Neuer Gesetzentwurf

Klimaschutzgesetz: Auch Landwirtschaft muss bis 2040 mehr CO2 einsparen

Nach dem Bundesverfassungsgerichtsurteil will die Bundesregierung schon kommende Woche ihr Klimaschutzgesetz nachschärfen. Darin senkt sie auch die zulässigen CO2-Emissionen für die Landwirtschaft ab.

Das Bundesumweltministerium (BMU) hat einen neuen Entwurf für das Klimaschutzgesetz verfasst. Schon kommende Woche soll dieser im Kabinett verabschiedet werden. Es umfasst schärfere Reduktionsziele für Treibhausgase bis 2030 und bis 2040 für alle Sektoren.

43% weniger CO2 aus der Landwirtschaft bis 2040

Laut dem Entwurf, der top agrar vorliegt, wird die Landwirtschaft ihre CO2-Emissionen von heute 70 auf 40 Mio. t CO2-Äquivalente im Jahr 2040 reduzieren müssen. Bis zum Jahr 2030 muss die Landwirtschaft bereits schrittweise eine Reduktion auf 54 Mio. t CO2-Äquivalente schaffen. Im bisherigen Klimaschutzgesetz von 2019 hatte die zulässige Jahresemissionsmenge im Jahr 2030 für die Landwirtschaft noch bei 58 Mio.t CO2-Äquivalente gelegen. Nun muss sie zunächst bis 2030 rund 7% mehr Emissionsminderung als bisher schon geplant bewerkstelligen. Insgesamt muss die Landwirtschaft im Jahr 2040 rund 43% weniger CO2 emittieren als heute.

Maßnahmen stehen noch nicht fest

Unklar ist noch, mit welchen Maßnahmen die Landwirtschaft die Einsparungen hinbekommen soll. Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) hatte im bisherigen Klimaschutzgesetz vor allem...


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