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Landwirte können verhalten optimistisch ins neue Jahr blicken

Mit verhalten optimistischen Erwartungen geht der landwirtschaftliche Berufsstand in das neue Jahr 2014. Wie der Deutsche Bauernverband (DBV) in einem Überblick zum Jahreswechsel am Freitag dieser Woche (27.12.) ausführte, hat sich 2013 für die Agrarmärkte als ein im Durchschnitt zufriedenstellendes Jahr gezeigt.

Lesezeit: 6 Minuten

Mit verhalten optimistischen Erwartungen geht der landwirtschaftliche Berufsstand in das neue Jahr 2014. Wie der Deutsche Bauernverband (DBV) in einem Überblick zum Jahreswechsel am Freitag dieser Woche (27.12.) ausführte, hat sich 2013 für die Agrarmärkte als ein im Durchschnitt zufriedenstellendes Jahr gezeigt. Die Agrarmärkte hätten sich überwiegend im ruhigen Fahrwasser bewegt. Der Agrarrohstoff-Index der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI), der für die 13 wichtigsten in Deutschland erzeugten Agrarprodukte berechnet werde, weise ein relativ hohes Niveau aus, stellte der Bauernverband zum Marktverlauf im Jahr 2013 fest. Allerdings hätten niedrigere Getreide- und Rapspreise nach der Ernte die positiven Entwicklungen gedämpft. Nach dem Konjunkturbarometer Agrar seien die Stimmung und das Investitionsklima der deutschen Landwirte jedoch derzeit relativ positiv.


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Milchpreis über 40 Cent


Die Milchbauern blicken laut DBV auf ein Jahr steigender Milchpreise zurück. Im Oktober sei die Marke von 0,40 Euro je Kilogramm Rohmilch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß im bundesweiten Mittel überschritten worden. Hauptmotor der erfreulichen Marktlage sei der Export gewesen, erklärte der Bauernverband. Die hohen Preise hätten allerdings auch viele Milchbauern zu einer höheren Produktion animiert. Eine Strafzahlung wegen Überlieferung der verfügbaren Milchquoten - die Superabgabe - werde somit immer wahrscheinlicher. Zumindest für die ersten Monate des neuen Jahres seien die Erwartungen an den Milchmärkten positiv. Für die Milchbauern sei es jetzt wichtig, den positiven Markttrend nutzen zu können, ohne über eine Superabgabe daran gehindert zu werden.


Lage der Sauenhalter weiterhin schwierig


Die wirtschaftliche Lage der heimischen Schweinemäster war nach Darstellung des Bauernverbandes besonders im Sommer 2013 gut. Ursache seien der Rückgang der Futterkosten und der Anstieg der Erzeugerpreise gewesen. Das Blatt habe sich jedoch schon im Herbst wieder gewendet. Aufgrund zurückgegangener Schlachterlöse und leicht höherer Futterpreise seien die Verdienstmöglichkeiten spürbar geschrumpft. Wirtschaftlich dürfte das Jahr 2013 für die Schweinemäster ähnlich wie das Jahr 2012 zu bewerten sein, erklärte der DBV. Für die Sauerhalter bleibe das „Fahrwasser“ eher schwierig; für die ersten Monate 2014 seien die Preiserwartungen eher gedämpft. 


Rinderangebot eher knapp


Zur Entwicklung des Schlachtrindermarktes stellte der Bauernverband im Rückblick fest, dass die Erzeugerpreise für Jungbullen zu Beginn des Jahres 2013 stark gefallen seien. Ab der Jahresmitte habe sich eine langsame Erholung abgezeichnet. Bei den Schlachtkühen hätten sich die Erzeugerpreise erst zum Jahresende erholen können. Die Verfügbarkeit der Rinder sei eher knapp, berichtete der DBV. Allerdings laufe der Export von Rindfleisch nicht so umfangreich wie in den letzten Jahren. Eine Ursache dürfte die geringere Kaufkraft in Südeuropa sein. Die heimische Produktion werde im nächsten Jahr leicht ansteigen, der Verbrauch jedoch leicht sinken, prognostizierte der Bauernverband. Deshalb könne mit einem steigenden Selbstversorgungsgrad gerechnet werden.


