Schärfere Umweltgesetze

LsV enttäuscht über „Einknicken des Landvolks“ bei NABU-Volksbegehren

In einem Brandbrief an den Landvolkverband fordert die Gruppe LsV Braunschweig den sofortigen Abbruch der Gespräche mit Umweltschützern über einen "Niedersächsischen Weg" beim Umweltschutz.

Das Volksbegehren „Artenvielfalt. Jetzt!“, welches der niedersächsische Naturschutzbund (NABU) auf den Weg gebracht hat, spaltet die Bauern. Insbesondere, dass das Land Niedersachsen, das Landvolk, die Landwirtschaftskammer und die beiden Naturschutzverbände BUND und Nabu dazu seit Monaten im intensiven Dialog sind und jetzt ein Maßnahmenpapier für mehr Natur-, Arten- und Gewässerschutz unterzeichnet haben.

Kein Verständnis für den so genannten „niedersächsischen Weg“ hat das Orga Team Braunschweiger Land der Initiative LandSchafftVerbindung Deutschland. Sie richten sich in einem offenen Brief an Landvolkpräsident Albert Schulte to Brinke. Im Brief heißt es auszugsweise:

„Zunächst möchten wir vorweg schicken, dass wir einer Zusammenarbeit mit Nabu, BUND und Teilen der Partei Die Grünen grundsätzlich skeptisch bis ablehnend gegenüberstehen. Uns ist weiterhin unklar, warum das bloße Androhen eines Volksbegehrens seitens der genannten dazu führt, dass das Landvolk einknickt und in vorauseilendem Gehorsam ein gemeinsames Papier verabschiedet, welches weitgehende Einschränkungen für unsere niedersächsische Landwirtschaft beinhaltet.

Die Prangerwirkung dieser Erklärung ist enorm, wird doch bereits in der Präambel die Landwirtschaft für Biodiversitätsverlust und Gewässerverunreinigung verantwortlich gemacht. Sie schreiben in Ihrem Brief, dass „anerkannte Wissenschaftler“ die bisherigen Naturschutzregelungen nicht für ausreichend halten. Ist Ihnen bewusst, dass es auch „anerkannte“ Wissenschaftler wie z.B. Professor v. Tiedemann, Universität Göttingen, gibt, die das ganz anders sehen? Haben wir nicht bei der Diskussion um das Verbot von Glyphosat, bei der neuen Düngeverordnung und vielem anderen eine ideologische statt wissenschaftliche Diskussion und letztendlich...

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