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"Keiner will meine Tierwohl-Schweine haben!"

Freude an der Arbeit, Anerkennung im Job, Produktion gesunder Lebensmittel, die der Verbraucher ruhigen Gewissens essen kann. So hat Schweinemästerin Diana Marklewitz (41) aus Lüchow im Wendland (Niedersachsen) die Dinge bislang gesehen. Doch mittlerweile zweifelt sie daran.

Lesezeit: 3 Minuten

Freude an der Arbeit, Anerkennung im Job, Produktion gesunder Lebensmittel, die der Verbraucher ruhigen Gewissens essen kann. So hat Schweinemästerin Diana Marklewitz (41) aus Lüchow im Wendland (Niedersachsen) die Dinge bislang gesehen. Doch mittlerweile zweifelt sie daran. Die Flut der Negativschlagzeilen, die über die Schweinehalter hereinbricht, ebbt nicht ab.

 

„Ich frage mich heute ernsthaft: Steht der Verbraucher noch hinter uns? Will er diese Form der Tierhaltung noch? Müssen wir die Wünsche der Bevölkerung nach mehr Tierwohl künftig viel stärker berücksichtigen? Und müssen wir unsere Nutztiere wieder mehr wertschätzen?“, so die Landwirtin gegenüber top agrar.


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Nun baut sie einen neuen Tierwohlstall. Ihr fehlt allerdings noch ein professionelles Konzept, mit dem sie den Verkauf der Tiere ankurbeln kann. Dabei unterstützen sie ab jetzt top agrar und die Marketingagentur „Die Jäger“ im Rahmen des einmaligen Projekts "Starke Bauern.Starkes Image". Das ist ihr Plan:


Kritik tut weh


Die Kritik an der Veredelung tut der Mästerin mit Weitblick weh. „Mein Mann Olaf und ich sind uns einig: Wenn unser Sohn Joosten (8 Jahre) den Betrieb eines Tages übernehmen und er Spaß an seiner Arbeit haben soll, müssen wir den Hof jetzt fit für die Zukunft machen. Das heißt, dass wir unsere Tierhaltung nicht nur vergrößern, sondern unsere Tiere auch anders mästen müssen als bislang“, so Diana Marklewitz.

Über das „Wie“ hat die Familie lange diskutiert. Immer wieder gab es neue Pläne. Fast zwei Jahre hat es gedauert, bis die beiden dann endlich wussten, was sie wollen. Am Ende stand fest, dass die Landwirte einen Maststall bauen wollen, der in der Bevölkerung gut ankommt, mit dem das Familieneinkommen gesichert ist und der arbeitswirtschaftlich nicht überfordert. So sieht das Konzept jetzt aus:

  • Jedem Mastschwein stehen 1,5 m2 Fläche zur Verfügung. Das ist doppelt so viel wie gesetzlich vorgeschrieben.
  • In allen Buchten liegt veränderbares Beschäftigungsmaterial.
  • Jede Mastbucht ist in drei Funktionsbereiche unterteilt: Liegen/Ruhen, Fressen/Aktivität, Koten.
  • Alle Mastschweine haben Zugang zu einem Außenauslauf. Außenklima-Feeling ist also garantiert.
„Natürlich sind wir keine Träumer. Uns ist klar, dass die Mast in unserem „Traumstall“ mehr kostet als in einem konventionellen Maststall. Wir müssen deshalb ein Vermarktungskonzept finden, das den Mehraufwand honoriert. Doch wie kann dieses aussehen? Wen fragen wir, wer kauft unsere Schweine? Und wer zahlt mehr Geld dafür?“, so Diana Marklewitz.


Zunächst hatte sie es auf eigene Faust probiert und bei einem großen deutschen Lebensmittelhändler angeklopft. Das Interesse war jedoch gleich Null. Die Menge von rund 360 t Schweinefleisch pro Jahr sei einfach zu klein, hieß es. Bei anderen Abnehmern war es nicht besser. Marklewitz war enttäuscht und niedergeschlagen. Ihre Tierwohl-Schweine wollte niemand haben.


Doch aufgeben gilt nicht. Als sie vom Projekt „Starke Bauern. Starkes Image.“ hörte, hat sie sich sofort beworben. „Gemeinsam mit top agrar und der Agentur „Die Jäger“ will ich ein professionelles Öffentlichkeits- und Vermarktungskonzept für meine Form der Mastschweinehaltung entwickeln. Ich will den Leuten zeigen, wie ich Tierwohl-Schweine mäste und ihnen erklären, dass der Mehraufwand honoriert werden muss“, sagt sie.



Alle Details und Konzepte, die Ratschläge und weitere Berichte lesen Sie jetzt und in den nächsten Wochen auf www.starke-bauern.de.


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