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Schmidt auf Zukunftsforum: Bauern wollten wissen, wie es weitergeht

Alles Gute hat auch seinen Preis! Das betonte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt am Donnerstag beim 5. Zukunftsforum Landwirtschaft vor Landwirten in Wewer (Kreis Paderborn). Wer mehr Tierschutz und nachhaltigen Ackerbau wolle, müsse auch bereit sein, mehr dafür zu bezahlen.

Lesezeit: 3 Minuten

Alles Gute hat auch seinen Preis! Das betonte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt am Donnerstag beim 5. Zukunftsforum Landwirtschaft vor Landwirten in Wewer (Kreis Paderborn). Wer mehr Tierschutz und nachhaltigen Ackerbau wolle, müsse auch bereit sein, mehr dafür zu bezahlen.  


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„Ich bin gegen teuer. Und gegen billig. Ich bin dafür, dass Produkte preiswert sind, also ihren Preis wert", erklärt er laut der „Neuen Westfälischen“ und warb für „ein Stück Mut zur Preiswertigkeit landwirtschaftlicher Produkte." Am Beispiel der gestiegenen Preise für Butter werde deutlich, dass Verbraucher durchaus mehr für Qualität zahlten. „Mir ist jedenfalls nicht bekannt, dass die Butternachfrage eingebrochen wäre", so der CSU-Minister.


Weitere Themen vor den knapp 200 Zuhörern waren die Agrarstrukturpolitik in Europa ebenso wie Probleme, die Landwirte hierzulande umtreiben, darunter Tierwohl, Nachhaltigkeit und die anspruchsvollen Verbraucherwünsche. Kreislandwirt Johannes Giesguth wollte vom Minister wissen, wie es beim Kupieren von Schweineschwänzen oder der Kastration von Ferkeln weitergeht. "Wenn Landwirte heute investieren sollen, brauchen sie Planungssicherheit."


Ab 1. Januar 2019 dürfen Ferkel laut Tierschutzgesetz nicht mehr wie bisher ohne Betäubung kastriert werden. Laut Schmidt wäre eine Alternative zur Betäubung eine hormonelle Behandlung der Ferkel. „Das ist aber alles nicht einfach", daher plädiert er für den sogenannten 4. Weg, für eine Lokalanästhesie mit Procain oder moderneren Arzneimitteln wie Lidocain. Schmidt begründet diese Position mit den Belangen kleinerer und mittlerer Betriebe, die ohne kostengünstige Alternative auf der Strecke bleiben könnten. „Wir sind zu dieser Lösung fest entschlossen und arbeiten daran", versicherte der CSU-Politiker laut der Zeitung NW. Er warb in diesem Zusammenhang auch nochmals für sein „staatliches Tierwohllabel".


Der Ausstieg aus dem Kastenstand war ebenfalls ein großes Thema bei Schweinehaltern, heißt es weiter in der Berichterstattung. Schmidt plädiert für Vertrauensschutz, für eine Übergangsfrist von 17 Jahren. Auch in Sachen Schwanzkupieren könne man in vernetzten Strukturen „nicht von heute auf morgen" Dinge abstellen, fasst die Zeitung weiter zusammen.


Für die Zukunft brauche die Landwirtschaft qualifizierte junge Leute, eine „IT-Generation". Europaweit bekennt sich Schmidt zu einer Agrarstrukturpolitik, wobei „nicht blind" jeder Geld bekommen dürfe. Kleinere und mittlere Betrieb gelte es zu erhalten.


„Saisonarbeiter dürfen nur mit Gesundheitszeugnis länger als 60 Stunden pro Woche Spargel stechen", beklagte ein Landwirt bürokratische Hürden. „Arbeitszeitordnung und Arbeitszeitgesetz müssen geändert werden. Das müssen wir regeln", sagte der Minister.


Am Rande der Veranstaltung äußerte sich Schmidt dann noch zum Fipronil-Skandal. Er gehe davon aus, dass aktuell keine belasteten Eier mehr im Handel sind. Es könne jedoch nicht sein, dass die Fipronil-Belastung in Belgien seit Monaten bekannt sei, Deutschland aber nur durch Zufall davon erfahre. Um zukünftige Lebensmittelskandale schneller aufzudecken, forderte er mehr Kontrollen der Lebensmittelproduzenten und einen besseren Datenaustausch zwischen den europäischen Staaten.




Fotos: CDU Kreisverband Paderborn

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