Bauernmilliarde

Regierung streicht Fördergelder für neue Güllefässer

Der Bund will künftig nur noch die Ausbringtechnik für Gülle fördern. Für die Mit-Förderung von Güllefässern soll es kein Geld aus der Bauernmilliarde mehr geben.

Im Rahmen des Investitionsprogramm Landwirtschaft wird das Landwirtschaftsministerium (BMEL) künftig keine Güllefässer mehr fördern. Das gab das BMEL am Freitagnachmittag in einer Pressemitteilung bekannt. „Die Anschaffung von Gülletankwagen wird künftig nicht mehr förderfähig sein“, heißt es darin.

Ausbringtechnik weiterhin gefördert

Ausschlaggebend dafür sei eine umfassende Auswertung zur bisherigen Inanspruchnahme der Förderung, so das BMEL. Grundsätzlich würden die Landwirte das Programm zwar positive annehmen und die Förderung sei auf Klima- und Umweltschutz ausgerichtet. Die bisher optionale Mit-Förderung von Güllefässern mit einem Aufbringsystem sei jedoch negativ bewertet worden.

Die Einzelförderung der Ausbringsysteme für flüssige Wirtschaftsdünger wird der Bund jedoch fortsetzen. Laut BMEL trägt die moderne Ausbringtechnik „erheblich zur Verbesserung der exakten Nährstoffverteilung und der Minderung von Ammoniakemissionen bei“.

10.000 Investitionen im Jahr 2021 gefördert

Aus der sogenannten Bauernmilliarde stehen bis 2024 jährlich rund 200 Millionen Euro zur Verfügung. Im vergangenen Jahr hat das BMEL nach eigenen Angaben fast 10.000 Investitionen gefördert. Landwirte können die Förderung über die Landwirtschaftliche Rentenbank (LR) beantragen.


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