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Ökoverbände werben um konventionelle Betriebe

Die Ökoverbände sehen die Wachstumszahlen im Ökolandbau mit Genugtuung. Die Bundesregierung fordern sie auf, die Bedürfnisse von Ökobauern stärker in den Blick zu nehmen. Dabei blicken sie neben den nationalen Rahmenbedingungen auf die EU-Agrarreform 2020.

Lesezeit: 3 Minuten

Die Ökoverbände sehen die Wachstumszahlen im Ökolandbau mit Genugtuung. Die Bundesregierung fordern sie auf, die Bedürfnisse von Ökobauern stärker in den Blick zu nehmen. Dabei blicken sie neben den nationalen Rahmenbedingungen auf die EU-Agrarreform 2020.

 

Die Ökobranche freut sich über die Wachstumszahlen im Ökolandbau, die das Bundeslandwirtschaftsministerium am Dienstag veröffentlicht hat. Danach werden deutschlandweit 8,2 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche ökologisch bewirtschaftet und 11 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe arbeiten nach den Richtlinien des Ökolandbaus. Die Wachstumsrate lag 2017 zwischen 8 und 10 Prozent.


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„Wir fordern die Politik in Bund und Ländern auf: Nutzen Sie das Öko-Potenzial für den dringenden Umbau von Landwirtschaft und Ernährung in Deutschland“, sagte Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). Aus seiner Sicht gibt es eine stetig wachsende Bereitschaft der Bürger, mehr Geld für umwelt- und tierfreundliche Produkte zu zahlen.


Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner forderte zu Löwenstein auf, „alle Stellschrauben auf 20 Prozent Ökolandbau bis 2030 auszurichten“. Dieses Ziel hatte die Große Koalition im Koalitionsvertrag festgelegt. Die Zukunftsstrategie Ökolandbau des BMEL von 2017 müsse „kraftvoll umgesetzt werden und in Überstimmung mit Düngeverordnung, Tierwohllabel, öffentliche Beschaffung und der EU-Agrarpolitik gebracht werden“, so zu Löwenstein weiter.


Außerdem solle die Zukunftsstrategie Ökolandbau nicht nur auf das Bundeslandwirtschaftsministerium beschränkt bleiben, forderte der BÖLW. Er sähe es gern, wenn diese als gemeinsame Aufgabe der gesamten Bundesregierung aufgefasst werde und folglich auch die Forschungs-, die Gesundheits- und der Umweltpolitik mit einschließe.


Bioland-Präsident Plagge: "Wir brauchen eine mutigere Agrarpolitik"


Auch Bioland sieht in den Ökolandbauzahlen einen Trend bestätigt. „Die Zahlen zeigen, dass Biolandbau längst keine Nischenlösung mehr ist, sondern ein Umbaumodell für die Landwirtschaft in Deutschland“, sagte Bioland-Präsident Jan Plagge. Sein Verband entwickelte sich 2017 über dem Branchendurchschnitt. Die nach Bioland-Vorgaben bewirtschaftete Fläche nahm 2017 um 44.491 Hektar und damit um 13 Prozent zu. Insgesamt war die Ökolandbaufläche im vergangenen Jahr um 9,7 Prozent gewachsen.


Plagge will die Wachstumsraten für den Ökolandbau möglichst halten. „Wir stehen vor der Aufgabe, das erfreuliche Wachstum der Biobranche in den nächsten Jahren zu verstetigen“, sagte er. Weiteren konventionell wirtschaftenden Landwirten könne eine langfristige Perspektive durch Umstellung geboten werden und das Ziel der Bundesregierung erreicht werden, bis zum Jahr 2030 rund 20 Prozent der Agrarfläche ökologisch zu bewirtschaften.


Voraussetzung dafür ist für Plagge auch die Ausgestaltung der EU-Agrarpolitik nach 2020. „Deutschland braucht dafür eine mutigere EU-Agrarpolitik nach 2020“, sagte er. Das Versprechen, mehr für Umwelt-, Klima- und Tierschutz tun zu wollen und gleichzeitig kein tragfähiges Honorierungsmodell anzubieten, sei scheinheilig, kritisierte Plagge. „Eine Politik, die weiter auf pauschale Direktzahlungen nach dem Gießkannenprinzip setzt, wird scheitern“, sagte er. Die Reform der GAP biete die große Chance, die bestehende falsche Lenkungswirkung zu korrigieren.


Landwirtschaftsministerin Klöckner müsse auch auf nationaler Ebene die Rahmenbedingungen für den Ökolandbau verbessern, forderte Plagge. Die Zukunftsstrategie ökologischer Landbau benötige mehr Finanzmittel. Das gelte sowohl für die Aufstockung des Bundesprogramms ökologischer Landbau auf 60 Millionen Euro als auch für die Agrarforschung. Bioland fordert seit langem gemäß dem 20 Prozent Flächenziel auch 20 Prozent der Agrarforschungsmittel für den Biolandbau zu reservieren.

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