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Bald neue Transportregeln?

EU-Rechnungshof überprüft Tiertransporte: Reform soll im Herbst kommen

Die EU-Kommission hat für den Herbst 2023 eine Reform des EU-Tiertransportgesetzes angekündigt. Dabei soll die maximale Transportdauer verkürzt werden.

Lesezeit: 3 Minuten

Der EU-Rechnungshof veröffentlichte am Montag einen Bericht zum Thema Tiertransporte in der EU. Dabei streichen die Autoren die negativen Effekte von Tiertransporten auf Tiere und Konsumenten hervor. Die EU-Kommission hat für Herbst 2023 eine Reform des EU-Tiertransportgesetzes angekündigt.

„Langstreckentiertransporte passieren, weil es immer weniger klein-und mittelgroße Betriebe und Schlachthöfe in der Region gibt. Der falsche Fokus der EU-Agrarförderungspolitik verfestigt den Trend in Richtung Agrar-Industrie und Massentierhaltung, statt regionale Wirtschaftskreisläufe innerhalb der EU zu fördern und damit langfristig auch Ernährungssouveränität zu schaffen", erklärt der Grüne-EU-Mandatar Thomas Waitz in einer Aussendung.

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Eine Reform des Tiertransportgesetzes sei unumgänglich, meint Waitz. Zentral werde die Reduktion der maximalen Transportdauer für lebende Tiere auf acht Stunden statt bisher bis zu 29 Stunden.

Gesetzlichen Rahmenbedingungen sollen angepasst werden

Die meisten Tiertransporte innerhalb der EU waren im Zeitraum 2017–2021 kurze Transporte (63 %), gefolgt von langen Transporten über acht Stunden (33 %) und sehr langen Transporten (4 %), heißt es in dem Bericht der EU-Kommission. Um das Tierwohl bei den Transporten besser zu überwachen, schlagen Experten eine Software Überwachung der Transportzeiten sowie Kamerasysteme mit Künstlicher Intelligenz vor, die den Zustand der Tiere während des Transports prüfen.

Besser Fleisch als lebende Tiere transportieren

Der Rechnungshof führt in dem Bericht mehrere Möglichkeiten auf, um die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu ändern. Etwa den Transport von Fleisch anstatt von lebenden Tieren sowie die Verwendung lokaler bzw. mobiler Schlachtanlagen zu fördern.

Ein weiterer Schritt könnte die Harmonisierung bei der Kennzeichnung von Fleisch sein, damit die Konsumenten mehr Transparenz bekommen. Auch ein EU-weites System für die Tierwohlkennzeichnung sei im Gespräch. Außerdem könnten Anreize für Erzeuger, Nutzer und Konsumenten geschaffen werden, um ein nachhaltiges Verhalten zu fördern, eine Methode zur Einpreisung von Tierleiden in die Transportkosten und den Fleischpreis wird ebenfalls angedacht.

Eine Novelle des österreichischen Tierschutzgesetzes brachte Anfang 2023 eine Verschärfung der Strafen bei Verstößen bei Tiertransporten. Ab dem 1. Jänner 2025 dürfen Kälber entweder erst ab einem Alter von vier Wochen aus Österreich hinaus transportiert werden, oder bereits ab einem Alter von drei Wochen, wenn im abgebenden Tierbestand eine gute Kälbergesundheit im Rahmen einer regelmäßigen tierärztlichen Bestandsbetreuung gegeben ist. Auch die Kontrollen wurden mehr, wie von der EU gefordert.2021 wurden österreichweit 143.575 Tiertransporte kontrolliert, bei 1.032 stellten die Behörden Zuwiderhandlungen fest. "Die Kommission darf jetzt nicht dem Druck der Agrarlobbys und EU-Mitgliedstaaten nachgeben und muss eine starke Reform ohne wenn und aber vorlegen “, fordert Thomas Waitz.

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