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Nach BVVG-Vergabeschluss

Ostdeutsche Bauernpräsidenten gegen Bevorzugung von Ökobetrieben

Die BVVG will bzw. soll ihre Flächen künftig nur noch verpachten, bevorzugt an Biobauern. Das ärgert den Bauernverband, notwendig sei eine faire Regelung für alle Betriebe statt Öko gegen Konvi.

Lesezeit: 2 Minuten

Der geplante Kurswechsel bei der Vergabe der ehemals volkseigenen landwirtschaftlichen Flächen löst in den ostdeutschen Landesbauernverbändern Besorgnis aus.

„Wir setzen auf einheitliche, verbindliche und transparente Vergabekriterien“, erklärten die Präsidenten der Landesbauernverbände Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, Olaf Feuerborn, Henrik Wendorff und Detlef Kurreck, gegenüber dem Pressedienst Agra Europe.

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Bekanntlich hat die Regierung einen weitgehenden Verkaufsstopp für BVVG-Flächen beschlossen. Bis Ende 2024 sollen lediglich noch maximal 6.000 ha veräußert werden dürfen. Der Rest der BVVG-Flächen soll „vorrangig an nachhaltig und ökologisch wirtschaftende Betriebe“ verpachtet werden. Auch Junglandwirte und Existenzgründer sollen stärker Berücksichtigung finden.

Lösungen statt Ausspielen öko gegen konventionell

Nach Überzeugung der drei Präsidenten sollte die Verpachtung an nachhaltig wirtschaftende Betriebe erfolgen, „ökologisch wie konventionell“. Sie dürfe nicht dazu führen, dass die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit einzelner Betriebe gefährdet werde.

„Die großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Branche sind mit einem Ausspielen von ökologischen gegen konventionellen Betriebe nicht zu meistern“, warnen die Präsidenten. Auf scharfe Kritik stößt bei ihnen die zusätzliche Herausnahme von weiteren 17.500 ha aus dem Bestand der BVVG und deren unentgeltliche Übertragung in das Nationale Naturerbe (NNE). Dies sei allein fiskalpolitisch nicht erklärbar, so die Bauernpräsidenten.

Mit Material von Agra Europe (AgE)

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