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FDP würde GVO-Prozesskennzeichnung mittragen

Für die FDP-Agrarsprecherin Christel Happach-Kasan ist es nicht nachvollziehbar, wie einzelne Pollenkörner einer als Lebensmittel zugelassenen gentechnisch veränderten Pflanzensorte einem Honig die Verkehrsfähigkeit nehmen sollen.

Lesezeit: 3 Minuten

Für die FDP-Agrarsprecherin Christel Happach-Kasan ist es nicht nachvollziehbar, wie einzelne Pollenkörner einer als Lebensmittel zugelassenen gentechnisch veränderten Pflanzensorte einem Honig die Verkehrsfähigkeit nehmen sollen. „Deswegen ist es dringend erforderlich, dass die Gentechnik-Gesetzgebung der EU auf den Prüfstand kommt“, sagte sie nach dem EuGH-Urteil zu GVO-Verunreinigungen in Honig.



Zu einer Überprüfung gehört laut Happach-Kasan auch, dass die Gentechnik-Kennzeichnung so verschärft wird, dass alle Lebensmittel, die auf irgendeiner Herstellungsstufe mit Gentechnik in Berührung gekommen sind, gekennzeichnet werden müssen. Die FDP will Bundesministerin Ilse Aigner in diesem Anliegen unterstützen. Wo Gentechnik drin ist, soll auch Gentechnik draufstehen.

 

An vielen Produktionsprozessen seien bereits gentechnisch veränderte Organismen beteiligt, ohne dass im fertigen Lebensmittel davon Spuren nachzuweisen sind. Das gilt für Produkte der modernen Landwirtschaft genauso wie für Ökoprodukte. „Darüber kann der Verbraucher nur durch eine vollständige Prozesskennzeichnung aufgeklärt werden.“ (ad)

 


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Kommentar von Christel Happach-Kasan an die top agrar-Leser


Sehr geehrte Forumsmitglieder,


nach meiner Einschätzung sind die Potentiale der Gentechnik so groß, dass es sich lohnt eine sachliche Debatte auch gegen viele Widerstände zu führen: Weniger Pflanzenschutzmittel, bessere Produkte, höhere Erträge. Den Vorwurf, dass es keine Studien gäbe, die die Unbedenklichkeit von gentechnisch veränderten Pflanzen belegen, höre ich immer wieder. Diese Studien sind aber so zahlreich, dass ich hier nur wenige beispielhaft aufzählen kann.


So zum Beispiel hier umfassend zu Tierfutterversuchen, (http://www.efsa.europa.eu/de/efsajournal/doc/1057.pdf ). Auch hier durch die TU München (http://www.biosicherheit.de/projekte/1212.fuetterungsstudie-langfristiger-einsatz-mais-mon810-milchkuehen.html ) und ganz aktuell außerdem eine Studie der Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft zu Bt-Mais, die erstmals den Verbleib des Bt-Proteins über den gesamten landwirtschaftlichen Kreislauf untersucht haben – ohne das Protein in Boden oder Milch zu finden (http://www.biosicherheit.de/forschung/mais/1338.verbleib-abbau-bt-protein-landwirtschaftlichen-kreislauf.html).



Ich weiß um die Bedenken gegenüber der Grünen Gentechnik. Um den Verbraucherinnen und Verbrauchern Wahlfreiheit zu ermöglichen, sind wir in der Koalition für eine umfassende Kennzeichnung. Alle Lebensmittel, die auf irgendeiner Herstellungsstufe mit Gentechnik in Berührung gekommen sind, sollen gekennzeichnet werden. Lebens- und Futtermittelzusatzstoffe wie Vitamine und Aminosäuren werden mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen produziert. An vielen Produktionsprozessen sind bereits gentechnisch veränderte Organismen beteiligt, ohne dass im fertigen Lebensmittel davon Spuren nachzuweisen sind. Das gilt für Produkte der modernen Landwirtschaft genauso wie für Ökoprodukte.




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