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"Ländle leben lassen"

Volksantrag zum Flächenfraß in Baden-Württemberg verläuft erfolgreich

Die Zahl der Volksantrags-Unterstützer wächst weiter. In zwei Monaten hat das Bündnis etwa 20.000 Unterschriften gesammelt.

Lesezeit: 3 Minuten

Vor rund zwei Monaten ist der Volksantrag „Ländle leben lassen“ gestartet. Die Initiative wird getragen von einem breiten Bündnis aus Naturschutz- und Landwirtschaftsverbänden. Gemeinsam wollen diese nicht länger zusehen, wie die Landschaft in Baden-Württemberg weiter zersiedelt wird und fordern von der Landesregierung, endlich wirksame Maßnahmen gegen den verheerenden Flächenfraß zu ergreifen.

Bei einer ersten Zwischenbilanz zeigen sich die Initiatoren des Bündnisses zum Volksantrag „Ländle leben lassen“ hochzufrieden. Seit dem Startschuss am 28. April sind rund 20 000 Unterschriftenblätter bei der zentralen Sammelstelle eingegangen. „Damit haben wir gut die Hälfte der erforderlichen Unterschriften bereits erreicht“, freut sich Sylvia Pilarsky-Grosch, Landesvorsitzende des BUND Baden-Württemberg. „Das ist vor allem den zahlreichen engagierten Mitgliedern zu verdanken, die auf Veranstaltungen, an Info- und Marktständen oder in zentralen Sammelstellen im Einsatz sind und um Unterstützung geworben haben.“

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Flächenverbrauch ins öffentliche Bewusstsein bringen

Gerhard Bronner, Vorsitzender des Landesnaturschutzverbandes (LNV) betont: „Wir sind auf einem sehr guten Weg, den Flächenverbrauch mehr ins öffentliche Bewusstsein zu bringen. Jetzt gilt es, nicht nachzulassen und auch über den Sommer weiter dranzubleiben. Damit können wir ein deutliches Zeichen setzen, dass es dringlich eine Lösung braucht.“

Dabei gelte es, alle Möglichkeiten zu nutzen, um Menschen für die gemeinsamen Ziele des Volksantrags zu gewinnen, erklärt Hans-Benno Wichert, Vizepräsident des Landesbauernverbandes (LBV). „Nicht nur auf großen Veranstaltungen, sondern auch auf Wochenmärkten, in Hofläden oder im Privaten lohnt es sich, Unterschriften für den Volksantrag zu sammeln und die Menschen auf den massiven Flächenverbrauch aufmerksam zu machen – und das nicht nur, wenn er vor der eigenen Haustür stattfindet“, betont Wichert. „Denn der Verlust wertvoller Ackerflächen und Wiesen hat Auswirkungen auf uns alle. Jeder Hektar, der uns durch Flächenfraß verloren geht, führt dazu, dass wir weniger Lebensmittel im eigenen Land produzieren können und von Importen abhängig werden“, ergänzt Bernhard Bolkart, Präsident des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes (BLHV).

Landesjugendring und Landfrauen unterstützen die Initiative

Dass die Probleme, die durch Flächenverbrauch entstehen, immer mehr in der Breite der Bevölkerung ankommen, zeige sich auch daran, dass immer mehr Partner der Initiative „Ländle leben lassen“ beitreten. Inzwischen unterstützen 22 Kooperationspartner den Volksantrag. Zuletzt neu hinzugekommen ist etwa der Landesjugendring Baden-Württemberg, dem die Forderungen des Volksantrags aus der Seele sprechen: „Die Jugendverbände im Landesjugendring haben sich schon 2021 mit dem ‚Positionspapier Nachhaltigkeit’ unter anderem für den Erhalt und die Förderung von Regenerationszonen, Entsiegelungen und die Förderung insekten- und naturfreundlicher Flächen ausgesprochen. Wir fordern, Natur für Kinder und Jugendliche und alle nachfolgenden Generationen zu erhalten", so Dominik Nawratil, Vorstandsmitglied des Landesjugendrings Baden-Württemberg.

Auch die LandFrauenverbände Württemberg-Hohenzollern und Württemberg-Baden unterstützen den Volksantrag aus voller Überzeugung. „Die immense Zunahme der landesweiten Flächenversiegelung muss gestoppt werden - für die Zukunft der Landwirtschaft, für die Zukunft unserer Familien, für unser aller Zukunft“, erklärt Juliane Vees, Präsidentin des LandFrauenverbandes Württemberg-Hohenzollern. "Seit Jahren bringen die LandFrauen die politische Forderung ein, den Flächenverbrauch zum Erhalt fruchtbarer, landwirtschaftlicher Böden einzudämmen", betont auch Präsidentin Marie-Luise Linckh, LandFrauenverband Württemberg-Baden e.V

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