Ratgeber

T-Führerschein: Gewerbliche Transporte können richtig teuer werden Premium

Eigentlich war es nur ein Abstecher nach dem Häckseln. Doch Schlepperfahrer René Huber kehrt mit einer Strafanzeige, reichlich Punkten und saftigen Bußgeldern heim.

Dabei fing der Tag gut an. René Huber, den es so in Wirklichkeit nicht gibt, ist 18 Jahre alt, stolzer Besitzer eines T-Führerscheins und heute für seinen Lieblingslohner unterwegs. Maistransport mit dem neuen 50 km/h-Schlepper und der Mulde für Familie Bauer steht auf dem Plan. René kann auch die Kelle der Polizeistreife nicht schocken – sein Herz ist rein.

Nachdem die Beamten den Fahrzeugschein gecheckt haben und alles andere wie u.a. Führerschein, Warndreieck und -weste, Beleuchtung, Ladungssicherung in Ordnung sind, darf René wieder loslegen. Es läuft gut, und am frühen Nachmittag ist das Fahrsilo voll. Renés Chef schickt ihn schnell noch zu einer Straßenbaustelle. Dort kommen die Lohner-Lkw mit dem Schottertransport nicht nach. René springt gerne ein und übernimmt mit seiner Mulde eine Ladung für die Baustelle. Weil heute Morgen bei der Kontrolle alles glattging, macht sich der junge Fahrer keine Sorgen, als ihn eine andere Streife herauswinkt. Doch dieses Mal sieht die Sache ganz anders aus. Die Beamten stellen eine Überladung fest und eine ganze Reihe von weiteren Verstößen. Sie verbieten die Weiterfahrt. Die Quittung für den kurzen Schottereinsatz ist gewaltig:

Fahren ohne Fahrerlaubnis

René hat den Führerschein der Klasse T, und der gilt nur für „land- oder forstwirtschaftliche Zwecke“ (lof). Weil der Schottertransport aber gewerblich ist, handelt es sich um ein Fahrerlaubnisvergehen, also eine Straftat. René hätte für die Schotterfahrt den Führerschein CE gebraucht – auch wenn er im Maiseinsatz den ganzen Tag mit dem T-Schein legal unterwegs war.

Nach Ende der polizeilichen Ermittlungen geht der Fall an den Staatsanwalt und René erhält einen Strafbefehl. In jedem Fall kassiert er zwei Punkte in Flensburg, die erst nach fünf Jahren gelöscht werden. Er muss zudem ein Aufbauseminar besuchen, da er noch in der Probezeit ist. Auch ein Fahrverbot kann die Quittung sein.

Zudem bekommt Renés Chef Ärger, denn er hat ja die Fahrt angeordnet. Die Strafanzeige lautet: „Zulassen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis“, ein Strafbefehl ist wahrscheinlich.

Kein Kontrollgerät an Bord

Die Beamten kennen sich gut aus und schreiben fleißig weiter auf: Grundsätzlich müssen Fahrzeuge bzw. Fahrzeugkombinationen im gewerblichen Einsatz ein Kontrollgerät haben. So lässt sich überprüfen, ob die Fahrer die Sozialvorschriften eingehalten ...

Weiterlesen mit PREMIUM
Jetzt 30 Tage gratis testen
Mehr erfahren

Benzin, Diesel, Heizöl oder Gas werden teurer

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Aus dem top agrar-Magazin

Schreiben Sie Aus dem top agrar-Magazin eine Nachricht

Guido Höner

Chefredakteur top agrar

Schreiben Sie Guido Höner eine Nachricht

Das könnte Sie auch interessieren


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Hermann Freese

Ach Leute,

das ist doch ein erfundener Kommentar, der zeigen soll, worauf man alles achten sollte und was passiert, wenn man das nicht tut. Den Artikel kann man genauso auch für Hochzeitskorsos oder Mordfälle formulieren.. was am Ende draus wird entscheiden Behörden oder Gerichte..

von Jürgen Moser

Bei uns laufen Mörder und Vergewaltiger Rum die wegen Formfehler laufengelassen werden ,und die die Arbeiten werden behandelt wie Schwerverbrecher .wir leben in einer Bananenrepublik die ihres gleichen sucht

von Michael Behrens

Wo kommen wir denn da hin!

Recht und Ordnung auf der Straße! Und es werden einst beschlossene Gesetze angewandt. Moment!!! Auto Corso zu Hochzeiten oder sonstigen Familienveranstaltungen mit Migrationshintergrund dazu Schusswaffen jeglicher Art, mal eben die A3 blockieren, große Kreuzungen zu stellen und etliche Fahrzeuge die so auch nicht durch den TÜV gekommen sind(breiter, tiefer,lauter) ! Wo bleibt da die gesetzliche Verfolgung der Exekutive??? Da ist die Staatsgewalt zu feige! Erbärmlich!!! Eine Ermahnung für den Schlepperfahrer hätte auch gereicht!

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen