach langen Verhandlungen einigte sich der EU-Agrarrat in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch auf eine gemeinsame Position zur GAP-Reform. Was bedeuten die Vorschläge im Detail?

Nach der EU-Kommission hat nun auch der Agrarministerrat Positionen zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) festgelegt. Nach langem Tauziehen einigte sich der EU-Agrarrat am Mittwochmorgen auf eine Linie. Bundesministerin Julia Klöckner, die Vorsitzende des EU-Agrarrates, zog eine positive Bilanz und sieht in dem Kompromiss einen „Systemwechsel in der europäischen Agrarpolitik“. Die Reaktionen auf den Durchbruch fallen erwartungsgemäß sehr unterschiedlich aus.

Klöckner konnte folgende Eckpunkte durchsetzen:

  • Die sogenannten „Eco-Schemes“ sind für jeden Mitgliedsstaat verpflichtend.
  • Zusätzlich besteht die Verpflichtung, 20 % der Direktzahlungen (Erste Säule) an die Öko-Regelungen zu knüpfen. Für die Jahre 2023 und 2024 schlägt der Beschluss eine Lernphase vor. Diese würde es Mitgliedsstaaten erlauben, Gelder, die nicht für Öko-Regelungen abgerufen werden können, für die Basisprämie zu nutzen. Ebenfalls bestünde die Möglichkeit, den Eco-Schemes Leistungen aus der zweiten Säule anzurechnen.
  • Knackpunkt bei der sogenannten erweiterten Konditionalität waren die „nicht-produktiven...

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Gemeinsame Agrarpolitik

Reaktionen auf die GAP-Kompromisspapiere

vor von Christina Lenfers

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Diskussionen zum Artikel

von Wilhelm Grimm

Das Wutgeheul der grünen NGOs passt zu ihrer depressiven Grundhaltung,

ist aber auch pure Verhandlungstaktik für die nun folgenden deutschen kleinkarierten Diskussionen. Dort werden noch viele Bauernkriege gegen die NGOs, zu denen sich auch die ABL und der BÖLW-Prinz gesellt haben, geführt werden müssen. Für diese Auseinandersetzungen muss sich der ... mehr anzeigen

von Eckard Wendt

"Weiter so!" geht nicht

Mit "Augen zu und weiter so" wie gehabt, steuern wir den Karren gegen die Wand. Von der Wissenschaft Alibis zu erwarten, beweist nur, daß Sie, Herr Grimm, den Ernst der Lage noch nicht erkannt haben und deshalb nicht erkennen können, daß Sie dabei sind, den Ast abzusägen, auf dem ... mehr anzeigen

von Albert Maier

Warum wird eigentlich...

... die jämmerliche Stellungnahme eines Herrn Ruckwid hier nicht veröffentlicht?

Anmerkung der Redaktion

Alle Reaktionen, auch die von Herrn Rukwied, finden Sie hier: https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/reaktionen-auf-die-gap-reform-12381804.html?utm_source=topagrar

von Eckard Wendt

Danke!

Der Link ist schon mal hilfreich, aber jeder sollte sich die Stellungnahmen im Original bei den Verbänden ansehen.

von Gregor Grosse-Kock

Trilogie

Als wenn Fr Klöckner wüsste was das ist -- Es wird mit grossen Worten das Verkauft was schon immer der Fall war - die drei Gremien müssen sich einig werden!

von Gerd Uken

Bei der nächsten GAP

Würde die Weidehaltung berücksichtigt werden hat uns unse Lw Ministerin mal vor 1 1/2 Jahren erzählt. Meyer hatte damals schon etwas vorbereitet- ob sie es vergessen hat

von Gerd Uken

Irgendwoher kam die Info

In Deutschlabd soll es keine Kappunggeben.

von Klaus Fiederling

Der Status quo muss erhalten bleiben - auf Biegen und Brechen!

Lebensmittel müssen in erster Linie spottbillig sein und bleiben. - Den Kollateralschaden "BAUER" nimmt man dafür gerne billigend in Kauf. - Etwas anderes stand wohl zu keinem Zeitpunkt in Erwartung.

von Willy Toft

Die Grünen wollen gerne über 25 % Ökoproduktion!

Die Grünen wollen gerne über 25 % Ökoproduktion! Das wird nicht m Markt durchsetzbar sein! Folglich wird die Ökoproduktion auch so langsam verschleudert!! Ist das so gewollt? Zum Glück haben sich die Agrarminister auf den Kompromiss geeinigt, was nicht großartig etwas ändert, nur ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Nicht nur scheinheilig,

auch schlecht für das Klima.

von Gregor Grosse-Kock

Warum schlecht für das Klima

Ich kann nicht erkennen das der Bio Anbau und Tierhaltung zu einer Lösung beitragen würde! Alles nur Geschwätz um EU Geld zu ziehen. Ohne eine richtige Idee lieber nicht zu viel von dem scheinbar Schlechten kaputt machen!

von Wilfried Maser

Scheinheilig

Die Forderung von 30% Öko hat doch die Folge, das Angebot wird den Absatz übersteigen und die Preise für Öko Lebensmittel werden in eine Abwärtsspirale geraten. Der Anreiz das Angebot zu erhöhen muß vom Absatz her kommen und nicht von der Politik.

von Peter Brouwer

Beabsichtigt

Niedriger Preis für Bio ist doch von den NGOS gewünscht. Sonst kaufen die (dummen) Verbraucher das ja nicht !!!

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