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Schmidt will Tierwohlminister werden

Bundesagrarminister Christian Schmidt hat sich das Tierwohl als Kernthema für seine Amtszeit ausgewählt. Deutschland soll ein Trendsetter im Tierwohl in der Nutztierhaltung werden. „Es ist mein Anspruch, dass es den Tieren am Ende dieser Legislaturperiode besser geht“, sagte Schmidt am Rande der Agrarministerkonferenz.

Lesezeit: 3 Minuten

Bundesagrarminister Christian Schmidt hat sich das Tierwohl als Kernthema für seine Amtszeit ausgewählt. Deutschland soll ein Trendsetter im Tierwohl in der Nutztierhaltung werden.

 

„Es ist mein Anspruch, dass es den Tieren am Ende dieser Legislaturperiode besser geht“, sagte Schmidt am Rande der Agrarministerkonferenz in Fulda. Auf der Konferenz einigten sich Bund und Länder auf ein Ende der Legehennenhaltung in ausgestalteten Käfigen bis 2025. Des weiteren gaben die Länder Schmidt Unterstützung für seine Vereinbarung mit der Geflügelwirtschaft das Schnabelkürzen bei Legehennen bis Ende 2016 zu beenden.


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Außerdem verwies Schmidt darauf, dass er ein Ende des Kükentötens anstrebe. Hier vertraut er auf Forschungsarbeiten zur Geschlechtsbestimmung der Küken im Ei und auf den Einsatz des Zweinutzungshuhns. Damit setzt sich Schmidt von den Ländern ab, die im Bundesrat für ein Verbot des Kükentötens bis 2017 plädiert hatten.


Schmidt betonte, dass er weiterhin freiwillige Vereinbarungen mit der Landwirtschaft favorisiert. Als gelungenes Beispiel gibt er die Initiative Tierwohl an, die der Lebensmitteleinzelhandel mit den Landwirten ans Laufen gebracht hat.


„Ich sehe mich nicht nur als Ernährungs- und Landwirtschaftsminister, sondern auch als Tierwohlminister. Das heißt konkret: Ich will Deutschland zum Trendsetter in Sachen Tierwohl machen“, sagte Schmidt zusammenfassend und mit Blick auf den Welttierschutztag, der am 4. Oktober statt fand.


Grüne erwarten jetzt Taten


"Von einem Minister, der sich selber „Tierwohlminister“ nennt, erwarten wir Taten anstatt warmer Worte!", erklärt Grünen-Agrarsprecher Friedrich Ostendorff auf die Aussage des Bundesagrarministers. Seiner Meinung nach ist es geradezu eine Farce, dass sich der Minister selbst diesen Titel gibt. "Und das ausgerechnet in Zeiten, in denen der Antibiotikaeinsatz genauso unvorbildlich ist wie die staatlichen Bemühungen ihn zu senken, in denen zahlreiche Bauern weiterhin vergeblich auf ihr Geld der Brancheninitiative Tierwohl warten, in denen nicht nur die Tierhalter unter niedrigen Erzeugerpreisen aufgrund von staatlichem Versagen leiden, sondern vor allem auch das Wohl der Tiere."


Nach Meinung Ostendorffs ist die Amtszeit von Schmidt bis jetzt geprägt von zahlreichen Ankündigungen, wohlwollenden Absichtserklärungen und freiwilligen Vereinbarungen mit führenden Wirtschaftsverbänden der Agrarindustrie, bei denen man fürchte, dass Wirtschaftsverbände sich immer tiefer einmischen ins BMEL und dem Ministerium ihre Ziele und Strategien diktieren.


"Das Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats gibt dem Minister im Prinzip schon den Masterplan vor für das Ziel mehr Tierschutz. Jedoch findet das Gutachten bis jetzt kaum eine Erwähnung in seinen Aktivitäten", so der Grünen-Politiker.


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