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Dessau

Demo: Bauern überreichen Umweltbundesamt goldene Mistkarre

Aus Sicht der Bauern ist das Umweltbundesamt mitschuld an der Verschärfung der Düngeverordnung. Protestierende Bauern überreichten der Vizepräsidentin daher am Donnerstag eine goldene Mistkarre.

Lesezeit: 3 Minuten

Am Donnerstag haben rund 1.500 Bauern mit 500 Traktoren aus acht Bundesländern vor dem Umweltbundesamt in Dessau-Roßlau demonstriert. Die Landwirte haben massive Existenzsorgen und geben dem Bundesamt eine Mitschuld an der Verschärfung der Düngeverordnung.

Im Gespräch mit dem MDR sagten Landwirte, die neue Verordnung treffe sie bis ins Mark und gefährde ihre berufliche Existenz. Weniger Düngen bedeute weniger Erträge. Um ihre Unzufriedenheit mit dem Umweltbundesamt zum Ausdruck zu bringen, überreichten die wütenden Landwirte UBA-Vizepräsidentin Franziska Kersten eine goldene Mistkarre. Kersten sagte dem MDR, sie könne die Wut der Landwirte verstehen. Es sei aber nicht angemessen, das Umweltbundesamt dafür verantwortlich zu machen. "Wir arbeiten wissenschaftlich und geben nicht die Politik vor", sagte Kersten.

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Die UBA-Vizepräsidentin sprach sich dafür aus, den Dialog zwischen Landwirten und ihrer Behörde dennoch zu stärken. Das Umweltbundesamt sei zu Gesprächen bereit, sagte Kersten. Der Präsident des Bauernverbandes in Sachsen-Anhalt, Olaf Feuerborn, betonte dagegen die hohe Bedeutung von Stickstoff, um die Erträge zu stabilisieren. "Ohne Nitrat wächst nichts." Feuerborn kritisierte zudem, dass wegen einzelner zu hoher Nitratwerte Landwirte in ganz Deutschland bestraft würden. "Wir Landwirte wollen Nahrungsmittel in ausreichender Menge zur Verfügung stellen, um die Bevölkerung auch in Notzeiten zu ernähren", erklärte Feuerborn laut dem Sender weiter.

Bauernbund: "Regeln praxisfremd und ohne wissenschaftlichen Bezug!"

Martin Dippe und Frank Böcker von „Land schafft Verbindung“ brachten ihren Unmut darüber zum Ausdruck, dass keine Vertreter (bis auf die FDP) aus den Landtagen und den Landesregierungen sowie der Bundesregierung sich mit den akuten Problemen der Landwirtschaft auseinandersetzen wollten, berichtet der Deutsche Bauernbund aus Quedlinburg in einer Pressemitteilung.

Bauernbund-Präsident Klamroth hatte kürzlich klargestellt, dass der jetzt vorliegende Entwurf zur Verschärfung der DüngeVO praxisfremd sei und die Maßnahmen keinen wissenschaftlichen Bezug hätten. Das Messstellennetz zur Belastung des Grundwassers sei nicht objektiv, das Hauptproblem liege nicht in einer flächendeckenden Überdüngung mit der Folge der Verschlechterung der Wasserqualität, sondern zuvorderst in der Analytik.

In Sachsen-Anhalt habe die Regierung von 462 Messstellen nur 50 untersucht und in den letzten 40 Jahren keinen Anstieg der Nitratbelastung nachweisen können, heißt es. „Land schafft Verbindung“ und der Deutsche Bauernbund fordern daher eine ehrliche Transparenz des Messstellennetzes, das in plausibler Lokalisierung über GPS nachprüfbar und in Verbindung mit den entsprechenden Grundwasserkörpern nachweisbar ist.

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