Stabile Geflügelfleischproduktion


Die gesamte Erzeugung von Geflügelfleisch in Deutschland entwickelte sich nach Angaben des Bauernverbandes in den vergangenen drei Jahren konstant. Auch für das Jahr 2014 erwarteten die Fachleute eine insgesamt gleichbleibende Produktion, wobei sich der Anteil der Puten leicht rückläufig entwickeln dürfte. Laut DBV entfallen 69 % der gesamten Geflügelfleischproduktion auf die Hähnchenerzeugung, 23 % auf die Putenhaltung und jeweils 4 % auf Enten und Suppenhennen. Beim Pro-Kopf-Verbrauch von Geflügelfleisch sei ein Anstieg zu beobachten. Jeder Deutsche habe davon im Jahr 2013 im Durchschnitt 19,3 kg verzehrt; das seien 0,5 kg mehr als im Vorjahr. Die Verdienstmöglichkeiten in der Geflügelmast hätten sich im Jahresverlauf verbessert, stellte der Bauernverband des Weiteren fest. Auch für das kommende Jahr erwarteten die Marktbeteiligten keine Expansion der Geflügelproduktion. Die Preise würden in den ersten Monaten 2014 voraussichtlich nicht steigen, bei Puten eher sogar nachgeben.


Eierpreise ohne Spielraum nach unten


Mit Blick auf den deutschen Eiermarkt wies der DBV darauf hin, dass die Preise für Eier in den letzten Jahren enorm geschwankt seien. Im Jahr 2012 hätten die Eierpreise auf einem relativ hohen Niveau gelegen, das im Jahr 2013 nicht mehr habe erreicht werden können. Inzwischen seien die Preise wieder stabil. Maßgebend für den wirtschaftlichen Erfolg der Eiererzeugung bleibe die Höhe der Futtermittelpreise. Die Marktbeteiligen prognostizierten, dass die Bestände in den ersten Monaten des nächsten Jahres rückläufig sein werden. Die Preise dürften laut DBV dem Saisonverlauf folgen, nach Weihnachten abfallen und sich etwas über dem Vorjahresniveau einpendeln. Erst das Ostergeschäft werde belebend wirken. Ein Spielraum für weitere Preissenkungen sei aufgrund der hohen Futterkosten nicht gegeben.


Mehr als 300 000 Hektar überschwemmt


Zu Getreide und Ölsaaten berichtete der Bauernverband, dass der lang anhaltende Winter 2012/13 sowie die überwiegend feuchte und kühle Witterung im Frühjahr 2013 für einen schwierigen Jahresstart bei diesen Agrarprodukten geführt hätten. Doch die Wintergetreidebestände seien mit diesen Bedingungen gut zurecht gekommen; dagegen hätten Sommergetreide und Mais unter der nassen und kalten Witterung gelitten. Anfang Juni sei es dann zu Überschwemmungen auf mehr als 300 000 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche gekommen, vor allem in Bayern, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Angesichts dieser Verhältnisse habe das Gesamtergebnis der Ernte 2013 letztlich mit 47,4 Mio t Getreide und 5,8 Mio t Rapssaat die Erwartungen übertroffen. Die Durchschnittsergebnisse dürften allerdings nicht über die hohen regionalen Unterschiede hinwegtäuschen, so der DBV. Die Preise für Ackerbauerzeugnisse hätten sich seit Sommer 2013 rückläufig entwickelt.


Historisch niedrige Kartoffelernte


Die Kartoffelernte ist in diesem Jahr nach Angaben des Bauernverbandes mit 9,2 Mio t um knapp 18 % niedriger als der mehrjährige Durchschnitt ausgefallen. Zugenommen habe allerdings die Fläche, und zwar von 238 000 ha im vergangenen Jahr auf 241 000 ha im Jahr 2013. So sei zumindest der abnehmende Trend bei den Anbauflächen gestoppt, hob der DBV hervor. Hauptursache für die historisch niedrige Erntemenge seien die widrigen Witterungsverhältnisse gewesen. Eine weitere Flächenausdehnung für das kommende Jahr sei allerdings nicht abzusehen. 


Feste Obst- und Gemüsemärkte


Die heimischen Obst- und Gemüsemärkte zeigen sich laut Bauernverband zum Jahreswechsel fest und freundlich. Insbesondere bei Äpfeln würden Angebot und Nachfrage passend zueinander treffen, nicht zuletzt deshalb, weil die Lagerbestände deutlich niedriger seien als sonst. Die Zeichen bei der Vermarktung von Lagergemüse wie Weißkohl, Rotkohl, Möhren, Sellerie und Wirsing stünden auf „recht freundlich“, berichtete der DBV. Hier hätten annähernd normale Erntemengen eingefahren werden können, und die Verkäufe verliefen zügig. Der Bauernverband geht davon aus, dass die Preise für Obst und Gemüse auch in den nächsten Monaten stabil bleiben werden. AgE

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