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Landwirte sollten mehr Freiheiten bei der Bewirtschaftung ihrer Flächen haben

Wie nehmen die Bürger die Landwirtschaft und ihre Rolle in der Gesellschaft wahr? Wo besteht Veränderungsbedarf? Neue Umfrageergebnisse der i.m.a. liefern Antworten.

Lesezeit: 3 Minuten

Die Mehrheit der Bevölkerung vertraut darauf, dass die deutsche Landwirtschaft auch in Krisenzeiten die Ernährungssicherheit gewährleistet. Das ergab die Umfrage zum „Image der deutschen Landwirtschaft“ der i.m.a e.V. 56% aller Befragten haben demnach ausreichend Vertrauen in die heimische Landwirtschaft. Im Rahmen eines Fachpressegespräches stellten Patrik Simon (i.m.a. Geschäftsführung) und Susanne Schulze Bockeloh (DBV Vizepräsidentin) am Freitag die Ergbnisse der neuen Studie vor und ordneten sie ein.

Angemessene Entlohnung und mehr Freiheiten bei Berufsausübung

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Als Voraussetzung für die Ernährungssicherung wird, neben der angemessenen Entlohnung der Landwirte, die Art der Flächennutzung als relevant empfunden. Landwirten sollten mehr Freiheiten bei der Bewirtschaftung ihrer Flächen zustehen, Artenschutzauflagen und Nachweispflichten werden als hinderlich für die Ernährungssicherung wahrgenommen.

Generell sollte mehr Fläche für Lebensmittelproduktion genutzt werden, dafür weniger für beispielsweise Photovoltaikanlagen. Aus der Studie gehe damit hervor, dass das Interesse der Menschen eher bei der Sicherstellung von Nahrung als von Energie liegt. Erstaunlich sei außerdem das Ergebnis, dass die Menschen, trotz der sich zuspitzenden Klimakrise, zu großen Teilen nicht bereit sind auf tierische Produkte zu verzichten.

Erwartung vs. Wahrnehmung

Aus der Umfrage kann zudem abgeleitet werden, auf welche Themen die Landwirte zukünftig in der Kommunikation setzen sollten - denn es bestehe eine große Lücke zwischen den Wünschen der Konsumenten und dem, was ihrer Wahrnehmung nach umgesetzt wird. Besonders der verantwortungsvolle Umgang mit Tieren und der Natur sollte laut Susanne Schulze Bockeloh (DBV Vizepräsidentin) vermehrt nach außen kommuniziert werden. Der Abstand zwischen dem Wunschdenken der Verbraucher und der tatsächlichen Umsetzung von Tierwohl und Umweltschutz auf den landwirtschaftlichen Betrieben soll durch Kommunikationsarbeit und Transparenz verringert werden. Sie appelliert an das Selbstverständnis der Bauern: Sie sollen „nicht auf die Politik warten, sondern aktiv auf Verbraucher zugehen und zeigen, dass ein Wahrnehmungsproblem existiert, und, dass viele Wünsche bereits umgesetzt werden."

Schulbildung lässt zu wünschen übrig

Verbesserungspotenzial sehen 2/3 der Bevölkerung in der Behandlung des Themas Landwirtschaft und Ernährung im Schulunterricht. Der Wunsch nach Pflichtunterricht zu diesen Bereichen werde deutlich: Bisher sind 2/3 der Meinung, dass ein unrealistisches Bild der Landwirtschaft vermittelt wird. Der Lernort Bauernhof bietet hier viel Potenzial, um Nähe und Transparenz zu schaffen.

Hintergrund:Der gemeinnützige Verein i.m.a. beauftragt schon seit circa 40 Jahren in regelmäßigen Abständen die bundesweite Studie zum "Image der deutschen Landwirtschaft" (zuletzt 2017). Die neuen Ergebnisse der im Zeitraum vom 31.08.-08.09.2022 erhobenen Daten bilden repräsentativ die Positionen von Verbrauchern zu den Themenbereichen Landwirtschaft & Landwirte, Konsum & Ernährung, schulische Bildung und Erwartungen vs. Wahrnehmungen ab. Befragt wurden vom pollytix Institut 2.225 Bundesbürger ab 16 Jahren, in diesem Jahr zum ersten Mal in Form einer Online-Befragung, was die Vergleichbarkeit der Studie zu den vorherigen einschränkt. Im Rahmen eines Fachpressegespräches wurden die Daten von Patrik Simon (i.m.a. Geschäftsführung) und Susanne Schulze Bockeloh (DBV Vizepräsidentin) vorgestellt und eingeordnet.

Weiterführende Informationen über den Verein, die Studie und ihre Ergebnisse finden Sie hier.

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