Einloggen / Registrieren

Startseite

Schlagzeilen
Messen & Termine
Themen
Wir für Euch
Sonstiges

Nässe auf den Feldern Stilllegung 2024 Güllesaison

News

DZ-Bank trennt sich von Geschäft mit Nahrungsmitteln

Die DZ Bank, Zentralbank der 900 Volks- und Raiffeisenbanken, steigt zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft Union Investment aus dem Geschäft mit Nahrungsmitteln aus. Das hat die Bank nach Angaben der Verbraucherorganisation Foodwatch bestätigt.

Lesezeit: 2 Minuten

Die DZ Bank, Zentralbank der 900 Volks- und Raiffeisenbanken, steigt zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft Union Investment aus dem Geschäft mit Nahrungsmitteln aus. Das hat die Bank nach Angaben der Verbraucherorganisation Foodwatch bestätigt. Gleichzeitig will sich das viertgrößte Geldhaus der Republik für eine strengere Regulierung der Agrarrohstoffmärkte einsetzen, womit sie sich gegen die eigene Branche stellen.

 

Entsprechendes Lob bekam die DZ-Bank von den Verbraucherschützern. "Der Entschluss beweist gesellschaftliche Verantwortung. Eine Kontrolle des Handelsvolumens, wie sie die DZ Bank fordert, ist die Grundvoraussetzung, um exzessive Spekulation und damit Hungerkrisen zu verhindern",  sagte Foodwatch-Chef Thilo Bode laut Spiegel-Online. Daran sollten sich andere Institute ein Beispiel nehmen. Stattdessen würden diese die notwendige Regulierung der Finanzmärkte mit allen Mitteln hintertreiben.

 

Der Entschluss zeigt laut dem Spiegel aber auch, wie gespalten Deutschlands Banken beim umstrittenen Geschäft mit Nahrungsmittelspekulation sind. Zuvor hatten bereits die Commerzbank und mehrere Landesbanken erklärt, aus der Nahrungsmittelspekulation auszusteigen. Die großen der Branche, Deutsche Bank und Allianz, halten hingegen daran fest. Sie begründen dies damit, dass es keine wissenschaftlichen Beweise dafür gebe, dass die Spekulation den Hunger in der Welt verschärfe.


Newsletter bestellen

Das Wichtigste aus Agrarwirtschaft und -politik montags und donnerstags per Mail!

Mit Eintragung zum Newsletter stimme ich der Nutzung meiner E-Mail-Adresse im Rahmen des gewählten Newsletters und zugehörigen Angeboten gemäß der AGBs und den Datenschutzhinweisen zu.

DZ-Bank für mehr Regulierung


Nach Ansicht der DZ-Bank sollte es eine strengere politische Regulierung der Finanzmärkte geben. Die Bank plädiere für eine Kontrolle des Transaktionsvolumens, vor allem durch die Einführung wirksamer Positionslimits an Börsen oder zentralen Clearing-Plattformen, schreibt Vorstand Lars Hille in einer Mitteilung. Er meint damit, dass der Anteil von Spekulanten wie Hedgefonds begrenzt werden soll, auch im außerbörslichen Schattenhandel, dem sogenannten Over-the-counter-Geschäft (OTC). Ende Juni wollen die europäischen Staats- und Regierungschefs eine Reform beschließen, die solche Positionslimits vorsieht. Die Finanzbranche habe es aber geschafft, in dem Entwurf zahlreiche Schlupflöcher unterzubringen, kritisiert Thilo Bode: "Damit werden die Grenzen für Spekulanten praktisch neutralisiert." Bemerkenswert sei, dass sich die DZ Bank hier offenbar gegen die Meinung ihrer Branche stelle. (ad)


Seien Sie der Erste der kommentiert!

Werden Sie top agrar-Abonnent und teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Lesern.
Jetzt abonnieren
Sie haben bereits ein Abonnement?
Jetzt einloggen.
top + top informiert ins Frühjahr

3 Monate top agrar Digital + gratis Wintermützen-Set + Gewinnchance für 19,80 €

Wie zufrieden sind Sie mit topagrar.com?

Was können wir noch verbessern?

Weitere Informationen zur Verarbeitung Ihrer Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Vielen Dank für Ihr Feedback!

Wir arbeiten stetig daran, Ihre Erfahrung mit topagrar.com zu verbessern. Dazu ist Ihre Meinung für uns unverzichtbar.