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Warnung: Straathof könnte mit Strohmännern weitermachen

Der Landkreis Jerichower Land hat bekanntlich gegen den Schweineproduzenten Adrianus Straathof ein Tierhaltungsverbot verhängt. Das Verfahren ist allerdings noch nicht abgeschlossen. Bis zu einer gerichtlichen Entscheidung kann Straathof weiterarbeiten. Kritiker warnen, er könnte anschließend Strohmänner einsetzen.

Lesezeit: 2 Minuten

Der Landkreis Jerichower Land hat bekanntlich gegen den Schweineproduzenten Adrianus Straathof ein Tierhaltungsverbot verhängt. Das Verfahren ist allerdings noch nicht abgeschlossen, da der Niederländer juristisch gegen die ordnungsrechtliche Verfügung vorgeht. Bis zu einer gerichtlichen Entscheidung kann Straathof weiterarbeiten.


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Gegen diesen Schwebezustand will wiederum der Landkreis Einspruch erheben. Sachsen-Anhalts Landwirtschaftsminister Hermann Onko Aeikens (CDU) betonte, der Landkreis habe konsequent gehandelt. Das Tierhaltungsverbot sei das Ergebnis einer langen Entwicklung gewesen. Wenn Bußgelder nicht weiterführten, müsse man zu solchen Schritten greifen.


Auch der Deutsche Tierschutzbund begrüßte das „konsequente Durchgreifen“ der Behörden. Die Tierschützer haben ebenfalls Strafanzeige gegen die Straathof GmbH gestellt. Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder unterstrich, nun müsse alles getan werden, damit der „Schweinebaron Straathof“ keine Handlanger finde, die ihren Namen gäben, um das Tierhaltungsverbot zu umgehen.


„Die Straathof´sche Schweinequälerei darf nirgendwo länger geduldet werden. Da müssten die Behörden konsequent handeln, an allen Standorten“, so Schröder. Nach seiner Einschätzung ist ein hoher Anteil der „systemimmanenten Tierqual“ in der agrarindustriellen Nutztierhaltung durch den Gesetzgeber gedeckt. Aber auch der Handel, besonders die Discounter, und die Verbraucher, die auf Billigpreise für Fleisch setzten, trieben die Entwicklung landwirtschaftlicher Tierhaltungen an, die nur leistungsorientiert seien und Tierschutz missachten.


Grundlegend müsse es jetzt darum gehen, die Zuchtziele zu verändern und die Haltungssysteme den tierischen Bedürfnissen anzupassen. Schöder: „Wenn wir Mindestlöhne gegen Ausbeutung der Arbeitnehmer durchsetzen können, dann muss es auch Mindestpreise für Fleisch geben, um das Ausbeuten der Tiere zu verhindern.“



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